Allgemeines

Pixelgrafiken oder Portable Document Files aus Inventor erzeugen

Einfache Pixelgrafik-Abbildungen von Inventor-Zeichnungen bekommt man am schnellsten per Bildschirmfoto (Sreenshot) mit jedem aktuellen Grafik­programm, das etwas auf sich hält.

Für technische Zeichnungen (2D-Ableitungen) reicht die Auflösung eines Bildschirmfotos nicht aus. Deshalb "drucke" ich 2D-Ableitungen in Postscript-Dateien, die ich mit dem Programm "Ghostscript" in BMP, JPEG, PNG oder PDF umwandeln kann. Die Auflösung ist in Ghostscript einstellbar. Details zu diesem Verfahren finden Sie auf meiner Seite Möglich­keiten zur Erzeugung von PDF-Dokumenten. Technische Zeichnungen wandle ich in einem weiteren Schritt mit einem Grafik­programm ins PNG-Format um, weil dieses für s/w-Zeichnungen wesentlich weniger Platz als BMP benötigt und im Gegensatz zu JPG verlustfrei komprimiert.

3D-Abhängigkeiten

Schalter: Bewe­gungsadaptivität
  • Fehler­meldung: "Keine Be­rech­nung an (bzw. nahe) diesem Punkt möglich. Überprüfen Sie die Bewe­gungsparameter und Adaptivitätseinstellung"
    Ursache: Schalter "Bewe­gungsadaptivität" im Fenster "Bauteil nach Abhängigkeiten bewegen" fehlt.

Kurvenscheibe, Nocken­steuerung

Nocken­steuerung
Nocken und Kipphebel

Die Berührung und Bewe­gungsübertragung zwi­schen dem Nocken und dem Kipphebel kann im Inventor mit Baugruppe - Abhängigkeit platzieren - Übergang festgelegt werden.

Kritische Übergangsstellen an einem Nocken
Die Problemzonen
an einem Nocken

Probleme macht diese Abhängigkeit an den Übergangsstellen des Nockens, wenn dieser aus mehreren einzelnen Segmenten (Linie, Kreis) aufgebaut ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Übergänge zwi­schen Fläche und Kreis schon in der Skizze oder nach der Extrusion durch Radien oder ob die Oberflächen durch Sweeping statt durch Extrusion erzeugt wurden. Die problematischen Übergangsstellen werden im 3D-Modell übrigens mit einr Linie markiert.

Lösungen

  • Man kann den Nocken als Spline mit einer durchgehenden Linie zeichnen.
    Dazu skizziere ich den Nocken herkömmlich mit Linien und Kreisen, aber nur als Konstruktionslinie. Die Skizze ziehe ich mit einem Spline nach, so wie früher den Bleistiftentwurf mit Tusche.
  • Man vergibt die Abhängigkeit Übergang in der richtigen Reihen­folge, also erst die Fläche am Kipphebel anklicken, und dann den Nocken.

Im animierten Bild hatte ich noch Splines verwendet, man sieht es an den leichten Zuckungen, weil ich die Splines nicht exakt definiert hatte. Die einfache Lösung mit der Klickreihenfolge fand ich erst Tage später in einem Inventor-Buch von Armin Gräf.

Kipphebel - Stößel

Auch die Bewe­gungsübertragung zwi­schen Kipphebel und Ventilstößel kann im Inventor mit Baugruppe - Abhängigkeit platzieren - Übergang festgelegt werden.

Stößelfläche

In der Praxis gibt es aber Probleme, spätestens wenn weitere Abhängigkeiten hinzu kommen. In diesem Fall bekam ich regelmäßig Fehler­meldungen, sobald das Ventil axial festgelegt wurde durch eine Abhängigkeit zwi­schen dem Ventil und seiner Führung.
Als Lösungs­versuche habe ich zunächst die Formen der Flächen am Kipphebel und am Ventilstößel variiert (ebene Fläche, Bogen, spitzer Kegel), aber keine Verbesserungen festgestellt.

Die Verbesserung trat erst ein, als ich den Ventilstößel als Kugel ausführte. Der Trick dabei ist aber nicht die Kugelfläche, sondern dass ich die Kontur der Kugel unten zeichnete (siehe Bild) und nach oben rotierte. Wenn man die Kontur oben zeichnet, funktioniert es nicht.

Vermutlich spielt wie bei der Nocken­steuerung die Übergangsstelle in der Kontaktfläche eine Rolle. Wenn man die Kontur oben zeichnet, beginnt und endet die Rotation oben und erzeugt dort einen Übergang, den der Inventor scheinbar nicht im Griff hat. Meine anderen Versuche scheiterten vermutlich daran, dass ich die Kontur durch eine Rotation um die senkrechte Ventilachse erzeugt hatte, und dadurch am "Nordpol" immer ein Übergangspunkt entsteht.

Mit dieser Lösung konnte ich die Ventile einbauen und bewegen, bekam aber später Probleme, wenn ich weitere Teile wie den Federteller montierte. Diese Probleme habe ich nicht weiter verfolgt, weil ich zwi­schen Kipphebel und Ventil auch das Ventilspiel zeigen will und dadurch eine andere Lösung suchte.

Adaptive Feder

Adaptiv bedeutet, dass sich die Länge der Feder automatisch dem Abstand zwi­schen Federteller und Zylinderkopf anpasst. Wie das geht, findet man mehrfach im Internet, z.B. bei Autodesk Inventor FAQ oder CAD.DE. Anmerkungen dazu:

  • Gelegentlich ist es mir passiert, dass die Feder beim Einfügen verschwunden ist. Ursache war, dass sie beim Einpassen einen negativen Wert für ihre Länge über­nommen hat. Eine einfache Lösung ist es, die Formel für die Länge der Spirale anzupassen. Statt Spirallänge = d0 + d1 mit d0 = Federlänge und d1 = Federdrahtdurchmesser verwende ich nun die Formel Spirallänge = ABS(d0) + d1.
    Das Formel­element ABS(d0) sorgt dafür, dass der Betrag von d0, also immer ein positiver Wert über­nommen wird. Überhaupt habe ich den Verdacht, dass man in den Parametern ziemlich umfangreiche Formeln in der Schreibweise von Excel verwenden kann. Wer die kennen lernen möchte, ist bei meiner Einführung in Tabellen­kalkulationen richtig.

2D-Ableitung

Halbschnitt

Dar­stellung, wie man einen Halbschnitt im CAD-Programm Inventor 5.3 erzeugen kann

Dar­stellung des Halbschnittes

Für eine Schnittdar­stellung benötigt der Inventor 5.3 immer eine Ansicht, die geschnitten werden kann. Diese Ansicht muss aber nicht auf dem Zeichenblatt liegen, sondern kann auch daneben platziert werden.

Bemaßung von Innendurchmessern

Innendurchmesser, von denen man im Halbschnitt nur eine Kante sehen kann, werden mit einer Maßlinie bemaßt, die den Pfeil nur auf einer Seite hat.

  • Zeichnungskommentar - Allgemeine Bemaßung
  • Linker Mausklick auf den sichtbaren Innendurchmesser und auf die Mittelinie
  • Rechter Mausklick (Kon­textmenu) - Bemaßungstyp: Linearer Durchmesser
  • Maß positionieren

Links und Literaturhinweise