Ein­füh­rung

Im April 2013 er­fuhr ich von dem Pro­jekt Re­prap, bei dem 3D-Dru­cker zum Selbst­bau aus preis­günsti­gem Ma­te­rial und mit Open-Sour­ce-Soft­wa­re ent­wi­ckelt wer­den. 3D-Dru­cker ent­hal­ten nicht nur das kom­plet­te Sor­ti­ment ei­nes mo­der­nen Sys­te­mes aus Me­cha­nik, Elek­tro­nik, (Ein-Pla­ti­nen-)Com­pu­ter und Soft­wa­re, son­dern we­cken - zur Zeit we­nigstens - in ho­hem Maß das In­te­res­se der Schü­ler. Es ist al­so na­he­lie­gend, ei­nen 3D-Dru­cker mit Schü­lern zu bauen. Da­bei geht es aus­drück­lich nicht da­rum, ein Spiel­zeug oder ei­ne Pro­duk­tions­ma­schi­ne zu be­kom­men, son­dern mit dem Bau­satz das Zu­sam­men­spiel der Kom­po­nen­ten in­ten­siv ken­nen­zu­ler­nen. Da die meis­ten Be­schrei­bun­gen in En­glisch vor­lie­gen, pro­fi­tiert auch die­ses Fach.
Die Un­ter­stüt­zung des Tech­ni­schen Gym­na­sium Lör­rach und in­te­res­sier­te Schü­le­rin­nen und Schü­ler wa­ren un­ter die­sen Um­stän­den schnell ge­won­nen.

Als Lie­fe­ran­ten fan­den wir Re­prap Aus­tria und dies hat sich in­zwi­schen dank der aus­ge­zeich­ne­ten Un­ter­stüt­zung des Be­trei­bers Ben­ja­min Krux als glück­lich er­wie­sen. Ent­schie­den ha­ben wir uns für ei­nen Bau­satz auf der Ba­sis des Men­delMax 1.5. für ca. 800 €.

Der Dru­cker soll­te an den Pro­jekt­ta­gen des TGs En­de Ju­li fer­tig ge­stellt wer­den. Zur Si­cher­heit hat­ten die Pro­jekt­grup­pen Me­cha­nik, Elek­trik und Soft­wa­re schon ab Mai mit der Ar­beit be­gon­nen und en­ga­giert ei­ni­ge Sams­tags­schich­ten ein­ge­legt. Lei­der stell­ten sich beim In­be­trieb­nah­me­ver­such elek­tri­sche Pro­ble­me ein - die Pla­ti­nen mussten da­mals noch selbst be­stückt wer­den und bei Strö­men bis 10A kann es schon mal rau­chen -, so­dass wir den Ter­min­plan nicht hal­ten konn­ten. Nach den Som­mer­fe­rien wur­de wei­ter ge­ar­bei­tet und im Ja­nuar 2014 ge­lang end­lich der erste Druck.
Die erste prak­ti­sche An­wen­dung sind Kup­plun­gen für den TG-Zug, die wir jetzt aus ABS dru­cken statt sie zei­trau­bend im Werk­statt-Un­ter­richt aus Me­tall fer­ti­gen zu las­sen.

Da­mit ist das Pro­jekt aber noch nicht ab­ge­schlos­sen, denn am Dru­cker sind viele Fein­hei­ten ein­zustel­len und zu ler­nen. Au­ßer­dem gilt es zu über­le­gen, wie das Pro­jekt fort­ge­führt und er­wei­tert wer­den kann. Ei­ne Idee ist es, pro Schü­ler ei­nen Dru­cker zu bauen. Mit den ge­won­ne­nen Er­fah­run­gen soll­te da­zu 3 Pro­jekt­ta­ge ge­nü­gen.

Auf­bau ei­nes 3D-Dru­ckers

Die ein­fa­chen 3D-Dru­cker zum Sel­ber­bauen ar­bei­ten nach dem FDM-Ver­fah­ren . Da­bei wird draht­för­mi­ger Kunst­stoff durch ei­ne hei­ße Dü­se ge­drückt und dort ge­schmol­zen. Mit dem flüs­si­gen Kunst­stoff­fa­den wird das Mo­dell schicht­wei­se auf­ge­baut.
Da­mit die­ser Text ein­fach blei­ben kann, wer­de ich mich auf die­ses Ver­fah­ren be­schrän­ken.

Ein 3D-Dru­cker besteht aus den fol­gen­den­Ele­men­ten:

  • Rah­men
  • x-Ach­se
  • y-Ach­se
  • z-Ach­se
  • Endstopps
  • Werk­zeug­tisch
  • Ex­tru­der mit Ho­tend
    Der Ex­tru­der mit Ho­tend er­hitzt und för­dert den Kunst­stoff, aus dem das Mo­dell auf­ge­baut wird.
    Bei un­se­rem Mo­dell wird ein Ex­tru­der von Greg Wa­de ver­wen­det.

Auf­bau des Men­delMax 1.5

Rah­men

Tei­le gibt es bei:

  • Men­delMax 1.5 Rah­men von klud­gi­neer - Ver­sion 17.10.2011
  • Men­delMax 1.5 Rah­men von klud­gi­neer - Ver­sion 30.03.2012

Pro­ble­me, mög­lichst mit Lö­sun­gen

Hier schil­de­re ich die Pro­ble­me, mit de­nen ich zu tun hat­te und für die ich hof­fent­lich ei­ne Lö­sung ge­fun­den ha­be.

Ex­tru­der tran­sportiert das Fi­la­ment nicht bzw. pro­du­ziert kei­nen Kunst­stoff­fa­den

Bei Druck­be­ginn
Der Er­hit­zer­kopf (Hea­ter) ist nicht heiß ge­nug, so­dass der Kunst­stoff nicht fließ­fä­hig ist.

Mög­li­che Lö­sun­gen:
  • Er­hit­zen des Er­hit­zer­kop­fes (Heat) ein­schal­ten
  • Tem­pe­ra­tur des Er­hit­zer­kop­fes kon­trol­lie­ren
Ge­le­gent­lich oder stän­dig
WadeGear9 fixed with Lego
Der Le­go-Stein steckt auf der Mo­tor­wel­le und
treibt über ei­ne Kle­be­ver­bin­dung das klei­ne Zahn­rad.
Das An­triebs­zahn­rad (Wa­de Gear 9) des Ex­tru­ders rutscht durch und das Nach­zie­hen der Be­festi­gungs­schrau­be bringt kei­nen Er­folg.

Bei un­se­rem Wa­de Ex­tru­der ist das An­triebs­zahn­rad aus ABS mit ei­nem Ge­win­de­stift (Ma­den­schrau­be) auf dem run­den Teil der Mo­tor­wel­le ge­klemmt. Die­se sehr ein­fa­che Konstruk­tion be­ruht al­so nur auf Reib­schluss und setzt das Kunst­stoff­teil un­ter Zug­span­nung. Prompt ist das Zahn­rad bei uns ein­ge­ris­sen, so­dass die Ma­den­schrau­be nicht mehr an­ge­zo­gen wer­den konn­te und die Konstruk­tion nicht mehr funk­tio­nier­te so nicht.

Mög­li­che Lö­sun­gen:
Prov­iso­ri­sche Lö­sung mit dem de­fek­ten Zahn­rad aus ABS (sie­he Bild rechts)
  • Die Ris­se et­was auf­bie­gen und ein we­nig Ace­ton ein­flie­ßen las­sen. Ace­ton löst ABS und beim Ver­dunsten soll­te das ABS ver­schwei­ßen.
  • Die Stei­ne von Le­go-Tech­nik las­sen sich mit ih­ren Boh­run­gen zwar nur schwer auf die Mo­tor­wel­len schie­ben, sit­zen dann aber sehr fest. Selbst wenn man sie nur 1..2 mm auf­schie­ben kann, reicht das über­trag­ba­re Dreh­mo­ment für das An­triebs­zahn­rad völ­lig aus.
  • Le­go-Tech­nik-Baustei­ne beste­hen eben­falls aus ABS, man kann das Le­go­teil al­so mit der Stirn­flä­che des Zahn­ra­des ver­kle­ben, hier mit Uhu All­plast.

Ver­satz der La­yer

Beim Dru­cken kann es pas­sie­ren, dass sich ei­ne Ebe­ne ge­gen­über der dar­un­ter lie­gen­den mehr oder we­ni­ger ver­schiebt. Das kann ver­schie­de­ne Aus­prä­gun­gen und Ur­sa­chen ha­ben.

klei­ner Ver­satz
Die Schritt­mo­to­ren (Step­per) schal­ten bei Über­hit­zung ab, manch­mal nur für den Bruch­teil ei­ner Se­kun­de. In die­ser Zeit ver­liert der Mo­tor Schrit­te und da­mit die Orien­tie­rung.
Mög­li­che Lö­sun­gen:
  • Span­nung am Po­lu­lu Step­per Dri­ver her­un­ter re­geln
  • Schritt­mo­tor küh­len
  • Po­lu­lu Step­per Dri­ver küh­len
gro­ßer Ver­satz
Der Rie­men springt über das Rie­men­rad.
Mög­li­che Lö­sun­gen:
  • Rie­men­span­nung er­hö­hen
  • Schritt­ge­schwin­dig­keit sen­ken, ins­be­son­de­re den Eil­gang.
al­le
Das Rie­men­rad rutscht auf der Mo­tor­wel­le.
Mög­li­che Lö­sun­gen:
  • Be­festi­gungs­schrau­be an­zie­hen
  • Ein we­nig Se­kun­den­kle­ber zwi­schen Rie­men­rad und Mo­tor­wel­le.

Ab jetzt Ent­wür­fe

Kom­po­nen­ten ei­nes 3D-Dru­ckers ei­nes 3D-Dru­ckers am Bei­spiel des Men­delMax

Über­sich­ten über das Zu­sam­men­wir­ken der Kom­po­nen­ten

Vor­ge­hens­wei­se

The in­com­ple­te re­prap be­gin­ner's gui­de von Konstan­tin Tziam­pa­zis nennt die we­sent­li­che Schrit­te um ei­nen RepRap auf­zu­bauen:

  • Auf­bau der Hard­wa­re (Rah­men, Ach­sen, Hot End [be­heiz­te Dü­se]..
  • Auf­bau der Elek­tro­nik (RAMPS, Step­per Dri­ver [Schritt­mo­tor-Ansteue­rung]
  • Ver­ka­beln der Schritt­mo­to­ren, Lüf­ter, Endstops [En­dan­schlag], Ther­misto­ren [Tem­pe­ra­tur­füh­ler] und Ho­tend mit der Elek­tro­nik
  • Firm­wa­re in die Elek­tro­nik la­den
  • Host [Steuer­pro­gramm für den 3D-Dru­cker] auf den PC la­den und PC an den Dru­cker an­schlie­ßen
  • Sli­cer-Pro­gramm auf den PC la­den, mit dem man ei­ne STL-Da­tei des CAD-Pro­gramms in G-Co­de für den 3D-Dru­cker ver­wan­delt. Sli­cer kann im Ame­ri­ka­ni­schen Wurst­schnei­de­ma­schi­ne oder Tran­chier­mes­ser be­deu­ten und spielt da­rauf an, dass das Com­pu­ter­mo­dell in Schei­ben zer­legt wer­den muss, da­mit der 3D-Dru­cker das rea­le Mo­dell wie­der scheib­chen­wei­se auf­bauen kann.
  • G-Co­de dem Host über­ge­ben
  • Dru­cken aus­füh­ren mit dem Host

Auf­bau der Hard­wa­re

Auf­bau der Elek­tro­nik und Ver­ka­be­lung

  • Link: RepRap­Pro Men­del wi­ring (en­glisch) bzw. RepRap­Pro Men­del wi­ring/­de (deutsch) bei re­prap.org .
    • Die­se An­lei­tung be­han­delt die Ka­bel­füh­rung an ei­nem RepRap­Pro Men­del und kann auf den Men­delMax über­tra­gen wer­den.
    • Au­ßer­dem be­schreibt die­se An­lei­tung, wie die Mo­torströ­me für die Step­per­mo­to­ren ein­ge­stellt wer­den. Das passt zwar nicht ge­nau zu RAMPS 1.4, scheint mir aber so wich­tig zu sein, dass man es über­tra­gen muss.

RAMPS

Das Wort RAMPS ist Akro­nym aus Re­prap Ar­dui­no Me­ga Po­lu­lu Shield und be­zeich­net das Ver­bin­dungs­stück zwi­schen dem Mi­kro­con­tro­ler Me­ga 2560 von Ar­dui­no und den Step­per Dri­ver [Schritt­mo­tor-Trei­ber­baustei­nen] von Po­lu­lu.

Ver­mut­lich wan­delt RAMPS die di­gi­ta­le Aus­ga­be des Ar­dui­no in ana­lo­ge Sig­na­le um und lei­tet die­se an die Step­per Dri­ver, die auf auf das RAMPS auf­gesteckt wer­den.

RAMPS gibt es in meh­re­ren Ver­sio­nen. RAMPS 1.4 ist für 5 Step­per Dri­ver [Schritt­mo­tor-Trei­ber­baustei­ne] geeig­net, d.h. für 3-Ach­sen und 2 Ex­tru­der [Ma­te­rial­vor­schub] für 2 Druck­köp­fe. Da der Men­delMax nur ei­nen Druck­kopf hat, bleibt ein Step­per Dri­ver frei. Tat­säch­lich ver­wen­det der Men­delMax 5 Schritt­mo­to­ren, aber die bei­den Schritt­mo­to­ren für die Z-Ach­se wer­den zu­sam­men­ge­schal­tet und be­nö­ti­gen nur ei­nen Step­per Dri­ver.
Mit 2 Druck­köp­fen kann man mehr­far­bi­ge oder ver­schie­de­ne Kunstof­fe dru­cken. Ver­schie­de­ne Kunst­stof­fe sind be­son­ders nütz­lich, wenn Stütz­struk­tu­ren für Hin­ter­schnei­dun­gen be­nö­tigt wer­den. Kann man nur ei­nen Kunst­stoff dru­cken, müs­sen die Stütz­struk­tu­ren nach dem Druck ma­nuell aus­ge­bro­chen wer­den. Kann man 2 Kunst­stof­fe ver­ar­bei­ten, kön­nen die Stütz­struk­tu­ren aus Ma­te­rial ge­druckt wer­den, das in Was­ser oder an­de­ren Flüs­sig­kei­ten lös­lich ist.

RAMPS kann man aus ein­zel­nen Bau­tei­len selbst zu­sam­men lö­ten oder fer­tig kau­fen.

Quel­len:

  • Link: Bauan­lei­tung RAMPS_1.4 bei re­prap.org/­wi­ki
    • Wäh­rend man sonst beim Bau des Men­delMax nicht viel ka­putt ma­chen kann, kann die RAMPS-Pla­ti­ne mit fal­schen Po­lun­gen oder Ein­stel­lun­gen ab­ge­schos­sen wer­den (ma­gic smo­ke ;-). Des­halb wür­de ich die o.g. Bauan­lei­tung sorg­fäl­tig beach­ten.
    • Un­ter den Po­lu­lu Step­per Dri­ver müs­sen je­weils al­le 3 Jum­per ge­setzt sein. Jum­per sind klei­ne Kurz­schluss­brü­cken, mit de­nen man auf Pla­ti­nen Ein­stel­lun­gen vor­neh­men kann. 3 Jum­per zei­gen die kleinste Schritt­wei­te für die Schritt­mo­to­ren an (1/16 mi­cro step­ping [Mi­kro­schrit­te = Zwi­schen­schrit­te bei Schritt­mo­to­ren).
    • Es sind 6 An­schlüs­se für Endstops [Be­gren­zun­gen] vor­ge­se­hen, näm­lich je­weils mi­ni­mum and max­mi­num Endstop [vor­de­re und hin­te­re Be­gren­zung] für je­de der Ach­sen x, y und z. An­ge­schlos­sen müs­sen min­destens die 3 mi­ni­mum Endstops x-, y- und z- sein. Man fin­det die Be­schrif­tung ent­we­der auf der Pla­ti­ne oder auf ei­nem Bild im o.g. Text. Wie ge­wöhn­lich kommt das ro­te Ka­bel auf +.
      Wir ha­ben Op­to Endstops [op­ti­sche Be­gren­zun­gen] ver­wen­det. Man kann sie prov­iso­risch prü­fen, wenn man sie in RAMPS ein­steckt, RAMPS auf den Ar­dui­no steckt und per USB mit Strom ver­sorgt und dann die Licht­schran­ken an den Endstops un­ter­bricht: Die zu­ge­hö­ri­gen LED soll­ten er­lö­schen.
    • die Step­per [Schritt­mo­to­ren] wer­den auf die Ste­cker 2B 2A 1A 1B gesteckt und zwar bei E0 (1. Ex­tru­der) und X, Y und Z (Ach­sen). Die Aus­rich­tung der 4-adri­gen Ste­cker er­kennt man im Bild in der Bauan­lei­tung: das ro­te Ka­bel kommt auf den Ste­cker 1 (2B).
      Trimmpotentiometer
      Trimm­po­ten­tio­me­ter am Po­lu­lu Step­per Dri­ver
      in Aus­gangs­stel­lung vor dem Fein­tu­ning
    • Die Po­lu­lu Step­per Dri­ver kom­men auf die An­schlüs­se E0 (1. Ex­tru­der) und X, Y und Z (Ach­sen).
      Ih­re Aus­rich­tung er­kennt man im Bild in der Bauan­lei­tung oder an­hand der Be­schrif­tung auf der Un­ter­sei­te der Po­lu­lu-Pla­ti­ne, die mit der Be­schrif­tung auf der RAMPS-Pla­ti­ne kor­re­spon­die­ren muss.
      Auf den Po­lu­lu Step­per Dri­vern be­fin­den sich Po­ten­tio­me­ter, mit de­nen die Strom­be­gren­zung für die Step­per ein­ge­stellt wer­den muss, be­vor man den Strom ein­schal­tet! Laut Bauan­lei­tung RAMPS_1.4 Kap. 4.1 muss man die Po­tis nach links bis zum An­schlag dre­hen, und dann wie­der 25% zu­rück. 25% zu­rück soll wohl 90° be­deu­ten. Der An­schlag ist me­cha­nisch schwach, kann leicht über­dreht wer­den und ist dann kaum mehr zu fin­den, des­halb das Fo­to rechts. Man er­kennt den fest­ste­hen­den An­schlag (1) un­ten und denn dreh­ba­ren An­schlag (2) links in Rich­tung des Kühl­kör­pers, wäh­rend ei­ne Na­se im dreh­ba­ren Teil (3) zum Pla­ti­nen­rand zeigt.
      Bei der Kal­bra­tion müs­sen die Po­tis noch fei­nei­ge­stellt wer­den. Der Strom für die Schritt­mo­to­ren darf nicht zu nie­drig sein, weil sonst das Dreh­mo­ment nicht aus­reicht, er darf aber auch nicht zu hoch sein, weil sonst die Mo­to­ren zu heiß wer­den oder Mi­kro­schrit­te über­sprin­gen kön­nen.
      RepRap­Pro Men­del wi­ring (en­glisch) bzw. RepRap­Pro Men­del wi­ring/­de (deutsch) bei re­prap.org ent­hal­ten ei­ne kur­ze Be­schrei­bung, wel­che Span­nung und Strom die Schritt­mo­to­ren be­nö­ti­gen und wie die­se mit Puls­wei­ten­mo­du­la­tion er­zeugt wird. Des wei­te­ren steht dort, wie man bei den Step­per Dri­ver die be­nö­tig­te Span­nung ein­stellt
  • Die Ther­misto­ren (= tem­pe­ra­tu­rab­hän­gi­ge Wi­derstän­de) ge­hö­ren in den Steck­platz T0 (Ex­tru­der 1) und T2 (Heat­bed). Die Po­lung spielt wie bei Wi­derstän­den üblich kei­ne Rol­le.
  • Die An­schlüs­se für die Hea­ting Coils [Heiz­spu­len] wer­den in den Kon­tak­ten D10 (Ex­tru­der) und D8 (Heat­bed) ever­schraubt.

Po­lu­lu Step­per Mo­tor Dri­ver Car­rier A4988 (Po­lu­lu Step­per Dri­ver)

Der A4988 Step­per Mo­tor Dri­ver Car­rier von Po­lu­lu Ro­bo­tics & Elec­tro­nics (Las Ve­gas/NV) ist ei­ne klei­ne Pla­ti­ne, auf die der A4988 DMOS Mi­crostep­ping Dri­ver with Trans­la­tor and Over­cur­rent Pro­tec­tion von Al­le­gro Mi­cro­sys­tems, Inc ge­lö­tet ist. Der Mi­crostep­ping Dri­ver er­mög­licht die An­steue­rung von bis zu 16 Zwi­schen­schrit­ten bei Schritt­mo­to­ren und ent­hält ei­nen Strom­be­gren­zer.

Opo Endstops [Op­ti­sche Be­gren­zun­gen]

Step­per [Schritt­mo­to­ren]

Schritt­mo­to­ren sind Mo­to­ren, die sich pro Im­puls um ei­nen ge­nau bestimm­ten Win­kel dre­hen. Sie sind des­halb geeig­net, Po­si­tio­nen ge­nau an­zu­fah­ren und wer­den in Ro­bo­tern, Dru­ckern, CD-Lauf­wer­ken und 3D-Dru­ckern ein­ge­setzt. Al­ter­na­tiv und für hö­he­re Dreh­mo­men­te ver­wen­det man Ser­vo­mo­to­ren, muss dann aber die Po­si­tion des be­weg­ten Tei­les mes­sen, z.B. in CNC-Ma­schi­nen.

Man un­ter­schei­det un­ipo­la­re und bi­po­la­re Mo­to­ren. Bi­po­la­re Mo­to­ren ha­ben ein hö­he­res Dreh­mo­ment, be­nö­ti­gen aber ei­ne kom­pli­zier­te­re An­steue­rung. Sie wer­den in den mo­der­nen RepRap-Mo­del­len ein­ge­setzt und ha­ben dort ei­ne ty­pi­sche Schritt­wei­te von 1,8°. Mit 'mi­cro step­ping' kön­nen auch Zwi­schen­wer­te an­ge­fah­ren und da­mit die Ge­nau­ig­keit er­höht wer­den, al­ler­dings mit ge­rin­ge­rem Dreh­mo­ment. Es funk­tio­niert al­so nur, wenn die Mo­to­ren ge­nü­gend Dreh­mo­men­tre­ser­ven ha­ben, bzw. die Me­cha­nik leicht­gän­gig ist. Bei RepRap ist 1/16 mi­cro step­ping üblich, al­so 16 Zwi­schen­schrit­te.

Firm­wa­re in die Elek­tro­nik la­den

Ar­dui­no Me­ga 2560

Beim Ar­dui­no Me­ga 2560 han­delt es sich um ei­nen preis­günsti­gen Mi­kro­con­tro­ler, der als OpenSour­ce ent­wi­ckelt wur­de. Es han­delt sich al­so um ei­nen Com­pu­ter oh­ne Tasta­tur und Bild­schirm, dem die Soft­wa­re von ei­nem "nor­ma­len" Com­pu­ter per USB auf­ge­spielt wird.
Al­ter­na­tiv kann auf ein Rasp­ber­ry PI ein­ge­setzt wer­den, aber da­rauf ge­he ich hier nicht ein.

Der Ar­dui­no Me­ga 2560 wird fer­tig be­stückt ge­lie­fert und muss nicht auf­ge­baut wer­den. Man muss aber selbst den Trei­ber auf­spie­len und an­schlie­ßend die Sof­wa­re für den Be­trieb des 3D-Dru­ckers instal­lie­ren.

Quel­len:

Für den Be­trieb von RAMPS gibt es 2 geeig­ne­te pro­gram­me für den Ar­dui­no: Sprin­ter und Mar­lin

  • Down­load: Sprin­ter Firm­wa­re . Es han­delt sich um ZIP-ge­pack­te Ord­ner. Die Firm­wa­re für Op­ti­sche Endstops be­fin­det sich im Ord­ner OE. Ei­ne Instal­lal­tion­san­lei­tung fin­det man in der README-Da­tei.
  • Down­load: Mar­lin Firm­wa­re . Die Firm­wa­re für Op­ti­sche Endstops be­fin­det sich im Ord­ner OE.

Soft­wa­re

3D-Mo­del­le wer­den in der Re­gel mit ei­nem CAD-Pro­gramm er­stellt und im STL-For­mat ex­por­tiert. Für den 3D-Druck muss die STL-Da­tei per CAM in G-Co­de um­gean­delt wer­den. Das G in G-Co­de steht wie bei CNC-Ma­schi­nen für Go (= ge­he zu). Das STL-Mo­dell wird al­so in ei­ne Rei­he von Koor­di­na­ten auf­ge­löst, die der 3D-Dru­cker na­chei­nan­der ab­fährt und so das Mo­dell phy­sisch auf­baut.

CAD

An der Ge­wer­be­schu­le Lör­rach ist der In­ven­tor von Au­toDesk ein­ge­führt

CAM

Prin­trun

Prin­trun ist ei­ne Samm­lung klei­ner Pro­gram­me, die G-Co­de er­zeu­gen und sen­den kön­nen. Prin­trun wur­de von Kli­ment pro­gram­miert. Bei RepRap.org/Wi­ki/­Prin­trun ist be­schrie­ben, wie man Prin­trun aus ein­zel­nen Pro­gram­men instal­liert. Dort fin­det man aber auch den Hin­weis auf ei­ne di­rekt lauf­fä­hi­ge Ver­sion für Win­dows bei Kli­ment/­prin­trun/ .

Instal­la­tion:

  • Be­schrei­bung für ver­schie­de­ne Be­triebs­sys­te­me sie­he RepRap/Wi­ki/­Prin­trun
  • Un­ter Win­dows di­rekt lauf­fä­hi­ge Pro­gramm­ver­sion bei Kli­ment/­prin­trun/
    Die Da­tei muss nur ent­packt und ihr In­halt in ein be­lie­bi­ges Pro­gramm­ver­zeich­nis ko­piert wer­den.

Re­pli­ca­torG

net­fabb

Quel­len

In­fos der Open-Sour­ce-Ge­mein­de

Be­zugs­quel­len und Lie­fe­ran­ten

Er­fah­rungs­be­rich­te

Vi­deo­tu­to­rials

Fi­lear baut ei­nen Pru­sa Men­del bei You­tu­be