1 Vor­spiel

1.1 Was soll's?

Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen sind mäch­ti­ge Werk­zeu­ge, die nicht nur mit Zah­len rech­nen und Tex­te ver­ar­bei­ten, son­dern auch Da­ten ver­wal­ten und vi­sua­li­sie­ren kön­nen. Wer mit Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen um­ge­hen kann, ist viel­sei­ti­ger ge­rüstet als mit Po­werPoint, Word & Co.

Da­mit Leh­rer die­se Sig­na­le nicht nur hö­ren, son­dern auch um­set­zen, bie­te ich den fol­gen­den Ein­stieg so, wie Leh­rer es mö­gen: sim­ple, kosten­los und in Form ei­ner No­ten­liste so­fort nutz­bar.
Nur ei­ne fer­ti­ge Lö­sung ge­be ich nicht her­aus, denn wer sie nicht selbst erstel­len kann, kann auch nicht da­mit um­ge­hen.

1.2 Was kostet's?

Markt­füh­rer un­ter den Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen ist MS Ex­cel von Mi­cro­soft. Das Pro­gramm ist mäch­tig, Schul­li­zen­zen ei­ni­ger­ma­ßen preis­wert, aber spä­testens nach der Schu­le müssten die Schü­ler da­für be­zah­len. Die­ses Ver­triebs­sys­tem, das in an­de­ren Wa­ren­grup­pen 'an­fi­xen' heißt, un­ter­stüt­ze ich un­gern, des­halb...

Li­breOf­fi­ce ist ver­gleich­bar mit dem Of­fi­ce-Pa­ket von Mi­cro­soft, in den Grund­funk­tio­nen fast iden­tisch und le­gal kosten­los . Des­halb emp­feh­le ich Li­breOf­fi­ce für Ein­stei­ger, Um­stei­ger und Fi­nanz­mi­nister.

Die Pro­gram­me äh­neln sich de­rart, dass ich mei­ne Kur­se in Li­breOf­fi­ce hal­te, aber et­li­che Schü­ler mit Ex­cel fol­gen und nur manch­mal ei­nen Knopf su­chen müs­sen.

1.3 Los geht's

so

La­den Sie sich Li­breOf­fi­ce kosten­los her­un­ter, instal­lie­ren Sie das Pro­gramm, und star­ten Sie Li­breOf­fi­ce Calc. Ih­re Schü­ler dür­fen es ge­nau­so ma­chen.

oder so

Kau­fen Sie MS Of­fi­ce oder klä­ren Sie die Sa­che mit der Schul­li­zenz, instal­lie­ren Sie das Pro­gramm, und star­ten Sie MS Ex­cel. Wie Ih­re Schü­ler das ma­chen, fra­gen Sie bes­ser nicht.

2 No­ten­liste vor­be­rei­ten

Be­vor man No­ten ein­ge­ben kann, braucht man ei­nen Kopf und ei­ne Na­mens­liste.

2.1 Tex­te und Zah­len ein­ge­ben

Screenshot
2.1 Tex­te, Zah­len und For­meln in Ta­bel­len­zel­len ein­ge­ben

Ei­ne Ta­bel­len­kal­ku­la­tion sieht - lo­go - wie ei­ne Ta­bel­le aus. Je­de Zel­le hat ei­ne ein­deu­ti­ge Be­zeich­nung wie beim Spiel 'Schif­fe ver­sen­ken'. Im Bild ist die Zel­le C2 mar­kiert. In je­de Zel­le kann man Tex­te, Zah­len ODER For­meln ein­ge­ben, aber nur ei­ne Sor­te je Zel­le.

  • Kli­cken Sie mit der Maus in ei­ne Zel­le, und tip­pen Sie an­schlie­ßend ent­we­der Text ODER Zah­len ein. Been­den Sie die Ein­ga­be mit der En­ter­taste.
  • Ein un­ver­än­der­li­ches Da­tum kön­nen Sie als Zahl mit zwei Punk­ten 24.09.16 bzw. mit zwei Mi­nus-Zei­chen 24-09-16 ein­tip­pen. Mir sind die Mi­nus­zei­chen lie­ber, weil sie auf dem Zeh­ner­block der Tasta­tur di­rekt ne­ben den Zah­len lie­gen.
  • Wenn das Da­tum im­mer ak­tuell sein soll, tip­pen Sie die For­mel =HEUTE() wie ei­nen Text ein. Am ein­füh­ren­den Gleich­heits­zei­chen er­kennt die Ta­bel­len­kal­ku­la­tion, dass es sich nicht um ei­nen Text, son­dern um ei­ne For­mel han­delt. Groß- oder Klein­schrei­bung spie­len kei­ne Rol­le. Die meis­ten For­meln be­nö­ti­gen ein Klam­mern­paar, auch wenn kei­ne Ar­gu­men­te daz­wi­schen ste­hen.
  • Nach­dem Sie die Ein­ga­be mit der En­ter-Taste ab­ge­schlos­sen ha­ben, zeigt die Zel­le das Er­geb­nis der For­mel an, in die­sem Fall das ak­tuel­le Da­tum. Wenn Sie die Zel­le noch­mals an­kli­cken, fin­den Sie die For­mel in der For­mel­leiste über dem Ta­bel­len­be­reich.

Wei­te­re In­fos sie­he

2.2 Aus­se­hen von Tex­ten und Zah­len

Heut­zu­ta­ge ist das Aus­se­hen ei­nes Blat­tes ja min­destens eben­so wich­tig wie sein In­halt...

Das For­mat ei­ner Zel­le be­schreibt, wie Tex­te und Zah­len nach au­ßen hin dar­ge­stellt wer­den. Sie kön­nen es im Me­nü For­mat - Zel­len ver­än­dern.
Da For­ma­tie­rung er­fah­rungs­ge­mäß kei­ne Pro­ble­me be­rei­tet, ge­he ich hier nur auf die For­ma­tie­rung des Da­tums ein.

Screenshot
2.2 Im Me­nü For­mat - Zel­len - Zah­len - Da­tum (Aus­schnitt)
wird die Darstel­lung des Da­tums ge­wählt.

Grund­sätz­lich müs­sen Sie ei­ne Zel­len mar­kie­ren, be­vor Sie ih­ren In­halt for­ma­tie­ren kön­nen. Da­nach gibt es wie in den meis­ten Pro­gram­men drei Mög­lich­kei­ten, das Aus­se­hen ei­ner Zel­le oder ih­res In­hal­tes zu ver­än­dern.

  • Me­nü­leiste: For­mat - Zel­len (sie­he Bild)
  • Sym­bol­leiste: Kli­cken Sie ei­nes der bun­ten Bild­chen in der Sym­bol­leiste ein
  • Kon­text­me­nü: Kli­cken Sie mit der rech­ten Maustaste in den mar­kier­ten Zel­len­be­reich, und wäh­len Sie Zel­len for­ma­tie­ren

Tipp für den Un­ter­richt: »Hil­fe, das ha­be ich doch gar nicht ein­ge­ge­ben! « ist das häu­figste Pro­blem für An­fän­ger. Durch die For­ma­tie­rung ei­ner Zahl kann ihr Aus­se­hen näm­lich drastisch ver­än­dert wer­den. Wenn Sie sich da­mit nicht aus­ken­nen, emp­feh­le ich Ih­nen, Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen vor­läu­fig nicht zu un­ter­rich­ten;-) We­gen die­ses Pro­ble­mes un­ter­rich­te ich Zah­len­for­ma­te aus­führ­lich (→ Ta­bel­len­kal­ku­la­tion - Zah­len­for­ma­te ). An­de­re For­ma­te zei­ge ich nur kurz, denn bunt, blin­kend und schrill fin­den Schü­ler auch oh­ne mich.

Tipp für das ei­ge­ne Ar­bei­ten: For­ma­tie­ren kostet Zeit, sorg­fäl­tig for­ma­tie­ren kostet viel Zeit. Wenn da­nach noch ei­ne Klei­nig­keit im Auf­bau des Ta­bel­len­blat­tes geän­dert wird, ist die Zeit ver­tan. Des­halb tut man gut da­ran, ein Ta­bel­len­blatt erst dann zu for­ma­tie­ren, wenn sonst al­les fer­tig ist. Die­ser Tipp gilt auch für Text­ver­ar­bei­tun­gen usw. Noch bes­ser sind For­mat­vor­la­gen (→ Tab­kal-Kurs: Zel­len­for­ma­te ).

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2.3 Num­me­rie­ren durch Ko­pie­ren ei­ner kur­zen Zah­len­fol­ge

Tip­pen geht in ei­ner Ta­bel­len­kal­ku­la­tion auch nicht schnel­ler als im Ta­schen­rech­ner. Die Ta­bel­len­kal­ku­la­tion spielt ih­re Vor­tei­le erst aus, wenn Ko­pie­ren ins Spiel kommt.

Animation
2.3 In Spal­te A wird die zu­künf­ti­ge Na­mens­liste num­me­riert.

Wenn man ei­ner Ta­bel­len­kal­ku­la­tion kur­ze Zah­len­fol­gen vor­gibt und die­se dann durch Ko­pie­ren ver­län­gert, ver­sucht die Ta­bel­len­kal­ku­la­tion, die Zah­len­fol­ge sinn­voll wei­ter­zu­füh­ren. Für die Num­me­rie­rung ge­nügt es, die Zahl 1 und 2 vor­zu­ge­ben.

  • Ge­ben Sie die Zah­len 1 und 2 in die Zel­len A4 und A5 ein.
  • Mar­kie­ren Sie die bei­den Zel­len, in­dem Sie mit ge­drück­ter lin­ker Maustaste dar­über fah­ren. Las­sen Sie die Maustaste an­schlie­ßend los.
  • Fah­ren Sie mit der Maus auf die rech­te un­tere Ecke des mar­kier­ten Be­rei­ches und drü­cken Sie die lin­ke Maustaste, so­bald sich der Maus­zei­ger in ein Kreuz ver­wan­delt hat.
  • Zie­hen Sie die Maus nach un­ten, oh­ne die Maustaste los­zu­las­sen. Die Zah­len­fol­ge wird ver­län­gert.
  • Wenn die Zah­len­fol­ge lang ge­nug ist, las­sen Sie die Maustaste los.

Das Ver­fah­ren er­zeugt Zah­len, als wenn man sie ein­tippt, aber ein­fa­cher und schnel­ler.

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2.4 Spal­ten­brei­te an­pas­sen

Die Spal­te mit der Num­me­rie­rung nimmt zu viel Platz weg.

Screenshot
2.4 Spal­ten­brei­te mit der Maus ver­än­dern.

Ma­chen Sie die Spal­te schma­ler.

  • Pa­cken Sie die Gren­ze zwi­schen den Spal­ten­köp­fen A und B mit der lin­ken Maustaste, und schie­ben Sie die Spal­te A zu­sam­men.

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2.5 Na­mens­liste ein­ge­ben

Zu ei­ner No­ten­liste ge­hö­ren na­tür­lich auch Na­men.

Screenshot
2.5 Na­mens­liste ein­ge­ben

Ge­ben Sie Na­men Ih­rer Schü­ler in den Spal­ten B und C ein. Vor- und Nach­na­men soll­ten Sie in ver­schie­de­ne Zel­len ein­ge­ben, weil sie so ein­fa­cher für an­de­re Listen ver­ar­bei­tet wer­den kön­nen.

  • Ab­tip­pen lässt sich nicht im­mer ver­mei­den.
  • Ge­druck­te Listen scan­ne ich ein, ma­che sie mit ei­nem OCR-Pro­gramm ma­schi­nen­les­bar und fah­re mit dem fol­gen­den Schritt fort.
  • Lie­gen die Na­men di­gi­ta­li­siert in ei­ner Da­tei vor, kann man sie meis­tens ko­pie­ren, auch aus PDF-Da­teien. Beim Ko­pie­ren kann man oft ein­zel­ne Spal­ten mit ge­drück­ter Alt-Taste mar­kie­ren.
  • Zum Ein­fü­gen aus der Zwi­sche­na­bla­ge wäh­len Sie im Me­nü der Ta­bel­len­kal­ku­la­tion Be­ar­bei­ten - In­hal­te Ein­fü­gen - Aus­wahl: Text und Zah­len .

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  • jetzt nicht, viel­leicht spä­ter

2.6 No­ten­liste alp­ha­be­tisch sor­tie­ren

Oft müs­sen No­ten spä­ter in an­de­re Listen über­tra­gen wer­den und da­zu soll­ten die Listen ein­heit­lich, al­so alp­ha­be­tisch sor­tiert sein. Ich emp­feh­le, je­de Liste Liste rou­ti­ne­mä­ßig vom Rech­ner sor­tie­ren zu las­sen; oder ha­ben Sie be­merkt, dass die Na­mens­liste in Bild 2.5 falsch sor­tiert ist?

Screenshot
2.6 Na­mens­liste zum Sor­tie­ren mar­kie­ren

Beim Sor­tie­ren der Na­mens­liste (Bild 2.5) müs­sen nicht nur die Na­men Hän­del und Hal­lasch ver­tauscht wer­den, son­dern na­tür­lich auch al­le da­zu­ge­hö­ri­gen Vor­na­men und No­ten in den Zei­len 6 und 7. Da­zu muss man vor dem Sor­tie­ren al­les (Na­men, Vor­na­men und No­ten) mar­kie­ren, was beim Sor­tie­ren mit­ma­chen soll. Am Ein­fachsten ist es, wenn Sie in No­ten­listen grund­sätz­lich gan­ze Zei­len mar­kie­ren.

  • Mar­kie­ren Sie die gan­zen Zei­len, in­dem Sie mit ge­drück­ter lin­ker Maustaste über die Zei­len­köp­fe 4 bis 9 fah­ren.
  • Sor­tie­ren Sie mit der Me­nü­leiste:
    Da­ten - Sor­tie­ren.. - Sor­tier­kri­te­rien -
    - Sor­tier­schlüs­sel 1: Spal­te B / Auf­stei­gend -
    - Sor­tier­schlüs­sel 2: Spal­te C / Auf­stei­gend -
    - OK
    Der zwei­te Sor­tier­schlüs­sel springt ein, wenn zwei Nach­na­men iden­tisch sind.
  • Die Num­me­rie­rung ge­rät beim Sor­tie­ren dur­chei­nan­der. Das könn­te man mit ei­ner an­de­ren Num­me­rie­rungs­met­ho­de ver­mei­den, aber das geht hier zu weit. Num­me­rie­ren Sie die Liste ein­fach neu.

Ach­tung: Fal­le! Im Du­den wird Hän­del zwi­schen Han­del und han­del­bar sor­tiert, und nicht bei Haen­del . Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen ma­chen das in­zwi­schen rich­tig, an­de­re nicht: Das Zeug­nis­ver­wal­tung­spro­gramm At­lan­tis sor­tiert 2016 noch nicht nach Norm, und wer da nicht auf­passt, hat schnell Zeug­nis­se mit fal­schen No­ten ge­druckt.

Si­cher­heit­sko­pie! Ob­wohl ich mich mit Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen viel Er­fah­rung ha­be, dru­cke ich im­mer ei­ne 'Si­cher­heit­sko­pie' aus, be­vor ich an ech­ten No­ten­listen her­um­baste­le. Viel­leicht tue ich es auch weil..

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  • jetzt nicht, viel­leicht spä­ter

2.7 Ta­bel­len­be­reich er­wei­tern

Ir­gend­wo wird ein ein­mal an­ge­leg­tes Ta­bel­len­blatt im­mer zu eng und muss er­wei­tert wer­den. Das ist bei Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen meist kein Pro­blem, denn Sie kön­nen nach­trä­glich Zei­len und Spal­ten ein­fü­gen.

Screenshot
2.7 Zei­len ein­fü­gen

Fü­gen Sie über der Zei­le 4 ei­ne wei­te­re Zei­le ein. Zei­le 4 wird da­durch zu Zei­le 5.

  • Mar­kie­ren Sie Zei­le 4, in­dem Sie den 4. Zei­len­kopf mit der LINKEN Maustaste an­kli­cken.
  • Kli­cken Sie jetzt noch ein­mal auf den 4. Zei­len­kopf mit der RECHTEN Maustaste .
  • Wäh­len Sie im Kon­text­me­nü: Zei­len ober­halb ein­fü­gen

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  • jetzt nicht, viel­leicht spä­ter

2.8 Letz­te Vor­be­rei­tun­gen für die No­ten­liste: For­ma­tie­rung

Far­ben sind Ge­schmacks­sa­che, aber sie kön­nen Listen über­sicht­li­cher ma­chen.

Screenshot
2.8 So ähn­lich kann Ih­re No­ten­liste aus­se­hen.

Mit den bis­he­ri­gen Kennt­nis­sen kön­nen Sie die No­ten­liste so weit vor­be­rei­ten, dass es end­lich mit dem No­ten Rech­nen los­ge­hen kann. Gestal­ten Sie die No­ten­liste nach Ih­rem Ge­schmack und ge­ben Sie "Übungs­no­ten" ein.

  • Die Brei­te des No­ten­be­rei­ches ist nicht wich­tig, denn sie kann spä­ter er­wei­tert wer­den.
  • Wich­tig ist, dass Sie den Be­reich kenn­zeich­nen, in dem die Ein­zel­no­ten ein­ge­ge­ben wer­den sol­len. Sonst kann es spä­ter pas­sie­ren, dass Sie Ein­zel­no­ten in Zel­len schrei­ben, die nicht von For­meln er­fasst und "ver­ges­sen" wer­den. Im Bild ist der Be­reich G6: L12 grün ein­ge­rahmt.
  • Sen­krech­te Schrift in Zei­le 2: Kon­text­me­nü - Zel­le for­ma­tie­ren - Aus­rich­tung - Tex­to­rien­tie­rung Win­kel: 90°
  • Ein­heit­li­che Kom­mastel­le im Be­reich G6: L12: Be­reich mar­kie­ren: Kon­text­me­nü - Zel­le for­ma­tie­ren - Zah­len - Nach­kom­mastel­len: 1
    Wie al­le For­ma­tie­run­gen geht es nur um die An­zei­ge der Kom­mastel­len, in­tern wer­den die Da­ten mit dem kor­rek­ten Wert ge­spei­chert und ver­ar­bei­tet.
  • Spal­ten D und E aus­blen­den: Rech­ter Maus­klick auf den Spal­ten­kopf - Spal­ten aus­blen­den.
    Um die Spal­ten D und E wie­der ein­zu­blen­den, kön­nen Sie die be­nach­bar­ten Spal­ten C bis F mar­kie­ren und da­nach das Kon­text­me­nu mit ei­nem rech­ten Maus­klick auf­ru­fen.

Wei­te­re In­fos sie­he

3 Mit­tel­wer­te von Klas­sen­ar­bei­ten - Grund­la­gen zu For­meln

Bis­her hat un­se­re Ta­bel­len­kal­ku­la­tion eher mehr Ar­beit ge­macht als der klei­ne ro­te Schü­ler­schreck (Leh­rer­ka­len­der). Das wird sich jetzt än­dern, weil wir ab so­fort For­meln ein­ge­ben und den Rech­ner ar­bei­ten las­sen!

3.1 For­meln ein­tip­pen

Der Mit­tel­wert ei­ner Klas­sen­ar­beit ist ei­ne be­lieb­te Kenn­grö­ße. Ex­cel & Co be­rech­net den Mit­tel­wert mit der Funk­tion =Mit­tel­wert() (die man auch For­mel nen­nen kann). Das Bei­spiel Mit­tel­wert soll zei­gen, wie man For­meln ein­gibt und ko­piert.

Wie je­de Funk­tion be­ginnt =Mit­tel­wert() mit ei­nem Gleich­heits­zei­chen . Zwi­schen die Klam­mern schreibt man die Zah­len, aus de­nen der Mit­tel­wert er­mit­telt wer­den soll, oder bes­ser die Adres­sen der Zel­len, in de­nen die No­ten ste­hen - sonst müsste man die No­ten ja ab­tip­pen: -(.

Animation
3.1 For­mel =Mit­tel­wert(G6: G12) ein­tip­pen

G3: =Mit­tel­wert(G6: G12)
soll hei­ßen: Tip­pen Sie die For­mel =Mit­tel­wert(G6: G12) in die Zel­le G3 ein.

  • Kli­cken Sie in die Zel­le, in der die For­mel ste­hen soll, hier G3.
  • =Mit­tel­wert(
    müs­sen Sie ein­tip­pen. Groß- oder Klein­buchsta­ben spie­len beim Tip­pen von Funk­tio­nen kei­ne Rol­le. Die lin­ke Klam­mer öff­net den Wer­te­be­reich.
  • G6: G12
    Sie kön­nen den Adress­be­reich ein­tip­pen oder wie in Bild 3.1 mit ge­drück­ter lin­ker Maustaste über die Zel­len G6 bis G12 fah­ren.
  • )↵
    Die rech­te Klam­mer, die den Wer­te­be­reich schließt, müs­sen Sie wie­der ein­tip­pen und mit En­ter ab­schlie­ßen.So­fort er­scheint in der Zel­le das Er­geb­nis der Be­rech­nung, hier 3,25.

Wenn ei­ne For­mel ein­mal ein­ge­ge­ben ist, brau­chen Sie sich um die Be­rech­nung nie mehr zu küm­mern. Je­de Än­de­rung ei­ner No­te in ei­ner der Zel­len G6: G12 wird so­fort im Mit­tel­wert über­nom­men. Re­chen­feh­ler sind nicht mehr mög­lich, und Tipp­feh­ler kön­nen Sie in der No­ten­liste kon­trol­lie­ren. Lee­re Zel­len wie in Zei­le 7 stö­ren den Mit­tel­wert nicht. Wenn Sie mehr Zei­len brau­chen, kön­nen Sie wei­te­re Zei­len ein­fü­gen; der Adress­be­reich in der Mit­tel­wert­for­mel passt sich an.

Nach­trag =Me­dian(): Die Aus­sa­ge­kraft des Mit­tel­wer­tes hat Gren­zen, des­halb be­trach­te ich in­zwi­schen zu­sätz­lich den Me­dian von Klas­sen­ar­bei­ten & Co.
Bei­spiel: Mei­ne letz­te Klas­sen­ar­beit in ei­ner Abi-Klas­se hat­te den Mit­tel­wert 6,8 Punk­te; das ist nach mei­nen Maß­stä­ben kein gu­ter Schnitt, aber lei­der nor­mal ge­wor­den. Der Me­dian die­ser Klas­sen­ar­beit hin­ge­gen be­trug 4 (! ) Punk­te. Me­dian 4 heißt, dass die Hälf­te der Klas­se 4 Punk­te oder we­ni­ger hat­te, al­so min­destens die Hälf­te lag un­ter der Schall­mauer von 5 Punk­ten - ein De­saster! Die an­de­ren Hälf­te der Klas­se hat da­ge­gen sehr ho­he Punkt­zah­len er­zielt und den Mit­tel­wert auf 6,8 ge­lif­tet.
Die No­ten­ver­tei­lung in der Klas­se war al­so ei­ne ty­pi­sche Ba­den­wan­nen­kur­ve: Sehr viele No­ten la­gen links im nie­de­ren und sehr viele rechts im ho­hen Punk­te­be­reich und das Mit­tel­feld daz­wi­schen war kaum vor­han­den. Die­se Er­kennt­nis of­fen­bart ganz an­de­re Pro­ble­me als der blo­ße Mit­tel­wert 6,8!

Die Kom­bi­na­tion von Mit­tel­wert und Me­dian kann die Si­tua­tion in ei­ner Klas­se viel bes­ser darstel­len als der Mit­tel­wert al­lei­ne und ist des­halb drin­gend zu emp­feh­len!
Auf­trag: Fü­gen Sie zwi­schen die Zei­len 3 und 4 ei­ne neue Zei­le ein und er­gän­zen Sie dort die Funk­tion =Me­dian() .

3.2 For­meln mit dem Funk­tion­sas­sisten­ten ein­ge­ben

For­meln ein­tip­pen geht schnell, wenn man sie im Kopf hat. An­fän­gern mag der Funk­tion­sas­sistent hel­fen.
Die Vor­ge­hens­wei­se mit dem Funk­tion­sas­sisten­ten ist lei­der sehr auf­wän­dig zu be­schrei­ben, des­halb ma­che ich es hier ein­mal und dann nie wie­der. Wer es ei­lig hat, kann die­ses Ka­pi­tel über­sprin­gen . Es geht pro­blem­los oh­ne..

Animation
3.2 For­mel =Mit­tel­wert(G6: G12) mit den Funk­tion­sas­sisten­ten

Ge­ben Sie die For­meln mit dem Funk­tion­sas­sisten­ten ein

  • Stel­len Sie si­cher, dass die Re­chen­leiste sicht­bar ist: An­sicht - Re­chen­leiste
  • Kli­cken Sie in die Zel­le G3, da­mit sie die Funk­tion auf­nimmt.
  • Ru­fen Sie den Funk­tions-As­sisten­ten auf mit Ein­fü­gen - Funk­tion oder mit dem Sym­bol f(x) in der Re­chen­leiste (sie­he Ani­ma­tion).
  • Wäh­len Sie die Funk­tion Mit­tel­wert. Beach­ten Sie die Be­schrei­bung "Be­rech­net den Wert ei­ner Stich­pro­be".
  • Wäh­len Sie Wei­ter>> .
  • Der Cur­sor blinkt im Feld ne­ben Zahl 1 . Wenn er dies nicht tut, müs­sen Sie das Feld an­kli­cken, da­mit die Ta­bel­len­kal­ku­la­tion weiß, wel­che Ein­ga­be Sie als nächstes ma­chen wol­len.
  • Fah­ren Sie mit ge­drück­ter lin­ker Maustaste über die Zel­len G6 bis G13. Der Adress­be­reich G6: G13 wird in die Funk­tion über­nom­men, aus den Zah­len in die­sen Zel­len wird der Mit­tel­wert be­rech­net. Die lee­ren Zei­len 12 und 13 sind für Nach­zü­gler ge­dacht.
  • Wäh­len Sie OK .

3.3 For­mel in der Re­chen­leiste be­ar­bei­ten

Sehr hil­freich ist, dass man For­meln in der Re­chen­leiste nach­trä­glich kor­ri­gie­ren kann. Wer schon froh ist, dass er bis hier­her ge­kom­men ist, kann die­ses Ka­pi­tel über­sprin­gen ;-)

Screenshot
3.3 For­mel =Mit­tel­wert(G6: G12) in der Re­chen­leiste

Be­ar­bei­ten Sie die For­mel in der Re­chen­leiste

  • Kli­cken Sie in die Zel­le G3.
  • Kli­cken Sie in die Re­chen­leiste -
  • Je­de Funk­tion be­ginnt mit ei­nem Gleich­heits­zei­chen = .
  • Mit­tel­wert be­schreibt die Art der Funk­tion. Wel­che Funk­tio­nen ver­füg­bar sind, zeigt Ih­nen der Funk­tion­sas­sistent.
  • In­ner­halb der Klam­mern ( ) ste­hen die Ein­ga­be­wer­te für die Funk­tion ent­we­der als Zahl oder als Text oder als Funk­tion oder als Zel­la­dres­se. Wenn meh­re­re Ein­ga­ben er­for­der­lich sind, ha­ben sie ei­ne fest­ge­leg­te Rei­hen­fol­ge und sind durch Strich­punk­te ge­trennt.
  • Der Dop­pel­punkt: in G6: G12 de­fi­niert, dass al­le Zel­len von G6 bis G12 ge­meint sind.
  • Aus dem Adress­be­reich G6: G12 wer­den die Ein­ga­be­wer­te für den Funk­tion ge­nom­men. Der Adress­be­reich ist auf dem Ta­bel­len­blatt far­blich her­vor­ge­ho­ben.

3.4 For­meln ko­pie­ren

Auch für die an­de­ren Klas­sen­ar­bei­ten wer­den Mit­tel­wer­te be­nö­tigt. Da­zu kann man die Funk­tion =Mit­tel­wert() in die be­nach­bar­ten Spal­ten ko­pie­ren.

Animation
For­mel ko­pie­ren

Der schnellste Weg zum Ko­pie­ren von Funk­tio­nen ist nor­ma­ler­wei­se nicht Co­py & Paste, son­dern das Zie­hen mit der Maus. Bei 'nor­ma­len' (=re­la­ti­ven) Adres­sen passt sich der Adress­be­reich an die neue Po­si­tion der For­mel an!

Zie­hen Sie die Funk­tion =Mit­tel­wert() aus der Zel­le G3 nach rechts in die be­nach­bar­ten Zel­len.

  • Kli­cken Sie in die Zel­le G3 .
  • 'Pa­cken' Sie die rech­te un­tere Ecke der Zel­le G3 mit der lin­ken Maustaste, so­bald sich der Maus­zei­ger in ein Kreuz ver­wan­delt.
  • Zie­hen Sie For­mel mit ge­drück­ter lin­ker Maustaste nach rechts .
  • So­bald Sie die Maustaste los­las­sen, fül­len sich die über­quer­ten Zel­len mit =Mit­tel­wert().
  • Ver­glei­chen Sie die For­meln in den Zel­len
    G3: =Mit­tel­wert(G6: G12) und
    K3: =Mit­tel­wert(K6: K12).
    Die so­ge­nann­ten re­la­ti­ven Adres­sen pas­sen sich an die neue Po­si­tion K3 an und zei­gen wie in G3 auf die dar­un­ter lie­gen­den Zah­len.
  • In Zel­le L3 wer­den Dop­pel­kreu­ze ### an­ge­zeigt, weil die Feh­ler­mel­dung WERT! (=kei­ne Da­ten vor­han­den) nicht in die schma­le Zel­le passt. Das kann man ig­no­rie­ren, denn so­bald man No­ten in die Spal­te L ein­gibt, wird ihr Mit­tel­wert in L3 an­ge­zeigt (so­fern die Spal­te breit ge­nug ist).
  • Man kann =Mit­tel­wert() auch in die Zel­le F3 ko­pie­ren, um den Mit­tel­wert der No­ten in Spal­te F an­zu­zei­gen. Ver­wen­den Sie da­zu Be­ar­bei­ten - Ko­pie­ren und Be­ar­bei­ten - In­hal­te ein­fü­gen (mit For­meln), weil sonst der grü­ne Hin­ter­grund in F3 ver­lo­ren geht. Oder for­ma­tie­ren Sie F3 nach­trä­glich neu.

Wer et­was da­mit an­fan­gen kann, kann zu­sätz­li­che Zei­len ein­fü­gen und sich ne­ben Mit­tel­wer­ten auch Me­dian, Stan­dard­ab­wei­chun­gen oä. an­zei­gen las­sen. Die Aus­wahl sta­tis­ti­scher Funk­tio­nen ist ziem­lich groß und der Mit­tel­wert nicht das Non-plus-ul­tra ;-)

Wei­te­re In­fos sie­he

4 No­ten­schnit­te für Schü­ler

Bei der Be­rech­nung ei­ner Schü­ler­no­te bringt uns der ein­fa­che Mit­tel­wert nicht wei­ter, denn die No­ten von klei­nen Tests, gro­ßen Klas­sen­ar­bei­ten, Haus­ar­bei­ten usw. sind un­ter­schied­lich ge­wich­tet.

4.1 Ge­wich­tungs­fak­to­ren

Für No­ten ver­schie­de­ner Her­kunft ver­wen­de ich die Ge­wich­tungs­fak­to­ren in Zei­le 4. Ei­ne Klas­sen­ar­beit (KA) be­kommt den Fak­tor 1, ein ein­fa­cher Test (ZA) 0,25 usw.

Screenshot
4.1 Ge­wich­tungs­fak­to­ren in Zei­le 4 und ih­re Sum­me in Zel­le F4

Ge­ben Sie Ih­re Ge­wich­tungs­fak­to­ren und die For­mel für ih­re Sum­me ein:

  • Ge­wich­tungs­fak­to­ren ein­tip­pen
  • F4: =SUMME(G4: Q4)
    Soll hei­ßen: Ge­ben Sie in Zel­le F4 die For­mel =SUMME(G4: Q4) ein.
  • Erstel­len Sie sol­che For­meln IMMER für den gan­zen Da­ten­be­reich, den Sie vor­be­rei­tet ha­ben, in die­sem Fall G4: Q4. Wie im­mer Sie es nen­nen, Sorg­falt, Pro­fes­sio­na­li­tät, sys­te­ma­ti­sches Vor­ge­hen o.ä., auf al­le Fäl­le spa­ren Sie so Feh­ler und Zeit für Feh­ler­su­che.
  • Die Ge­wich­tungs­fak­to­ren kön­nen übri­gens je­der­zeit geän­dert wer­den.
  • Die Sum­me al­ler Ge­wich­tungs­fak­to­ren in F4 hilft, den Über­blick zu be­hal­ten, muss aber nicht sein. Manch­mal ver­wen­de ich den Platz für an­de­res, z.B. → 4.5 Münd­li­che und schrift­li­che No­ten ge­wich­ten

4.2 Durch­schnitt aus ge­wich­te­ten No­ten

Formel
4.2a For­mel für den No­ten­schnitt mit Ge­wich­tungs­fak­to­ren GF

Die For­mel für den Durch­schnitt aus No­ten mit Ge­wich­tungs­fak­to­ren GF fin­den Sie im Bild 4.2a. Man kann sie aus zwei Funk­tio­nen zu­sam­men­set­zen.
Für den Teil über dem Bruchstrich gibt es die Funk­tion
=SUMMENPRODUKT(No­ten; GF)
Für den Teil un­ter dem Bruchstrich heißt die Funk­tion
=SUMME(GF).
Den Bruch schreibt man in Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen mit dem Schrägstrich /.

Screenshot
4.2 No­ten­schnitt mit Ge­wich­tungs­fak­to­ren GF in der Schreib­wei­se von Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen

F6: =SUMMENPRODUKT(G6: Q6;G$4: Q$4)/SUMME(G$4: Q$4)
Tip­pen Sie die For­mel =.. in die Zel­le F6.

  • Je­de Funk­tion be­ginnt mit ei­nem Gleich­heits­zei­chen = .
  • SUMMENPRODUKT(G6: Q6;G$4: Q$4)
    Rech­net G6xG4 + H6xH4 + .. + Q6xQ4.
    Der Strich­punkt ; trennt No­ten und GF vo­nei­nan­der ab.
    Die Dol­lar­zei­chen $ adres­sie­ren die Ge­wich­tungs­fak­to­ren ab­so­lut (→ Kap. 4.3 )
  • Der Schrägstrich / ist der Bruchstrich.
    Das Zei­chen ÷ auf dem Zeh­ner­block der Tasta­tur funk­tio­niert auch.
  • SUMME(G$4: Q$4)
    Sum­miert die Ge­wich­tungs­fak­to­ren. Dol­lar­zei­chen $ nicht ver­ges­sen! .

Ko­pie­ren Sie die For­mel aus F6 für al­le Schü­ler nach un­ten.

  • Zel­le F6 an­kli­cken
  • F6 am Eck rechts un­ten pa­cken
  • Nach un­ten zie­hen
  • Ach­tung! Die For­mel hat noch Män­gel (→ Kap. 4.4 )!

4.3 Re­la­ti­ve und ab­so­lu­te Adres­sen

Nach­dem die For­mel aus Kap. 4.2 ko­piert ist, kön­nen wir uns dem Un­ter­schied zwi­schen re­la­ti­ven und ab­so­lu­ten Zel­la­dres­sen wid­men. Wer mit Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen sonst nichts zu tun ha­ben will, kann die­ses Ka­pi­tel über­sprin­gen .

Screenshot
4.3 Funk­tion mit re­la­ti­ven und ab­so­lu­ten Adres­sen nach dem Ko­pie­ren

Ver­glei­chen Sie die Funk­tion in der Zel­le F6 ( Bild 4.2b ) und die ko­pier­te Funk­tion in der Zel­le F11 ( Bild 4.3 ). Bei­de sind hier oh­ne den Teil nach dem Bruchstrich dar­ge­stellt:
F6:   =SUMMENPRODUKT(  G6:   Q6;G$4: Q$4)
F11: =SUMMENPRODUKT(G11: Q11;G$4: Q$4)

  • Der Zell­be­reich G6: Q6 wur­de beim Ko­pie­ren ver­än­dert zu G11: Q11.
    Das ist sinn­voll, weil sich die No­ten von Jen­ni und Eu­gen in ver­schie­de­nen Zei­len be­fin­den
    Man nennt G6 und Q6 re­la­ti­ve Adres­sen, weil sie von der Po­si­tion der Funk­tion ab­hän­gen. G6: Q6 in Zel­le F6 be­deu­tet al­so, dass sich die Funk­tion ih­re Wer­te aus sound­so­viel Zel­len rechts da­ne­ben holt, und die­se In­for­ma­tion sound­so­viel rechts da­ne­ben.. wird beim Ko­pie­ren wei­ter­ge­ge­ben.
  • Im Zell­be­reich G$4: Q$4 wur­den beim Ko­pie­ren die Zei­len­num­mern nicht ver­än­dert.
    Das ist sinn­voll, weil sich die Ge­wich­tungs­fak­to­ren im­mer in der­sel­ben Zei­le 4 be­fin­den.
    Man nennt G$4 und Q$4 ab­so­lu­te (Zei­len-)A­dres­sen, weil die Zei­len fi­xiert sind. Ab­so­lu­te Adres­sen wer­den mit Dol­lar­zei­chen $ ge­kenn­zeich­net. Es sind al­le Kom­bi­na­tio­nen mög­lich, z.B. $G$4 oder $G$4: Q4.
  • Die Spal­ten­buchsta­ben G: Q ha­ben sich nicht geän­dert, weil wir die Spal­ten beim Zie­hen nicht ver­las­sen ha­ben.

Wei­te­re In­fos sie­he

4.4 No­ten­schnit­te aus ge­wich­te­ten No­ten mit Lü­cken und Zu­satz­no­ten

Der No­ten­schnitt des Schü­lers Fe­renc in Bild 4.3 ist of­fen­sicht­lich falsch, weil bei ihm ei­ne No­te fehlt und die ak­tuel­le For­mel trotz­dem durch die Sum­me ALLER Ge­wich­tungs­fak­to­ren teilt. Die­se For­mel ist al­so nur geeig­net, wenn kei­ne No­ten feh­len. Das ist für Zeug­nis­no­ten nicht rea­listisch, und so kann man auch kei­ne zu­sätz­li­che No­ten für ein­zel­ne Schü­ler ein­kal­ku­lie­ren, z.B. für Re­fe­ra­te usw.

Die Lö­sung für das Pro­blem ist ei­ne Funk­tion, die Ge­wich­tungs­fak­to­ren GF nur dann sum­miert, wenn es für sie bei die­sem Schü­ler ei­ne No­te gibt. Sie lau­tet =SUMMEWENN(No­ten;­Kri­te­rium;GF)

.
Screenshot
4.4 Fer­ti­ge For­mel zur Be­rech­nung von No­ten­schnit­ten

Am schnellsten geht es, wenn Sie den Cur­sor be­herzt mit­ten hin­ein in die vor­han­de­ne For­mel in Zel­le F6 set­zen [Sum­me^(..)], un­ver­zagt lostip­pen [Sum­me­wen^(..) und das mit (un­ge­fähr) 17 Tasten­drü­cken ;-). Da­nach muss die neue For­mel noch­mals nach un­ten ko­pie­ret wer­den:
F6: =SUMMENPRODUKT(G6: Q6;G$4: Q$4)/SUMME WENN(G6: Q6;">=0"; G$4: Q$4)

  • =SUMMENPRODUKT(G6: Q6;G$4: Q$4)/ bleibt un­ver­än­dert
  • SUMMEWENN(G6: Q6;">=0";G$4: Q$4)
    zählt ei­nen Ge­wich­tungs­fak­tor aus G$4: Q$4 nur dann zur Sum­me, wenn im je­weils kor­re­spon­die­ren­den No­ten­feld G6: Q6 ei­ne Zahl grö­ßer oder gleich Null ein­ge­tra­gen ist. Das Prüf­kri­te­rium ">=0" steht zwi­schen An­füh­rungs­zei­chen. Die drei Ar­gu­men­te ha­ben ei­ne fest­ge­leg­te Rei­hen­fol­ge und wer­den durch Strich­punk­te ge­trennt.
  • Ko­pie­ren nicht ver­ges­sen

Die­se For­mel zur Be­rech­nung von No­ten­schnit­ten von Schü­lern ist für mei­ne Zwe­cke aus­rei­chend. Je­de Spal­te kann ei­ne be­lie­bi­ge Ge­wich­tung er­hal­ten, aber die Spal­ten müs­sen nicht für je­den Schü­ler No­ten ent­hal­ten. Zu­sätz­lich kann man für Son­der­leistun­gen ein­zel­ner Schü­ler neue Spal­ten auf­ma­chen und ge­wich­ten.

Wenn man aber ei­ne münd­li­che No­ten oder ei­ne La­bor­no­te in ei­nem fest­ge­leg­ten Ver­hält­nis ver­rech­nen will, muss man auch noch Kap. 4.6 dur­cha­ckern.

4.5 No­ten­listen ver­grö­ßern, ver­klei­nern und klo­nen

- ge­plant -

Ver­fah­ren Sie im Prin­zip wie in Kap. 2.7 . Wo nach dem Ein­fü­gen von Zei­len und Spal­ten For­meln feh­len, kön­nen Sie aus Nach­bar­zel­len ko­piert wer­den. Die Funk­tio­nen, die auf die neuen Zei­len und Spal­ten zu­grei­fen sol­len, pas­sen sich in der Re­gel selbst­stän­dig an.

4.6 No­ten­schnit­te mit de­fi­nier­tem Ver­hält­nis zwi­schen münd­li­cher und schrift­li­cher Leistung

In Ba­den-Würt­tem­berg müs­sen Schü­ler zu Schul­jah­res­be­ginn in­for­miert wer­den, in wel­chem Ver­hält­nis münd­li­che und schrift­li­che Leistun­gen ge­wich­tet wer­den. Das Ver­hält­nis ist ziem­lich frei wähl­bar, aber nach der Be­kannt­ga­be fest­ge­legt. Mit dem bis­he­ri­gen Mo­dell funk­tio­niert das ex­ak­te Ver­hält­nis nicht, wenn ein­zel­ne Schü­ler mehr oder we­ni­ger No­ten ha­ben als an­de­re.

Ei­ne Lö­sung ist, münd­li­che und schrift­li­che No­ten in se­pa­ra­ten Be­rei­chen zu er­fas­sen.
Die Durch­schnit­te in­ner­halb der Be­rei­che wer­den wie oben mit be­lie­bi­gen Ge­wich­tungs­fak­to­ren be­rech­net. Der Ge­samt­schnitt wird dann im fest­ge­leg­ten Ver­hält­nis aus den Ein­zel­schnit­ten be­rech­net.

Screenshot
4.6 Ge­trenn­te Be­rei­che für münd­li­che und schrift­li­che No­ten er­mög­li­chen ei­ne ex­ak­te Ge­wich­tung der Ge­samt­no­te

Im Bild 4.6 se­hen Sie die prin­zi­piel­le An­ord­nung.

  • Münd­li­che Ein­zel­no­ten ste­hen in den Spal­ten H bis J. Die münd­li­che Ge­samt­no­ten in der hell­blauen Spal­te G wer­den aus den Ein­zel­no­ten mit den Ge­wich­tungs­fak­to­ren in H4 bis J4 be­rech­net. Die For­mel ist in Kap. 4.4 er­klärt, in Zel­le F6 lau­tet sie:
    F6: =SUMMENPRODUKT(H6: J6;H$4: J$4)/SUMMEWENN(H6: J6;">=0";H$4: J$4)
  • Der Be­reich für schrift­li­che No­ten ist ana­log an­ge­legt:
    K6: =SUMMENPRODUKT(L6: N6;L$4: N$4)/SUMMEWENN(L6: N6;">=0";L$4: N$4)
  • Da die Adress­be­rei­che der Ge­wich­tungs­fak­to­ren in F6 mit H$4: J$4 de­fi­niert sind, kann man die For­mel ein­fach von F6 nach K6 ko­pie­ren. Wenn der Adress­be­reich $H$4: $J$4 hie­ße, müsste man die ab­so­lu­ten Spal­ten­buchsta­ben $H und $J von Hand an­pas­sen.
  • Die Ge­samt­durch­schnit­te in der grü­nen Spal­te F sind aus den münd­li­chen und schrift­li­chen Ge­samt­no­ten G und K mit den Ge­wich­tungs­fak­to­ren G4 und K4 be­rech­net:
    F6: =(G6*G$4+K6*K$4)/(G$4+K$4)
  • Die For­mel aus Kap. 4.4 funk­tio­niert für die Ge­samt­durch­schnit­te nicht, weil =SUMMENPRODUKT() nur mit zu­sam­men­hän­gen­den Zell­be­rei­chen klappt. Ich ha­be des­halb auf die Grund­for­mel aus Kap. 4.2 zu­rück­ge­grif­fen.
  • Zeug­nis­no­ten darf kein Pro­gramm be­rech­nen, denn nach der No­ten­bil­dungs­ver­ord­nung des Lan­des Ba­den-Würt­tem­berg (Stand 2016, in an­de­ren Län­dern ver­mut­lich ähn­lich) ist No­ten­bil­dung "ei­ne pä­da­go­gisch-fach­li­che Ge­samt­wer­tung" und nicht das Er­geb­nis ei­ner rein arith­me­ti­schen Rech­nung. Sie müs­sen al­so selbst ent­schei­den..
  • Das Prin­zip der ge­trenn­ten Be­rei­che mit fester Ge­wich­tung ver­wen­de ich auch für La­bor- und Werkstatt­no­ten.

5 No­ten für Tests

Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen kön­nen nicht nur No­ten­schnit­te für Zeug­nis­se aus­rech­nen, son­dern auch Klas­sen­ar­beits­no­ten aus Teil­no­ten oder Punk­ten. Bei nicht­li­nea­ren Schlüs­seln wie de­nen beim Abi oder von der Hand­werk­skam­mer ma­chen sie we­ni­ger Feh­ler als Sie und ich. Al­so er­wei­tern Sie Ih­re Liste.

5.1 Be­reich für Tests an­le­gen

 

5.2 No­ten aus ge­wich­te­ten Teil­no­ten

 

5.3 No­ten li­near aus Punk­ten

 

5.4 Nicht­li­nea­re Punk­te­schlüs­sel

 

5.5 Ein­zel­no­te in No­ten­liste über­tra­gen

Die End­no­te ei­ner Klas­sen­ar­beit kann man leicht per Zell­be­zug in die No­ten­liste über­neh­men, aber ich möch­te ja nicht für je­de Klas­sen­ar­beit ei­nen Be­reich an­le­gen. Des­halb muss je­den Klas­sen­ar­beits­no­te ir­gend­wann un­ver­än­der­bar in die No­ten­liste über­tra­gen wer­den.

5.6 Run­den oder Kür­zen ei­ner Ein­zel­no­te

Wenn Sie mit =KÜRZEN() aus dem vor­igen Ka­pi­tel ein­ver­stan­den sind, kön­nen Sie die­ses Ka­pi­tel über­sprin­gen .

Wenn sich aus den Teil­no­ten ei­ne No­te wie 2,445 er­gibt, ist die­se schein­ba­re Ge­nau­ig­keit na­tür­lich blan­ker Un­sinn, und au­ßer­dem möch­te ich nicht al­le Kom­mastel­len auf das Schü­ler­blatt über­tra­gen. Des­halb re­du­zie­re ich KA-No­ten im­mer auf Zehn­tel­no­ten.

Das Pro­blem da­bei ist, dass die Ta­bel­len­kal­ku­la­tion mit der­sel­ben No­te rech­net wie der Schü­ler! Es fol­gen die drei Mög­lich­kei­ten, Kom­mastel­len zu re­du­zie­ren:

Run­den per For­ma­tie­rung (un­ge­nau)

Beim For­ma­tie­ren wird die Zahl nur ge­run­det an­ge­zeigt, aber die Ta­bel­len­kal­ku­la­tion rech­net mit al­len Kom­mastel­len wei­ter. Der Schü­ler er­hält nur die ge­run­de­ten No­ten und er­rech­net un­ter Um­stän­den ei­nen an­de­ren Schnitt. Auch wenn der Un­ter­schied nicht groß ist, darf er schon aus ju­risti­schen Grün­den nicht sein.

Run­den per Funk­tion (un­ge­nau)

Mit der Funk­tion =RUNDEN(No­te; 1) wird je­de No­te auf Zehn­tel ge­run­det, so­dass auch mit der ge­run­de­ten No­te ge­rech­net wird. Da­mit kann der Schü­ler zwar sei­ne End­no­te nach­voll­zie­hen, aber da No­ten spä­testens beim Zeug­nis noch ein­mal ge­run­det wer­den, ge­rät man ins Mehr­fach­run­den. Da­zu ein Bei­spiel:

Schü­ler A er­reicht in ei­ner Klas­sen­ar­beit bei Leh­rer B ei­nen Durch­schnitt von 1,15. B ver­gibt ger­ne Vier­tel­no­ten und be­wer­tet die Klas­sen­ar­beit kor­rekt ge­run­det mit 1 mi­nus. We­gen Un­ter­richts­aus­falls gibt es kei­ne wei­te­ren No­ten und da in der Halb­jah­re­sin­for­ma­tion nur hal­be No­ten ste­hen dür­fen, run­det B kor­rekt von 1 mi­nus auf 1,5. Im zwei­ten Halb­jahr fällt B er­satz­los aus und die No­ten­kon­fe­renz über­nimmt die Halb­jah­res­no­te ins Jah­res­zeug­nis; da dort nur gan­ze No­ten ste­hen dür­fen, run­det sie kor­rekt auf 2.
Drei­mal kor­rekt ge­run­det von 1,15 auf 2!

Kür­zen per Funk­tion (ge­nau und schü­ler­freund­lich)

Mit der Funk­tion =KÜRZEN(No­te; 1) wird je­de No­te auf Zehn­tel ab­ge­schnit­ten. Da­mit sind die oben ge­nann­ten Pro­ble­me um­gan­gen. Der Un­ter­schied zur ge­run­de­ten No­te be­trägt durch­schnitt­lich ein hal­bes Zehn­tel, ist al­so ver­nach­läs­sig­bar, freut die Schü­ler aber trotz­dem.

6 Durch­schnit­te von Klas­sen­ar­bei­ten ma­ni­pu­lie­ren

Es gibt viele Grün­de, den Schnitt ei­ner Klas­sen­ar­beit an­zu­he­ben, dar­un­ter auch gu­te, z.B. wenn man nach­trä­glich fest­stellt, dass die Ar­beit zu schwer oder um­fan­greich war.
Um­ge­kehrt geht es auch, aber das ist nicht mein Stil. Wenn mir ei­ne Klas­sen­ar­beit zu leicht ge­ra­ten ist, hat­ten die Schü­ler eben Glück.

Im Fol­gen­den stel­le ich die Mög­lich­kei­ten zum Ma­ni­pu­lie­ren des Mit­tel­wer­tes bzw. des Me­dians vor.

6.1 Leich­te Auf­ga­ben stel­len

Da das The­ma nichts mit Ta­bel­len­kal­ku­la­tion zu tun hat, kön­nen Sie die­ses Ka­pi­tel über­sprin­gen .

Merk­mal: Leich­te Tests hel­fen leistungs­schwa­chen Schü­lern mehr als den leistungs­star­ken. Ob das ein Vor- oder ein Nach­teil ist, hängt von den Um­stän­den ab.

Im Ein­zel­fall kön­nen leistungs­schwa­che Schü­ler mo­ti­viert wer­den.
Gu­te No­ten wer­den aber auch als Be­ru­hi­gungs­mit­tel ver­ge­ben. Das mag bei Schü­lern und El­tern wir­ken, aber die Aus­sa­ge ei­nes Per­so­nal­chefs oder Pro­fes­sors "Die ha­ben ja nur Ein­sen und Zweien" ist de­fi­ni­tiv nicht als Kom­pli­ment für die Schu­le ge­meint! Die Fol­ge ist, dass sich leistungs­star­ke Be­wer­ber nicht ab­he­ben, Be­trie­be und Un­is mit­tels Ein­gangstests dif­fe­ren­zie­ren und leistungs­schwa­chen Schü­lern auf Dauer auch nicht ge­hol­fen ist. Da­zu emp­feh­le ich den Auf­satz über die No­bel­prei­se für Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten 2001 .

Mei­ne per­sön­li­che Theo­rie ist, dass das brei­te Mit­tel­feld mei­ner Schü­ler an No­ten orien­tiert ist in der Art, dass sich ein 5-Punk­te-Typ nach ei­ner leich­te­ren Klas­sen­ar­beit ein­ma­lig über 8 Punk­te freut, dann aber den Ar­beit­sauf­wand re­du­ziert, bis er wie­der bei "sei­nen" 5 Punk­ten lan­det. So lernt das Mit­tel­feld we­ni­ger, bremst den Un­ter­richt und zieht die gan­ze Klas­se run­ter.
Die letz­ten (! ) Ehr­gei­zi­gen ler­nen we­ni­ger, weil der Un­ter­richt nicht vor­an kommt. Die Schluss­lich­ter blei­ben Schluss­lich­ter, nur auf nie­dri­ge­rem Ni­veau. Und selbst für das no­te­no­rien­tier­te Mit­tel­feld ist der kurz­fristi­ge (! ) Vor­teil kaum mess­bar, wenn man weiß, dass ih­re Vor­be­rei­tungs­zeit für ei­ne Klas­sen­ar­beit meist un­ter ei­ner Stun­de liegt - was will man da noch spa­ren?

6.2 Punk­te oh­ne Leistung ver­ge­ben

Da das The­ma nichts mit Ta­bel­len­kal­ku­la­tion zu tun hat, kön­nen Sie die­ses Ka­pi­tel über­sprin­gen . Die meis­ten Aspek­te zum The­ma fin­den Sie im Kap. 6.1 Leich­te Test .

Es gibt aber Fäl­le, in de­nen ich das Ver­fah­ren selbst an­wen­de. Ein Bei­spiel sind Teil­auf­ga­ben, die ich nach­trä­glich als "für den Schü­ler nicht bzw. nur mit un­ver­hält­nis­mä­ßig gro­ßem Auf­wand lös­bar" ein­stu­fe. Schü­ler in­vestie­ren al­so un­ter Um­stän­den viel Zeit in die Auf­ga­be oh­ne Chan­ce auf Punk­te.

Wenn so et­was vor­kommt, las­se ich nicht die Schü­ler das Pro­blem aus­ba­den, son­dern ver­ge­be für die be­tref­fen­de Teil­auf­ga­be die vol­le Punkt­zahl - an je­den Schü­ler, weil ich ja nicht weiß, wer..!
Dass man­che Schü­ler da­bei Glück ha­ben, ist eben so. Aus­wir­kung auf die Ar­beits­mo­ral ha­be ich in sol­chen Fäl­len noch nicht beo­bach­tet.

Ta­bel­len­kal­ku­la­tionstech­nisch liegt der Fall ein­fach: Vol­le Punkt­zahl ein­tip­pen!

6.3 Teil­auf­ga­ben nicht wer­ten

Wenn Schü­ler Teil­auf­ga­ben aus- oder ab­wäh­len dür­fen, kön­nen Sie dies ma­nuell be­rück­sich­ti­gen, in­dem Sie die No­ten ein­fach nicht in die Liste ein­tra­gen. Sie müs­sen ggf. nur da­rauf ach­ten, die Ma­xi­mal mög­li­che Punkt­zahl an­zu­pas­sen.

Wenn Sie selbst die Aus­wahl nach­trä­glich tref­fen wol­len, z.B. weil Sie den Schü­lern ver­spro­chen ha­ben, die schlech­testen Teil­no­ten zu strei­chen, kön­nen Sie die Aus­wahl au­to­ma­ti­sie­ren.

6.4 Teil­auf­ga­ben zur Aus­wahl stel­len

Die­ses Ver­fah­ren ver­wen­de ich übri­gens auch un­an­ge­kün­digt, wenn ich den Schnitt ei­ner Klas­sen­ar­beit lif­ten möch­te, z.B. weil ich nach­trä­glich fest­ge­stellt ha­be, dass sie zu um­fan­greich war. In die­sem Fall be­wer­te ich al­le Teil­auf­ga­ben und neh­me die schlech­testen 1,2, ... Teil­auf­ga­ben wie­der aus der Be­wer­tung. Die Aus­wir­kun­gen die­ses Ver­fah­rens sind fol­gen­de:

  • Ein Schü­ler könn­te al­le Auf­ga­ben lö­sen, wenn die Zeit aus­reich­te. Die zeit­lich be­dingt schlech­ten Teil­no­ten wer­den gestri­chen und er be­kommt die ihm zuste­hen­de gu­te No­te.
  • Ein Schü­ler könn­te auch mit mehr Zeit kei­ne Auf­ga­be lö­sen. Von den viel­en schlech­ten Teil­no­ten wer­den zwar ein paar gestri­chen, doch die End­no­te bleibt schlecht.
  • Ein Schü­ler kann ei­ni­ge Auf­ga­ben lö­sen, an­de­re nicht und ist cle­ver ge­nug, sich nicht fest­zu­bei­ßen. Ein Teil sei

Be­wer­tung mit Punk­ten für Teil­auf­ga­ben

Ge­meint ist hier der Fall, dass Ar­bei­ten in den Teil­auf­ga­ben oder Tei­la­spek­te (Recht­schrei­bung, In­halt, Schön­schrift..) mit Punk­ten be­wer­tet wer­den, und de­ren End­punkt­zahl gleich der Sum­me der Teil­punk­te ist. Ob­wohl dies wohl nicht so häu­fig vor­kommt, schil­de­re ich den Fall, weil er das fol­gen­de Ka­pi­tel Be­wer­tung mit Ver­rrech­nung­spunk­ten vor­be­rei­tet.

Wenn man mit Punk­ten für Teil­auf­ga­ben ar­bei­tet, wird die Ge­wich­tung ei­ner Teil­auf­ga­be mit der Punkt­zahl aus­ge­drückt und die Ge­wich­tungs­fak­to­ren kön­nen ent­fal­len. In die frei wer­den­de Zei­le 4 schrei­be ich statt­des­sen die ma­xi­ma­len Punkt­zah­len, die für die Teil­auf­ga­be ver­ge­ben wer­den kann. Die Ma­xi­mal­punkt­zah­len die­nen nur der Über­sicht, wer­den sonst nicht be­nö­tigt und man kann sie auch we­glas­sen.

Be­wer­tung mit Ver­rech­nung­spunk­ten

Ge­meint ist hier der Fall, dass Teil­auf­ga­ben mit Ver­rech­nung­spunk­ten be­wer­tet wer­den, die sum­miert und dann per For­mel oder Ta­bel­le in ei­ne No­te oder ei­ne No­ten­punkt­zahl um­ge­ru­belt wird. Die­se Met­ho­de ist ty­pisch für Ab­schluss­prü­fun­gen al­ler Art, z.B. das Abi­tur in Ba­den-Würt­tem­berg. Ich ver­wen­de sie auch für Klas­sen­ar­bei­ten am tech­ni­schen Gym­na­sium, um den nicht­li­nea­ren Abi­tur-No­ten­schlüs­sel an­wen­den zu kön­nen.

Grund­sätz­lich funk­tio­niert die For­mel für Punk­te und No­ten in glei­cher Wei­se, aber im De­tail gibt es ei­ni­ge Un­ter­schie­de. Wer bei­de Met­ho­den ver­wen­det, soll­te je ei­nen neuen Be­reich an­le­gen.

Ver­rech­nung­spunk­te in No­ten oder No­ten­punk­te um­wan­deln

Glei­chung

Ta­bel­le

Ver­rech­nung­spunk­te müs­sen nicht li­near in No­ten um­ge­rech­net wer­den oder ge­ben Sie Ih­rer Werk­statt die No­te 3,5, wenn 2 Rei­fen fach­ge­recht mon­tiert sind, die an­de­ren bei­den aber nicht?

Nicht­li­nea­re Um­rech­nun­gen von Ver­rech­nung­spunk­ten in No­ten oder No­ten­punk­ten er­fol­gen übli­cher­wei­se mit­hil­fe von Ta­bel­len.

No­ten / Punk­te her­vor­he­ben

For­meln schüt­zen

Zu­künf­tig müs­sen Sie nur noch Na­men, No­ten und Ge­wich­te ein­tip­pen, und die No­ten­schnit­te wer­den au­to­ma­tisch an­ge­zeigt. Die For­meln, die da­hin­ter ste­cken, kön­nen Sie im Grunde ver­ges­sen. Zur Si­cher­heit wol­len wir die For­meln ge­gen ver­se­hent­li­ches Lö­schen schüt­zen.

Der Schutz der For­meln ge­schieht zweistu­fig.

  • Le­gen Sie fest, wel­che Zel­len NICHT ge­gen Än­de­rung der For­mel ge­schützt wer­den sol­len (stan­dard­mä­ßig sind al­le Zel­len ge­schützt.) In un­se­rem Fall sind das al­le Ein­ga­be­fel­der.
    • Zel­len mar­kie­ren
    • For­mat - Zel­len - Zell­schutz - Ge­sperrt: Ein
      Die Zel­le kann nicht mehr be­ar­bei­tet wer­den, aber die da­rin ent­hal­te­ne For­mel bleibt sicht­bar. Das ge­nügt, wenn man die For­mel nur vor sich selbst schüt­zen möch­te oder wenn sie nicht ge­heim ist.
  • Ak­ti­vie­ren Sie den Zell­schutz für das Ta­bel­len­blatt.
    • Ex­tras - Do­ku­ment schüt­zen - Ta­bel­le - Kenn­wort ein­ge­ben
      Oh­ne das Kenn­wort kann der Zell­schutz nicht mehr auf­ge­ho­ben wer­den.

Übri­gens: Wenn al­le For­meln ge­testet sind und funk­tio­nie­ren, kön­nen Sie den For­mel­kram theo­re­tisch ver­ges­sen. Lö­schen Sie die Übungs­wer­te, set­zen Sie rea­le Da­ten ein und nächstes Jahr wie­der. Trotz­dem wer­den Sie ge­nü­gend Grund­la­gen ken­nen, um die No­ten­liste nach Ih­rem ei­ge­nen Be­darf aus­zu­bauen.

0815 Jon­glie­ren mit Na­men

Hier soll ein­mal ste­hen, wie man die Darstel­lung der Na­men va­riie­ren kann, z.B. Na­me und Vor­na­me (zwei Zel­len) in Na­me, Vor­na­me oder Vor­na­me Na­me in je­weils ei­ner Zel­le.

Animation
For­mel aus 2 Funk­tio­nen zu­sam­men­set­zen

Erstel­len Sie die oben ge­zeig­te For­mel mit Hil­fe des Funk­tion­sas­sisten­ten in Zel­le F4.

  • Mar­kie­ren Sie die Zel­le F6, und ru­fen Sie den Funk­tions-As­sisten­ten auf.
  • Wäh­len Sie im Funk­tions-As­sisten­ten die Funk­tion =SUMMENPRODUKT() aus, und kli­cken Sie auf Wei­ter>> .
  • Kli­cken Sie in das Feld ne­ben Ma­trix 1, und fah­ren Sie an­schlie­ßend über den Zel­len F6 bis Q6, um die Zel­la­dres­sen der No­ten zu über­neh­men.
  • Über­neh­men Sie die Zel­la­dres­sen der Ge­wich­tun­gen F4 bis Q4 als Ma­trix 2.
  • Den Bruchstrich zwi­schen =SUMMENPRODUKT() und =SUMME() müs­sen Sie per Tasta­tur ein­tip­pen. Ver­wen­den Sie den Schrägstrich / oder das Ge­teilt-Zei­chen ÷ auf dem Zeh­ner­block der Tasta­tur.
  • Wäh­len Sie da­nach die Funk­tion =SUMME() über die Ge­wich­tun­gen in F4 bis Q4.
  • Schlie­ßen Sie den Funk­tions-As­sisten­ten mit OK ab.

Wenn Sie es nicht hin­krie­gen, kön­nen Sie die For­mel auch in die Re­chen­leiste ein­tip­pen.