In­halt

Frauen in Män­ner­be­ru­fen: Meiner Meinung gab gibt es gute Gründe, warum manche Berufe nur von einem Geschlechtsteil ausgeübt werden.
Die Stel­lung­nah­me ei­nes Schü­lers oder ei­ner Schü­le­rin zum The­ma "Frauen in Män­ner­be­ru­fen" (Be­rufs­schu­le, Fach Deutsch, Früh­jahr 2019)
Die­se Stil­blü­te wur­de vom Kol­le­gen Yan­nick Laup­pe ent­deckt.
"Rund­ma­te­rial (Rohr)"
So be­schrif­te­te ein Schü­ler ei­nen "Roh­ling" (TGTM-E, 05.2011)
Stil­blü­te? Wohl eher ein Sprach­pro­blem. An­läss­lich ei­nes El­ter­na­bends an ei­nem tech­ni­schen Gym­na­sium ha­ben El­tern schon ge­fragt, wa­rum man den TG'­lern denn das Fach Deutsch an­tun müs­se, da sie doch tech­ni­sche Be­ru­fe er­ler­nen woll­ten. In die­sem Fall hat­te ein Schü­ler wohl brav vor der Klas­sen­ar­beit sei­ne Mit­schrif­ten ge­lernt und die Be­grif­fe Roh­ling und Rohr ver­wech­selt. Aber wie soll sich so ein tech­ni­sches Ver­ständ­nis auf­bauen?
"Har­ten­sit"
Ge­meint war wohl Mar­ten­sit, ein be­son­ders har­tes Ge­fü­ge von Stahl (TGT-J1,12.2006)
(TGT-J1 heißt die 12. Klas­se ei­nes TGs in Neu­sprech - Dop­pel­plu­sun­gut or well? )
".. hät­ten gu­te Ver­gleichs­mög­lich­kei­ten zwi­schen dem in­ner­deut­schen PISA-Sie­ger Ba­yern und sei­nem öster­rei­chi­schen Nach­barn Bo­zen/Süd­ti­rol bestan­den."
Aus ei­nem Be­richt ei­ner deut­schen Leh­rer­ge­werk­schaft zur PISA-Stu­die. Auf ei­ne ge­nau­ere Quel­le­nan­ga­be ver­zich­te ich aus­nahms­wei­se;-) (10/2005)
TV-Bild­dung
Kom­men­tar über­flüs­sig?
"Kön­nen Sie mal kurz er­klä­ren, was En­tro­pie ge­nau ist? "
Fra­ge ei­nes Schü­lers, der of­fen­sicht­lich kei­ne Ah­nung hat, was er da von ei­nem In­ge­nieur ver­langt;-) (TG13,19.09.2003)
Jah­re spä­ter wüsste ich ei­ne An­twort auf die Fra­ge: En­tro­pie sind blaue Ku­geln;-)
En­tro­pie - Scien­ce Slam Fi­na­le - Von Kühl­tür­men und der Un­um­kehr­bar­keit der Din­ge von Mar­tin Buch­holz auf You­tu­be
"Sol­len wir die Öle tei­len? "
Fra­ge ei­nes Schü­lers an­läss­lich der Eröff­nung des Ab­lau­fes der prak­ti­schen Prü­fung (Meis­ter­schu­le für Fein­werk­me­cha­ni­ker, 11.12.2002)
MetallorgieMe­tal­lur­gie?
Tech­nik-Abi 2001/02
"Kun­den soll­ten nur von ei­ner Per­son.. In­fang­ge­nom­men wer­den, .."
Ein Schü­ler des Kur­ses "Qua­li­täts­ma­na­ge­ment und Kun­den­ser­vi­ce" (QuK) in der Ab­schluss­prü­fung. (Kfz-Me­cha­ni­ker, 3. Lehr­jahr, 20.06.2001)
"Das Blö­de an den Tech­nik­ern ist, man müsste ein Mess­ge­rät sein, da­mit sie ei­nen sorg­sam be­han­deln."
Mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung von Step­han Ga­briel (Tech­ni­sches Gym­na­sium, 13. Klas­se, Früh­jahr 2001), der die­sen Satz ge­gen­über sei­nem Leh­rer im Fach Tech­nik äu­ßer­te, of­fen­sicht­lich nach ei­ner Un­sorg­sam­keit.
Ge­wohn­hei­ten
An­läss­lich ei­ner Klas­sen­ar­beit hat­te ich die Ge­le­gen­heit, die Schreib­ge­wohn­hei­ten der Schü­ler zu stu­die­ren. (Tech­ni­sches Gym­na­sium, 13. Klas­se, Früh­jahr 2001).
  • Linkshänder dreht den Block
    Al­le 6 Links­hän­der und 11 der 18 Rechts­hän­der ver­wen­de­ten Spi­ral­blö­cke.
  • 4 der 6 Links­hän­der (66%) und 4 der 11 Rechts­hän­der mit Spi­ral­block (36%) le­gen die Schreib­hand we­nigstens zeit­wei­se über die Spi­ra­le.
    Ei­ner der Links­hän­der reißt das Blatt zum Be­schrei­ben der Rück­sei­te her­aus und legt es so auf den Block, dass er die Schreib­hand wie­der über die Spi­ra­le le­gen muss.
  • Je ei­ner der Links- und der Rechts­hän­der reißt das Blatt aus dem Spi­ral­block und be­schreibt es ne­ben dem Block, bei­de mit den Lö­chern auf der lin­ken Sei­te
  • Ei­ner der Links­hän­der be­schreibt Blatt und Block von hin­ten (2. Bild, Rechts­hän­der: 0).
    Da­mit wählt er als ein­zi­ger links­hän­di­ger Spi­ral­bloc­knut­zer ei­ne Stra­te­gie, mit der er das Blatt so­wohl im Block als auch im Ord­ner ab­ge­hef­tet be­ar­bei­ten kann, oh­ne sei­ne Schreib­hand zu ver­ren­ken.
Was man da­raus schlie­ßen kann? Ver­mut­lich nur, wie sehr wir in Ge­wohn­hei­ten ver­haf­tet sind und wie we­nig wir nach­den­ken. Viel­leicht auch, wa­rum die Le­ben­ser­war­tung von Links­hän­dern et­was nie­dri­ger ist. Auf je­den Fall nicht, dass Rechts­hän­der schlauer sind (auch wenn ich ein Rechts­hän­der bin ;-).
Straf­ar­beit "Wa­rum ich nicht zu spät kom­men darf"
Mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung von To­bias Beh­rin­ger (Ein­jäh­ri­ge Be­rufs­fach­schu­le Kfz, Ok­to­ber 2000):
Ich soll nicht zu spät kom­men, weil mei­ne Leh­rer dies möch­ten. Wahr­schein­lich wol­len sie nicht auf mich war­ten oder so. Denn dies un­ter­bricht den Un­ter­richt und ver­hin­dert op­ti­ma­le Lehrn (! )-Be­din­gun­gen (und Un­ter­richts­be­din­gun­gen) al­ler. Au­ßer­dem müs­sen wir ler­nen pünkt­lich zu sein. Spä­ter in der Ar­beit wür­de es höchst­wahr­schein­lich schwe­re Fol­gen ha­ben, wenn man wich­ti­ge Ter­mi­ne ver­passt. Und wenn das häu­fi­ger vor­kom­men wür­de, wär's nicht so gut. Aber ich fra­ge euch heu­te: wie soll ich oh­ne Uhr pünkt­lich sein? Ich wür­de mir ja ger­ne ei­ne kau­fen, doch mei­ne Re­li­gion (Die re­li­giö­se Glau­bens­ge­mein­schaft Fran­zö­si­scher Krieg­sin­va­li­den) ver­bie­tet mir das. Und das stän­di­ge Fra­gen nach der Uhr­zeit er­drückt mein Selbst­wert­ge­fühl. Al­so bin ich macht­los und un­schul­dig ge­gen­über mei­nem Zu-Spät-Kom­men. Na­ja, es könn­te sich wie ei­ne bil­li­ge Aus­re­de an­hö­ren, aber das ist nicht so. Ich wür­de wir­klich ger­ne pünkt­lich kom­men. Aber ich ha­be für mei­ne be­ru­fli­che Zu­kunft ja noch ein Jahr dies zu ka­pie­ren. Das ist ja auch der ei­gent­li­che Grund, wa­rum ich die ein­jäh­ri­ge Kfz-Fach­schu­le be­su­che.
Au­ßer­dem fin­de ich, dass Rück­sicht auf mei­nen Glau­ben ge­nom­men wer­den soll­te, da ich mich sonst als po­li­tisch Ver­folg­ter se­hen müsste. Es wä­re ei­ne Mög­lich­keit, Asyl in ei­nem zeit­lo­sen Land zu bean­tra­gen, doch das wä­re ei­ne sehr vor­schnel­le Hand­lung. Man soll­te sich den Auf­ga­ben des All­ta­ges stel­len und für sei­nen Glau­ben kämp­fen. Denn We­glau­fen ist kei­ne gu­te Lö­sung der Pro­ble­me.
"Qun­den­ma­na­ge­ment"
Ein Schü­ler des Kur­ses "Qua­li­täts­ma­na­ge­ment und Kun­den­ser­vi­ce" (QuK) in ei­ner Klas­sen­ar­beit. (Kfz-Me­cha­ni­ker, 2. Lehr­jahr, 12.07.2000)
"Das ist ja rich­tig sa­xistisch "
Die An­twort ei­nes Schü­lers auf ei­ne Miss­fal­len­säu­ße­rung ei­nes an­de­ren Schü­lers ge­gen­über dem säch­si­schen Dia­lekt. (Tech­ni­sches Gym­na­sium, 12. Klas­se, Ju­li 2000)
Neu­tra­le Fa­ser ist
"Voll­kom­me­ne po­li­ti­sche Neu­tra­li­tät ge­gen­über an­de­ren Fa­sern. Im Kriegs­fall darf ei­ne neu­tra­le Fa­ser nicht an­ge­grif­fen wer­den, da sie sich mit kei­ner an­de­ren Fa­ser ver­bün­det hat. Des­halb sind neu­tra­le Fa­sern meist nicht sehr stark ge­rüstet (mi­li­tä­risch). "
An­twort ei­nes Schü­lers auf die Fra­ge "Er­klä­ren Sie den Be­griff neu­tra­le Fa­ser beim Bie­gen" in ei­ner Klas­sen­ar­beit. (Tech­ni­sches Gym­na­sium, 11. Klas­se, Ju­li 1999)
"CAS"CAS
"CAS" be­deu­tet, dass der Schü­ler die Glei­chung mit ei­nem Com­pu­ter-Al­ge­bra-Sys­tem ge­löst hat (Tech­ni­sches Gym­na­sium Klas­se 13,04.12.2001, et­wa ein hal­bes Jahr vor dem Abi­tur, )