Wa­rum Li­nux?

Die ak­tuel­len Lehr­plä­ne ver­lan­gen im­mer mehr Un­ter­richt mit und am Com­pu­ter. Dem­zu­fol­ge wer­den die Schu­len von den Schul­trä­gern un­ter gro­ßem Auf­wand mit der nö­ti­gen Hard- und Soft­wa­re aus­ge­rüstet - es ist aber nicht mög­lich, auch die Schü­ler ent­spre­chend aus­zu­rüsten. Die Übungs­pha­sen im Un­ter­richt al­lei­ne ge­nü­gen aber nicht, Schü­ler müs­sen auch au­ßer­halb der Un­ter­richts­zeit am Com­pu­ter üben kön­nen. Des­halb gibt es zwei pa­ral­le­le Ent­wick­lun­gen:

  1. Schu­len ge­wäh­ren den Schü­lern au­ßer­halb des Un­ter­rich­tes Zu­tritt zu den Com­pu­ter­räu­men. Das Ver­fah­ren ist rich­tig, aber oft nicht aus­rei­chend.
  2. Des­halb kau­fen viele Schü­ler bzw. ih­re El­tern pri­va­te Com­pu­ter und ha­ben so Kosten von 1000 Eu­ro und mehr (Lehr­mit­tel­frei­heit? , so­zia­le Ge­rech­tig­keit? ). Die meis­ten Schü­ler "be­schaf­fen" sich auch die Soft­wa­re, die an der Schu­le ver­wen­det wird.
    es wä­re aber blauäu­gig an­zu­neh­men, dass sie für ein Of­fi­ce-Pa­ket oh­ne Be­triebs­sys­tem meh­re­re 100 Eu­ro be­zah­len. Letz­tend­lich heißt das, dass viele Schü­ler Soft­wa­re oh­ne Li­zenz, d.h. il­le­gal ver­wen­den.

Es wä­re aber gar nicht nö­tig, dass an Schu­len mit teu­rer Soft­wa­re ge­ar­bei­tet wird, denn Schu­len ma­chen Grund­la­ge­nau­sbil­dung und das geht mit je­dem gu­ten Pro­gramm­pa­ket. Es muss al­so nicht der Markt­füh­rer sein, Soft­wa­re mit ver­gleich­ba­rer Leistungs­fä­hig­keit gibt es we­sent­lich bil­li­ger. Ei­ne Li­nux-Distri­bu­tion ent­hält Be­triebs­sys­te­me, Of­fi­ce-Pa­ket, Da­ten­bank, Prä­sen­ta­tion­spro­gramm, Brow­ser, Web-Pa­ket usw. und kostet we­ni­ger als 50 Eu­ro.

Ich möch­te als Leh­rer des­halb mit Li­nux & Co (= le­gal koste­nar­me Soft­wa­re) ar­bei­ten, da­mit ich die­se Er­fah­run­gen wei­ter ge­ben kann.
Da­zu ha­be ich zu­nächst mit dem Of­fi­ce­pa­ket StarOf­fi­ce in mei­nem ge­wohn­ten Be­triebs­sys­tem ge­ar­bei­tet, und erst im zwei­ten Schritt auch noch auf das Be­triebs­sys­tem Li­nux ge­wech­selt. Mit die­sem Ver­fah­ren konn­te ich ein Pro­blem nach dem an­de­ren an­ge­hen.

Grund-Instal­la­tion von SuSE Li­nux 8.0 ne­ben WinNT

mei­ne Rech­ner

Sys­tem 1: Auf mei­nem Rech­ner war Win­dows NT (WinNT) auf der ersten Par­ti­tion (ca. 8GB NTFS) der ein­zi­gen IDE-Fest­plat­te als ein­zi­ges Be­triebs­sys­tem instal­liert. Li­nux soll­te als zwei­tes Be­triebs­sys­tem im un­par­ti­tio­nier­ten Be­reich (ca. 30 GB) der­sel­ben Fest­plat­te instal­liert wer­den. Das CD-ROM-Lauf­werk, die Da­ten-Fest­plat­te und an­de­re Ge­rä­te sind bei mir SCSI-Ge­rä­te.

Sys­tem 2: Der 2. Rech­ner war von der Stan­ge ge­kauft: Sca­leo AXP28 256MB von Fu­jit­su-Sie­mens mit: Pro­zes­sor AMD Ath­lon XP 2800+ L2/512KB; Gra­fik­kar­te ATI Ra­deon9200 AGP8x128MB ViVo; IDE-Bren­ner und -DVD-Lauf­werk; vor­instal­lier­tem WinXP. Nach­ge­rüstet wur­de nur zu­sätz­li­cher Spei­cher und ei­ne WinTV PCI mit 848/878-Chip von Haup­pau­ge.

ge­löste Pro­ble­me

Instal­la­tion von der CD-ROM ist nicht mög­lich

WinNT wird nach der Instal­la­tion von Li­nux nicht ge­fun­den

Dru­cker, Scan­ner usw. wer­den pro­blem­los mit Yast (dem Se­tup-Tool von Su­se) instal­liert

Fa­zit

Grund­sätz­lich instal­lie­re ich zuerst die M$-Be­triebs­sys­te­me zuerst und dann nach­trä­glich Li­nux. So kann man die klei­nen Schi­ka­nen aus Red­mond ge­gen Li­nux um­ge­hen und man be­kommt den Boot­ma­na­ger von Li­nux au­to­ma­tisch. Ich ver­wen­de für je­des Be­triebs­sys­tem ei­ne ei­ge­ne Par­ti­tion und für die Da­ten ei­ne wei­te­re. Noch lie­ber sind mir zu­sätz­li­che Fest­plat­ten, aber bei der heu­ti­gen Grö­ße von Fest­plat­ten wä­re das über­trie­nen.

Sys­tem 1

Die Grund­instal­la­tion funk­tio­niert oh­ne grö­ße­re Pro­ble­me. We­gen der SCSI-CD-Lauf­wer­kes, die ich nicht zum Boo­ten brach­te, musste ich zu­nächst Boot-Di­sket­ten an­fer­ti­gen (sie­he un­ten), aber die­ses Pro­blem ha­be ich mit je­dem Be­triebs­sys­tem. Wenn Pro­ble­me auf­tre­ten, kön­nen die­se nach mei­ner Er­fah­rung schnell ge­löst wer­den - wenn man weiß, wie es geht, und nicht auf die Hand­bü­cher an­ge­wie­sen ist.

Sys­tem 2

Im Prin­zip war die Instal­la­tion sehr ein­fach: Li­nux-DVD boo­ten und ma­chen las­sen. Das Mo­dem wur­de zwar nicht er­kannt, war aber schnell er­gänzt. Die On­board-Sound­kar­te wird zwar ge­fun­den, funk­tio­niert aber un­ter SuSE Li­nux 9.0 nicht. Die­ser Man­gel des Rech­ners wird mit­tler­wei­le auch in Fach­zeit­schrif­ten bestä­tigt..
Ein Pro­blem war die Par­ti­tio­nie­rung: Li­nux konn­te die Par­ti­tio­nen, die ich von Win­dows XP erstel­len ließ, nicht moun­ten. Bei der Par­ti­tion mit Win­dows XP war das kein Pro­blem, aber auf die Da­ten-Par­ti­tion soll­te man schon Zu­griff ha­ben. Erst als ich die Da­ten-Par­ti­tion mit Par­ti­tion Ma­gic 8.0 ge­löscht und neu ein­ge­rich­tet ha­be, wur­de sie von Li­nux an­stands­los ge­moun­ted.

All­ge­mein

Die Grund­instal­la­tion von SuSE 8.0 er­folgt recht kom­for­ta­bel. Denn die Hand­bü­cher sind m.E. ziem­lich kon­fus und ha­ben mei­ne Instal­la­tion un­nö­tig aus­ge­bremst. Das "Beste" war, dass ich mich schon Stun­den mit der Kom­man­do­zei­len­spra­che des Re­fe­renz­hand­bu­ches be­schäf­tig­te bis ich nur durch Pro­bie­ren be­merk­te, dass Yast (das Se­tup-Tool von Su­se) mein Pro­blem mit dem ver­schwun­de­nen WinNT in we­ni­gen Mau­se­kli­cken be­he­ben konn­te.

Aber Käu­fer der Per­so­nal-Edi­tion wird das nicht stö­ren, denn dort liegt das Re­fe­renz­hand­buch nicht bei;-)

Als zu­sätz­li­che Li­te­ra­tur hat mir ge­hol­fen:
Mi­chael Ko­fler: Li­nux; Add­ison-Wes­ley Ver­lag, Mün­chen, 2001

Be­fehls­zei­le­no­rien­tier­tes Ar­bei­ten in der Kon­so­le

Li­nux ist ur­sprün­glich ei­ne Samm­lung be­fehls­zei­le­no­rien­tier­ter Pro­gram­me, wie es auch MS-DOS war (ist).. Die gra­fi­schen Be­nut­ze­ro­ber­flä­chen, in de­nen man nur bun­te Icons an­kli­cken muss, wur­den erst spä­ter dar­über ge­setzt. D.h., un­ter der Ober­flä­che ar­bei­ten die ur­sprün­gli­chen Pro­gram­me, nur ih­re Hand­ha­bung wur­de er­leich­tert.
Die Ar­beit mit Be­fehls­zei­len in der Kon­so­le ist na­tür­lich schwie­ri­ger, weil man die Be­feh­le ken­nen muss. Aber sie hat den Vor­teil, dass man viele Kom­po­nen­ten bis ins De­tail beein­flus­sen kann und auch Funk­tio­nen nut­zen kann, für die es noch kei­nen gra­fi­schen Auf­satz gibt.

Für ei­ni­ge Ar­bei­ten ist es zweck­mä­ßig, wenn man die Grund­funk­tio­nen der Kon­so­le kennt. Wer schon mit DOS ge­ar­bei­tet hat, wird sich zu­recht fin­den, auch wenn ei­ni­ge Be­feh­le an­ders lau­ten.

Die Kon­so­le star­tet man mit...
Bei­spie­le für Be­feh­le sind:

cd na­mewech­selt in das Un­ter­ver­zeich­nis na­me (chan­ge di­rec­to­ry)
cd..wech­selt ei­ne Ver­zeich­ni­se­be­ne hoch (mit Lü­cke zwi­schen cd und..)
cd --helpgibt Hil­fe zum Be­fehl cd
ls -llistet die Da­teien im Ver­zeich­nis auf. Der Schal­ter -l be­wirkt, das auch Un­ter­ver­zeich­nis­se ge­listet wer­den.
xmms /dev/sr0ruft das Pro­gramm XMMS auf und weist ihm das CD-Lauf­werk sr0 zu. Das Pro­gramm XMMS kann Au­dio-Da­teien ab­spie­len.
dmesggibt viele In­for­ma­tio­nen über das Sys­tem, z.B. wie wel­che Fest­plat­te be­zeich­net ist.
fdisk -lzeigt Par­ti­tio­nen an.

Dies soll kei­ne aus­führ­li­che Be­schrei­bung sein. Be­feh­le, die man im Fol­gen­den braucht, sind un­ten noch­mals auf­ge­führt.

Moun­ten

Ei­ne für Win­dio­ten (so wie mich..) un­ge­wohn­te Ei­gen­heit von Li­nux ist, dass Lauf­wer­ke, Fest­plat­ten usw. ein­zeln an- und ab­ge­mel­det wer­den müs­sen. Man nennt dies Moun­ten bzw. Um­oun­ten.

Lauf­wer­ke: Ei­ne neu ein­ge­leg­te CD wird erst ge­fun­den, wenn sie ge­moun­ted ist, und man kann sie erst wie­der ent­neh­men, wenn sie wie­der um­oun­ted ist. Für CD-Lauf­wer­ke rich­tet Li­nux Icons auf dem Desk­top ein, die zum Moun­ten bzw. Um­oun­ten nur an­ge­klickt wer­den müs­sen.

Fest­plat­ten: Für Fest­plat­ten gilt prin­zi­piell das­sel­be, aber es gibt kei­ne Icons. Ein­ma­lig kann man ei­ne Fest­plat­te in der Be­fehl­skon­so­le moun­ten, z.B. mit dem Be­fehl
mount -t vfat /dev/hda5 /root/­da­ten
-t vfat gibt hier an, dass es sich um ei­ne FAT-for­ma­tier­te Par­ti­tion han­delt.
/dev/hda5 gibt an, dass es sich um ei­ne IDE-Fest­plat­te ( hd ) han­delt, und zwar die erste ( hda ), da­rauf wie­de­rum die 5. Par­ti­tion ( hda5 ). Schein­bar ist es nicht wir­klich die 5. Par­ti­tion, son­dern die Par­ti­tion, die als 5. ein­ge­rich­tet wur­de. Das kann sich ver­schie­ben, wenn wie in mei­nem Fall Par­ti­tio­nen zwi­schen­zeit­lich wie­der ge­löscht wur­den.
/root/­da­ten ist der so­ge­nann­te Mount­punkt. Dort er­scheint die Par­ti­tion in der Ver­zeich­nis­struk­tur. Der Mount­punkt muss vor­her er­zeugt wer­den.

Es ist na­tür­lich lästig, ei­ne im­mer wie­der be­nö­tig­te Par­ti­tion je­des­mal ma­nuell zu moun­ten. Man kann dies au­to­ma­ti­sie­ren, in­dem man die Par­ti­tion in die Da­tei /etc/fstab ein­trägt.
Öff­nen Sie die Da­tei mit ei­nem Edi­tor, und er­gän­zen Sie die Zei­le
/dev/hda5 /root/Da­ten vfat de­fault 0 0
Die­se Zei­le passt zum obi­gen Bei­spiel und muss an Ih­re Ve­hält­nis­se an­ge­passt wer­den.

In­ter­ne­tan­schluss

Ein In­ter­ne­tan­schluss er­leich­tert die Ar­beit mit Li­nux er­he­blich, weil sich schon viele An­wen­der die Mü­he ge­macht ha­ben, die Lö­sung von Pro­ble­men zu be­schrei­ben. Oft hilft das Goo­geln der Feh­ler­mel­dung.

An­schluss ei­nes Mo­dems El­sa Mi­cro­link 56k Fun

Das Mo­dem El­sa Mi­cro­link 56k Fun wird von SuSE 8.0 nicht au­to­ma­tisch er­kannt. Man kann es aber mit den fol­gen­den Ein­stel­lun­gen zum Lau­fen brin­gen:

  • Yast2 - Netz­werk/Ba­sis - Mo­dem ein­rich­ten - (au­to­ma­ti­sche Su­che) - un­be­kann­tes AT-Mo­dem wäh­len
  • Mo­demPa­ra­me­ter
    • Ge­rät: /dev/ttyS0
      es han­delt sich um die Li­nux-übli­che Adres­se des se­riel­len Ports 1. Adres­sen wie die­se kann man fin­den, in­dem man z.B. "d­mesg" in der Kon­so­le (Be­fehls­zei­le) ein­gibt.
    • Wähl­mo­dus: Ton­wahl
  • De­tails zu den Mo­demPa­ra­me­tern
    • Bau­dra­te: 38400 B/s
    • Init1: AT&F
    • Init2: AT Q0 V1 E1 S0=0 &C1 &D2 +F­class=0
    • Init3:
  • In­ter­net Ser­vi­ce Pro­vi­der (ISP) wäh­len
    • Hier wäh­len Sie Ih­ren Pro­vi­der aus ei­ner Liste aus. Be­nut­zer­na­me und Pass­wort müs­sen Sie zu­sätz­lich ein­ge­ben.

Icon Internetverbindung bei KDE3

Die Ver­bin­dung zum In­ter­net wird un­ter KDE gestar­tet und ge­schlos­sen mit Klick auf den Ste­cker rechts un­ten.

klei­ne Ein­stel­lun­gen

Num­lock ein­stel­len

Wer ger­ne mit dem Zeh­ner-Block auf der Tasta­tur ar­bei­tet, möch­te auch den Num­lock ein­ge­schal­tet ha­ben. Da­mit dies beim Boo­ten au­to­ma­tisch ge­schieht, än­dert man bei SuSE 8.0 in der Da­tei /etc/­sys­con­fig/­key­board den Schal­ter KBD_Num­lock="yes" .

Di­gi­tal­ka­me­ra (Ni­kon Cool­pix 2000) am USB-Port aus­le­sen

Die Bil­der aus ei­ner Di­gi­tal­ka­me­ra kön­nen mit Su­se 8.0 aus­ge­le­sen wer­den wie folgt:

  • An der Ka­me­ra den USB-Mo­dus "Mass Sto­ra­ge" wäh­len (Cool­pix 2000: Me­nu - SET-UP - USB - Mass Sto­ra­ge)
  • Beim ersten Mal muss die Ka­me­ra schon beim Boo­ten von Li­nux an­ge­schlos­sen und ein­ge­schal­tet sein, da­mit sie er­kannt wird. Spä­ter kann die Ka­me­ra nach­trä­glich an­ge­schlos­sen und ein­ge­schal­tet wer­den.
  • Die Ka­me­ra über USB-Ka­bel an­schlie­ßen, ein­schal­ten und war­ten, bis Li­nux piepst.
  • Das Desk­top-Sym­bol "Ni­kon DSC E2000" an­kli­cken, da­mit die Ka­me­ra ge­moun­tet (ein­ge­bun­den) wird. Nach dem An­kli­cken star­tet der Kon­quer­er und zeigt die Bil­der an.
  • Der Spei­cher der Ka­me­ra ist jetzt als zu­sätz­li­cher Spei­cher in das Li­nux-Sys­tem ein­ge­bun­den, die Bil­der kön­nen mit dem Da­tei­ma­na­ger oder ei­nem Bild­be­ar­bei­tung­spro­gramm aus­ge­le­sen wer­den. Die Adres­se an mei­nem Sys­tem lau­tet fi­le: /mnt/­ca­me­ra/dcim/100­ni­kon

Pro­gram­me kom­pi­lie­ren und instal­lie­ren am Bei­spiel des MP3-En­co­ders LAME

Aus­gang für die­se Ak­tion war der Wunsch, mei­ne CDs in MP3-Da­teien um­zu­wan­deln. Da­zu ver­spricht das Hand­buch von SuSE, dass dies mit KonCD er­le­digt wer­den kön­ne (SuSE Li­nux 8.0 Pro­gram­me, Sei­te 100). Die­se Aus­sa­ge ist zwar nicht ge­ra­de falsch, aber doch mehr­fach pro­ble­ma­tisch:

  • KonCD kann Mu­sik­da­teien nicht al­lei­ne ins MP3-For­mat kon­ver­tie­ren, son­dern be­nö­tigt da­zu ei­nen MP3-En­co­der. Das gilt auch für an­de­re Pro­gram­me, die bei der MP3-Erstel­lung hel­fen, des­halb ist das Fol­gen­de von all­ge­mei­nem In­te­res­se.
  • Die ver­füg­ba­ren MP3-En­co­der lie­gen aus recht­li­chen Grün­den der SuSE-Distri­bu­tion nicht bei.
  • Man fin­det die En­co­der zwar leicht im In­ter­net, sie lie­gen aber als Quell­da­teien vor, und man muss sie selbst kom­pi­lie­ren und instal­lie­ren.
  • Die zum Kom­pi­lie­ren und Instal­lie­ren nö­ti­gen Pro­gram­me lie­fert SuSE 8.0 zwar mit, instal­liert sie aber nicht stan­dard­mä­ßig.
  • Als das al­les er­le­digt war, stell­te ich fest, dass KonCD die ver­spro­chen Ar­beit wir­klich er­le­di­gen kann. Je­den­falls prin­zi­piell, in der Pra­xis ist KonCD bei mir ziem­lich sen­si­bel.

Ei­ne kur­ze In­ter­ne­tre­cher­che er­gab, dass La­me und Bla­deenc die wich­tigsten En­co­der für Li­nux sind. Sie sind Grund­la­ge al­ler Pro­gram­me zur Er­zeu­gung von MP3-Da­teien. Ich ge­be hier kei­ne Down­loa­da­dres­sen an, denn ei­ner­seits sind die Pro­gram­me mit Goo­gle leicht zu fin­den, an­de­rer­seits schei­nen sich die Adres­sen öf­ters zu än­dern: Un­ter den Adres­sen, die im SuSE-Hand­buch an­ge­ge­ben wa­ren, sind mit­tler­wei­le auch Schmud­de­lan­bie­ter zu fin­den.
Nach kur­zer Re­cher­che lag mir die Da­tei la­me-3.92.­tar.gz vor.

Com­pi­ler und an­de­re Pro­gram­me nach­la­den

Sie müs­sen nicht auf die Feh­ler­mel­dun­gen beim Instal­lie­ren des Pro­gramm­pa­ke­tes war­ten, son­dern soll­ten die nö­ti­gen Werk­zeu­ge vor­her instal­lie­ren. Be­nö­tigt wer­den ein Com­pi­ler für die Pro­gram­mier­spra­che C (z.B. der Gnu C-Com­pi­ler gcc ) und der Be­fehl Ma­ke . Bei­de kön­nen mit Yast2 nach­trä­glich instal­liert wer­den, wenn sie nicht schon instal­liert sind.

  • Yast2 - Soft­wa­re - Soft­wa­re instal­lie­ren
  • Wäh­len und instal­lie­ren Sie:
    • Ent­wick­lung/­Pro­gram­mier­spra­chen/C und C+ - gcc - Aus­wäh­len
    • Ent­wick­lung/Tools/Buil­ding/Ma­ke
  • usw. - man be­nö­tigt die Instal­la­tions-CDs.

De­kom­pri­mie­ren (Ent­pa­cken) ei­ner Da­tei

Die Da­tei la­me-3.92.­tar.gz muss zu­nächst ent­packt wer­den, das Ver­fah­ren ist auf an­de­re ge­pack­te Da­teien über­trag­bar. Da­zu spei­chert man die Da­tei an ei­ner geeig­ne­te Stel­le, z.B. sein Ho­me-Ver­zeich­nis. Dies kann man noch mit dem Kon­quer­er er­le­di­gen. Das Ent­pa­cken ge­schieht dann mit Kon­so­len­be­feh­len. Die Da­tei wird in ein neues Un­ter­ver­zeich­nis ent­packt, wo dann das entste­hen­de Pro­gramm­pa­ket zur wei­te­ren Ver­ar­bei­tung be­reit steht.

Die Schrit­te im Ein­zel­nen:

  • Ko­pie­ren Sie die Da­tei la­me-3.92.­tar.gz mit dem Kon­quer­er in Ihr Ho­me-Ver­zeich­nis
  • Wech­seln Sie in die Kon­so­le, und ent­pa­cken Sie die Da­tei in ein neues Un­ter­ver­zeich­nis
    tar xzvf la­me-3.92.­tar.gz
  • Wech­seln Sie in das neu entstan­de­ne Un­ter­ver­zeich­nis la­me-3.92.

Kom­pi­lie­ren und Instal­lie­ren des Pro­gramm­pa­ke­tes

Beim Kom­pi­lie­ren wird der Quell­text, der noch durch Men­schen les­bar sein soll­te, in Pro­gramm­co­de über­setzt, der für den Com­pu­ter op­ti­miert ist. Beim Instal­lie­ren wer­den die Pro­gram­me in­tern in Li­nux ver­teilt, wie sie ge­braucht wer­den. Da­von ha­be ich noch kei­ne Ah­nung, aber es hat funk­tio­niert - das neue Pro­gramm La­me wur­de an­schlie­ßend von den an­de­ren Pro­gram­men ge­fun­den.
Ach­ten Sie da­rauf, dass Sie ei­ne Sys­tem-Kon­so­le mit Root-Rech­ten be­nut­zen.

Die Schrit­te im Ein­zel­nen:

  • Wenn es noch nicht ge­sche­hen ist, wech­seln Sie jetzt in das Un­ter­ver­zeich­nis mit den ent­pack­ten Pro­gramm­da­teien.
  • Le­sen Sie die Instal­la­tion­san­lei­tung Install mit ei­nem Edi­tor, z.B. KE­dit:
    ke­dit install
  • Kom­pi­lie­ren Sie mit dem Be­fehl
    ./­con­fi­gu­re
    Der Be­fehl wird mit Punkt und Schrägstrich ge­schrie­ben.
    Wenn kein Com­pi­ler instal­liert ist, kommt jetzt die Feh­ler­mel­dung no ac­cep­ta­ble cc found in $path . Die Ur­sa­che sol­cher Feh­ler­mel­dun­gen kann man oft im In­ter­net fin­den, wenn man den Text der Feh­ler­mel­dung goo­glet. Bei Ih­nen pas­siert dies nicht, denn Sie ha­ben den Com­pi­ler schon instal­liert (s.o.).
  • Die Instal­la­tion be­ginnt mit dem Be­fehl
    ma­ke
    Wenn der Be­fehl ma­ke nocht nicht instal­liert ist, folgt die Feh­ler­mel­dung bash: ma­ke: com­mand not found . Auch dies pas­siert Ih­nen nicht, denn Sie ha­ben auch die­sen Be­fehl schon instal­liert (s.o.).
  • Die Instal­la­tion wird been­det mit dem be­fehl
    ma­ke install .

Da­mit soll­te die Instal­la­tion ab­ge­schlos­sen und der MP3-En­co­der La­me ein­satz­be­reit sein. Sie kön­nen das Pro­gramm testen, in­dem Sie aus der Kon­so­le her­aus ei­ne Wav-Da­tei in ei­ne MP3-Da­tei kon­ver­tie­ren:

  • la­me mu­sik­da­tei.­wav mu­sik­da­tei.mp3

Man muss aber nicht je­de Da­tei ein­zeln aus der Kon­so­le her­aus kon­ver­tie­ren, son­dern La­me steht jetzt auch für an­de­re Pro­gram­me zur Ver­fü­gung, z.B. KonCD: -)).

Bei den let­zen Schrit­ten hat mir die Be­schrei­bung von Günt­her Noack sehr ge­hol­fen.
Der Hin­weis auf die not­wen­di­gen Root-Rech­te kommt von Till Frie­drich.

Mu­sik-Da­teien ab­spie­len und kon­ver­tie­ren

Mu­sik­da­teien ab­spie­len

Zum Ab­spie­len von Mu­sik­da­teien ist z.B. das Pro­gramm XMMS geeig­net, das SuSE8.0 stan­dard­mä­ßig instal­liert. Lei­der fin­det XMMS in mei­nem Sys­tem die Au­dio-CDs nicht selbst­stän­dig. Auch das sonst nö­ti­ge Moun­ten nach dem Ein­le­gen von CDs bringt nichts, weil ei­ne Au­dio-CD man­gels Da­tei­sys­tem nicht ge­moun­tet wer­den kön­ne (die­se Aus­sa­ge fand ich in ei­nem Fo­rum, zwei­fle aber noch).

Die von mir bis­her ge­fun­den Lö­sung ist, XMMS ein­ma­lig aus der Kon­so­le zu star­ten mit dem Be­fehl
xmms /dev/sr0

Mit dem Zu­satz /dev/sr0 weist man XMMS das CD-ROM-Lauf­werk zu. Der Zu­satz /dev/sr0 gilt für mein Sys­tem. Die Be­zeich­nung Ih­res CD-ROM-Lauf­wer­kes kön­nen Sie z.B. mit dem Be­fehl dmesg her­aus­fin­den.

Lei­der ist die Kon­so­le jetzt blo­ckiert, so lan­ge XMMS läuft. Aber XMMS merkt sich das Lauf­werk bis Li­nux been­det ist, des­halb kann man XMMS so­fort been­den (die Kon­so­le wird frei), und da­nach oh­ne Kon­so­le neu star­ten.

Mu­sik­da­teien von Au­dio-CD in MP3-Da­teien um­wan­deln

Da­für ist prin­zi­piell das Pro­gramm KonCD geeig­net, wenn vor­her ein MP3-En­co­der instal­liert wur­de ( s.o. ). In der Pra­xis scheint das Pro­gramm zwar ziem­lich sen­si­bel zu sein, aber ich hat­te noch kei­ne Zeit, ein an­de­res zu su­chen.

Vor­ge­hens­wei­se

  • Au­dio-CD ein­mal mit XMMS bei geöff­ne­ter In­ter­ne­tan­bin­dung an­spie­len, dann sucht XMMS die Ti­tel bei www.­freedb.? ? und spei­chert sie auf Fest­plat­te. KonCD über­nimmt die­se Da­ten.
  • KonCD star­ten
    • CD aus­le­sen
    • spä­testens jetzt muss die CD ein­ge­legt sein und der Schacht ge­schlos­sen sein, sonst stürzt KonCD ab.
    • Aus­ga­be: Ver­zeich­nis aus­wäh­len und MP3 an­ge­ben
    • Le­se Spu­ren von CD
    • Ge­wünsch­te Tracks mar­kie­ren
    • Le­se Spu­ren von CD
    • Aus­ga­be: Ver­zeich­nis und MP3
    • Start

Wie ge­sagt, theo­re­tisch klappt es, prak­tisch muckt KonCD ger­ne.
Hier noch ein paar Tricks:

  • Man­che Ti­tel ent­hal­ten Schrägstri­che, z.B. bei Pink Floyd: Dark Si­de of the Moon: 01 Speak To Me / Breat­he .
    KonCD kann mit die­sen Na­men nicht um­ge­hen. Aber man kann die Ti­tel mit XMMS - Play­list Edi­tor - Load List um­be­nen­nen.

(Feh­ler-)Mel­dun­gen bei Su­se Li­nux 8.0: Instal­la­tion von CD bzw. DVD klappt nicht.

"Can­not boot from this CD. Plea­se use CD2 or try a BIOS up­da­te".
"Plea­se in­sert a mo­du­les disk. You'll find instruc­tions on how to crea­te it in disks/­read­me on CD1 or DVD."
"I'm mo­du­le disk 1. I can­not boot.: -("

"Could not find the Su­se Li­nux Instal­la­tion CD. Ac­ti­va­ting nor­mal se­tup pro­gram."

Pro­blem

Die Instal­la­tion von Su­se Li­nux 8.0 er­folgt von ei­ner CD oder ei­ner DVD, die ge­boo­tet wird. In mei­nem Sys­tem ver­wen­de ich ein CD-Lauf­werk in SCSI, dass nicht so ein­fach ge­fun­den wird.

Lö­sung 1

Stel­len Sie das BIOS so ein, dass das Boo­ten von CD-ROM ge­lingt!

Lö­sung 2

Su­se bie­tet die Mög­lich­keit, Boot­di­sket­ten zu erstel­len, so­dass man den Rech­ner mit Di­sket­te boo­ten kann.
Zu den Boot­di­sket­ten be­nö­tigt man noch "Mo­dul-Di­sket­ten". Die Mo­dul­di­sket­ten ent­hal­ten Da­teien, die der Li­nux-Ker­nel u.U. be­nö­tigt, um das CD-ROM-Lauf­werk und an­de­re Sys­tem an­spre­chen zu kön­nen.
es gibt 3 Mo­dul­da­teien und da­mit auch 3 Mo­dul­di­sket­ten. Man be­nö­tigt nicht im­mer al­le 3 Mo­dul­di­sket­ten, aber da ein An­fän­ger nicht weiß, wel­che er be­nö­tigt, soll­te er sich al­le 3 Di­sket­ten an­le­gen.
Zum Her­stel­len der Boot- und Mo­dul­di­sket­ten un­ter DOS bzw. Win­dows stellt Su­se das Pro­gramm "raw­ri­te.e­xe" im Ver­zeich­nis do­su­tils der Instal­la­tions-CD Nr.1 be­reit.

Ei­ne kur­ze und nicht be­son­ders deut­li­che Be­schrei­bung fin­det man auf der Instal­la­tions-CD Nr.1 un­ter

  • C/­disks/­read­me.txt in En­glisch
  • C/­disks/­lies­mich.txt in Deutsch

"CD" steht hier für den Lauf­werks­buchsta­ben des CD-Lauf­wer­kes.

Zum An­le­gen der Boot- und Mo­dul­di­sket­ten un­ter DOS geht man wie folgt vor.

  1. Star­ten Sie DOS. Un­ter Win­dows wäh­len Sie da­zu Start - Pro­gram­me - Ein­ga­beauf­for­de­rung .
  2. Le­gen Sie die Li­nux-Instal­la­tions-CD Nr. 1 ein.
  3. Le­gen Sie ei­ne lee­re Di­sket­te in das Di­sket­ten­lauf­werk ein.
  4. Tip­pen Sie im DOS-Fenster den fol­gen­den Be­fehl ein:
    C/­do­su­tils/­raw­ri­te/­raw­ri­te.e­xe ENTER
    Die ENTER-Taste been­det den Be­fehl.
  5. DOS fragt Sie nun, wel­che Da­teien auf die Di­sket­te ge­schrie­ben wer­den sol­len
    En­ter sour­ce fi­le na­me:
  6. Tip­pen Sie die Da­ten­quel­le ein
    boot­disk ENTER
  7. Die Boot­di­sket­te wird er­stellt.
  8. Zum Erstel­len der Mo­dul-Di­sket­ten wie­der­ho­len Sie die Schrit­te 3 bis 7 und än­dern nur die Da­ten­quel­len:
    • mo­du­les1
    • mo­du­les2
    • mo­du­les3
  9. Das DOS-Fenster kön­nen Sie ver­las­sen mit dem Be­fehl
    exit ENTER

Instal­lie­ren Sie Su­se Li­nux 8.0 mit den Boot- und Mo­dul-Di­sket­ten wie folgt

  1. Le­gen Sie die eben erstell­te Boot­di­sket­te ein, und star­ten Sie Ih­ren Rech­ner neu.
  2. Wenn Ihr Rech­ner nicht mit der Di­sket­te boo­tet, müs­sen Sie die Ein­stel­lun­gen im BIOS än­dern.
  3. Nach ei­ni­ger Zeit ver­langt der Rech­ner nach der Mo­dul­di­sket­te 1. Ge­ben Sie sie ihm.
  4. Es er­scheint ein Li­nux-Aus­wahl-Me­nu. Wäh­len Sie Instal­la­tion .
    • Wenn die wei­te­re Instal­la­tion nicht ge­lingt, feh­len noch wei­te­re Ker­nel­mo­du­le. Wie­der­ho­len die Schrit­te ab 1, aber wäh­len Sie im Schritt 4 Ma­nuel­le Instal­la­tion - Ker­nel-Mo­du­le .
    • Wäh­len Sie je nach Be­darf die (ver­mut­lich) feh­len­den Trei­ber (z.B. SCSI-Trei­ber), und ge­ben Sie die ver­lang­ten Mo­dul­di­sket­ten ein.

Nun soll­te die Instal­la­tion ge­lin­gen. Viel Er­folg!

Wenn Sie Feh­ler oder wei­te­re Pro­ble­me ent­de­cken, mai­len Sie mir bit­te.

(Feh­ler-)Mel­dun­gen: Win­dows NT star­tet nach der Instal­la­tion Su­se Li­nux 8.0 nicht mehr.

"NTLDR nicht ge­fun­den".

Pro­blem

Nach der Instal­la­tion von Su­se Li­nux 8.0 er­scheint der Boot­ma­na­ger LILO und bie­tet die Aus­wahl, ob man Li­nux oder Win­dows boo­ten möch­te. Li­nux star­tet ein­wand­frei, aber wenn man Win­dows wählt, er­scheint die Feh­ler­mel­dung "NTLDR nicht ge­fun­den".

Vor­ge­schich­te

Auf mei­nem Rech­ner war Win­dows NT (WinNT) auf der ersten Par­ti­tion (ca. 8GB NTFS) der ein­zi­gen IDE-Fest­plat­te als ein­zi­ges Be­triebs­sys­tem instal­liert.
Li­nux soll­te als zwei­tes Be­triebs­sys­tem auf der­sel­ben Fest­plat­te instal­liert wer­den. Die Fest­plat­te hat­te noch ca. 30 GB un­par­ti­tio­nier­ten Platz.

Su­se Li­nux 8.0 hat im un­par­ti­tio­nier­ten Be­reich der Fest­plat­te die von ihm be­nö­tig­ten Par­ti­tio­nen er­stellt und sei­nen Boot­ma­na­ger LILO im MBR (Master Boot Re­cord) der Fest­plat­te instal­liert.

Nach dem Star­ten von Li­nux er­scheint LILO und bie­tet die Aus­wahl, ob man Li­nux oder Win­dows boo­ten möch­te. Das Star­ten von Li­nux ge­lingt. Wenn man aber Win­dows wählt, er­scheint die Feh­ler­mel­dung "NTLDR nicht ge­fun­den".

Grund­la­gen

Die In­ter­ne­tre­cher­che be­ru­hig­te mich bald, weil die Mel­dung "NTLDR nicht ge­fun­den" nicht un­be­dingt be­deu­tet, das NTLDR ver­schwun­den ist, son­dern dass es an der fal­schen Stel­le ge­sucht wird.

Die Hand­bü­cher von Su­se Li­nux 8.0 glän­zen zwar mit gut In­for­ma­tio­nen zu Grund­la­gen, aber bie­tet nur um­ständ­li­che Lö­sun­gen auf Kom­man­do­zei­len­ba­sis. Erst durch Aus­pro­bie­ren fand ich her­aus, dass Yast (das Se­tup-Pro­gramm von Su­se Li­nux) kom­for­ta­ble Mög­lich­kei­ten bie­tet, das Pro­blem zu lö­sen.

Lö­sung 2

Su­se bie­tet die Mög­lich­keit, Boot­di­sket­ten zu erstel­len, so­dass man den Rech­ner mit Di­sket­te boo­ten kann.
Zu den Boot­di­sket­ten be­nö­tigt man noch "Mo­dul-Di­sket­ten". Die Mo­dul­di­sket­ten ent­hal­ten Da­teien, die der Li­nux-Ker­nel u.U. be­nö­tigt, um das CD-ROM-Lauf­werk und an­de­re Sys­tem an­spre­chen zu kön­nen.
es gibt 3 Mo­dul­da­teien und da­mit auch 3 Mo­dul­di­sket­ten. Man be­nö­tigt nicht im­mer al­le 3 Mo­dul­di­sket­ten, aber da ein An­fän­ger nicht weiß, wel­che er be­nö­tigt, soll­te er sich al­le 3 Di­sket­ten an­le­gen.
Zum Her­stel­len der Boot- und Mo­dul­di­sket­ten un­ter DOS bzw. Win­dows stellt Su­se das Pro­gramm "raw­ri­te.e­xe" im Ver­zeich­nis do­su­tils der Instal­la­tions-CD Nr.1 be­reit.

Ei­ne kur­ze und nicht be­son­ders deut­li­che Be­schrei­bung fin­det man auf der Instal­la­tions-CD Nr.1 un­ter

  • C/­disks/­read­me.txt in En­glisch
  • C/­disks/­lies­mich.txt in Deutsch

"CD" steht hier für den Lauf­werks­buchsta­ben des CD-Lauf­wer­kes.

Zum An­le­gen der Boot- und Mo­dul­di­sket­ten un­ter DOS geht man wie folgt vor.

  1. Star­ten Sie DOS. Un­ter Win­dows wäh­len Sie da­zu Start - Pro­gram­me - Ein­ga­beauf­for­de­rung .
  2. Le­gen Sie die Li­nux-Instal­la­tions-CD Nr. 1 ein.
  3. Le­gen Sie ei­ne lee­re Di­sket­te in das Di­sket­ten­lauf­werk ein.
  4. Tip­pen Sie im DOS-Fenster den fol­gen­den Be­fehl ein:
    C/­do­su­tils/­raw­ri­te/­raw­ri­te.e­xe ENTER
    Die ENTER-Taste been­det den Be­fehl.
  5. DOS fragt Sie nun, wel­che Da­teien auf die Di­sket­te ge­schrie­ben wer­den sol­len
    En­ter sour­ce fi­le na­me:
  6. Tip­pen Sie die Da­ten­quel­le ein
    boot­disk ENTER
  7. Die Boot­di­sket­te wird er­stellt.
  8. Zum Erstel­len der Mo­dul-Di­sket­ten wie­der­ho­len Sie die Schrit­te 3 bis 7 und än­dern nur die Da­ten­quel­len:
    • mo­du­les1
    • mo­du­les2
    • mo­du­les3
  9. Das DOS-Fenster kön­nen Sie ver­las­sen mit dem Be­fehl
    exit ENTER

Instal­lie­ren Sie Su­se Li­nux 8.0 mit den Boot- und Mo­dul-Di­sket­ten wie folgt

  1. Le­gen Sie die eben erstell­te Boot­di­sket­te ein, und star­ten Sie Ih­ren Rech­ner neu.
  2. Wenn Ihr Rech­ner nicht mit der Di­sket­te boo­tet, müs­sen Sie die Ein­stel­lun­gen im BIOS än­dern.
  3. Nach ei­ni­ger Zeit ver­langt der Rech­ner nach der Mo­dul­di­sket­te 1. Ge­ben Sie sie ihm.
  4. Es er­scheint ein Li­nux-Aus­wahl-Me­nu. Wäh­len Sie Instal­la­tion .
    • Wenn die wei­te­re Instal­la­tion nicht ge­lingt, feh­len noch wei­te­re Ker­nel­mo­du­le. Wie­der­ho­len die Schrit­te ab 1, aber wäh­len Sie im Schritt 4 Ma­nuel­le Instal­la­tion - Ker­nel-Mo­du­le .
    • Wäh­len Sie je nach Be­darf die (ver­mut­lich) feh­len­den Trei­ber (z.B. SCSI-Trei­ber), und ge­ben Sie die ver­lang­ten Mo­dul­di­sket­ten ein.

Nun soll­te die Instal­la­tion ge­lin­gen. Viel Er­folg!

Wenn Sie Feh­ler oder wei­te­re Pro­ble­me ent­de­cken, mai­len Sie mir bit­te.

Er­fah­run­gen mit der Instal­la­tion von Li­nux (Su­se7.0), StarOf­fi­ce 5.2 & Co.

1. Vor­aus­set­zun­gen

Wenn man nicht ge­ra­de völ­lig neu an­fängt, möch­te man we­nigstens in der Über­gangsp­ha­se das ge­wohn­te Be­triebs­sys­tem bei­be­hal­ten. Da­zu be­nö­tigt man aus­rei­chend Fest­plat­ten­spei­cher, was bei den heu­ti­gen Fest­plat­ten kein Pro­blem mehr ist. Wenn man nur mit ei­ner Fest­plat­te ar­bei­tet, muss die­se "­par­ti­tio­niert", das heißt, in meh­re­re un­ab­hän­gi­ge Be­rei­che ge­teilt wer­den.

Dann be­nö­tigt man Li­nux, am besten auf CD. Man kann ei­ne Distri­bu­tion wie Su­se im La­den für rund 100, - DM mit Hand­buch kau­fen, oder man nimmt ei­ne Ver­sion, die als Free­wa­re im­mer wie­der ei­nem der Com­pu­ter­zeit­schrif­ten bei­liegt. Un­ver­zicht­bar bleibt al­ler­dings ein Hand­buch, da man viele Pro­ble­me nicht mit Her­um­pro­bie­ren lö­sen kann. Bei den Free­wa­re-Ver­sio­nen liegt das Hand­buch zwar meist auf der Di­sket­te vor, aber es wird nicht ein­fach sein et­was nach­zu­le­sen, so lan­ge man am Rech­ner mit der Instal­la­tion be­schäf­tigt ist.
Ich instal­lier­te Su­se Li­nux 7.0, das ich bei ei­ner Com­pu­ter­zeit­schrift fand, und das Hand­buch der frü­he­ren Ver­sion Su­se6.4 be­nutzt, das klappt ganz gut.

Zu­letzt be­nö­tigt man Soft­wa­re, z.B. StarOf­fi­ce, mit der man ar­bei­ten kann. Die­se liegt aber den übli­chen Distri­bu­tio­nen und Free­wa­re-CDs bei.

2. Instal­la­tio­nen

2.1 Da­ten­si­che­rung

Be­vor man grö­ße­re Än­de­run­gen an sei­ner Soft­wa­re vor­nimmt, soll­te man sei­ne Da­ten si­chern. Si­chern heißt, dass man sie auf ei­nen an­de­ren Da­ten­trä­ger ko­piert (CD-ROM, Fest­plat­te, ZIP..) und tief im Kel­ler ver­steckt, wo sie kein un­beab­sich­tig­ter Be­fehl zum Lö­schen oder Über­schrei­ben er­rei­chen kann.

Ich bren­ne mei­ne Da­ten tur­nus­mä­ßig auf CD und ha­be sie des­halb an­läss­lich der Instal­la­tion von Li­nux nur noch­mals auf ei­ne zwei­te Fest­plat­te ko­piert. Wäh­rend der Instal­la­tion ha­be ich von den Fest­plat­ten, die Da­ten und Pro­gram­me ent­hiel­ten, die Span­nungs­ver­sor­gung ab­ge­zo­gen, so­dass ver­se­hent­li­ches Lö­schen nicht mög­lich war. Dies war aber nur mög­lich, weil ich für Li­nux ei­ne ei­ge­ne Fest­plat­te re­ser­viert hat­te.
Ei­ne Si­che­rung der Pro­gramm­da­ten ha­be ich nicht vor­ge­nom­men, weil ich die Pro­gram­me im Ver­lust­fall neu instal­lie­ren könn­te - al­ler­dings un­ter er­he­bli­chem Zei­tauf­wand.

2.2 Par­ti­tio­nen

Wenn man nicht aus­schließ­lich mit Li­nux ar­bei­ten möch­te, be­nö­tigt man ei­nen ab­ge­schlos­sen Be­reich auf den Fest­plat­ten. Da­zu ver­wen­det man ent­we­der ei­ne ei­ge­ne Fest­plat­te nur für Li­nux, oder man muss die Fest­plat­ten par­ti­tio­nie­ren. So­lan­ge die Fest­plat­te leer ist, kann man sie mit je­dem Instal­la­tion­spro­gramm par­ti­tio­nie­ren. Schwie­rig wird es erst, wenn sich auf der Fest­plat­te be­reits Da­ten be­fin­den, die nicht ge­löscht wer­den sol­len. Hier soll­te man äu­ßerste Vor­sicht wal­ten las­sen und ggfs. ein spe­ziel­les Pro­gramm, z.B. Par­ti­tion Ma­gic ( www.­po­wer­quest.­com ), ver­wen­den - al­ler­dings ist es für den ein­ma­li­gen Ein­satz doch recht teuer. Ab Ver­sion 7.3 der Su­se-Distri­bu­tion soll Li­nux die Par­ti­tio­nie­rung selbst durch­füh­ren kön­nen.

Ich ha­be ei­ne al­te 2GB-Fest­plat­te aus der Grab­bel­kiste ge­kramt und für die Er­pro­bung von Li­nux ein­ge­setzt.

2.3 Start der Instal­la­tion

Die Instal­la­tion wird gestar­tet, wenn man ei­ne Li­nux-CD in den Rech­ner legt und die­sen ein­schal­tet. Dann boo­tet der Rech­ner von der CD-ROM, d.h., der Rech­ner holt das erste Pro­gramm, das er nach sei­nen in­ter­nen Start­pro­gram­men aus­führt, von der CD-ROM. Die­ses erste Pro­gramm bestimmt dann den wei­te­ren Ab­lauf. Vor­her muss man dem Rech­ner mit­tei­len, dass man von CD boo­ten möch­te.
Bei den übli­chen Rech­nern mit IDE-Bus muss man dies im BIOS (CMOS-Se­tup) ein­stel­len. Da­zu schal­tet man den Rech­ner ein und beach­tet die Bild­schirm­an­zei­ge zu Be­ginn des Start­vor­gan­ges. Dort kommt ei­ne Mel­dung wie z.B: "Hit <Ctrl><S> for CMOS Se­tup" oder "Zum Än­dern der Sys­te­meinstel­lun­gen <F1> drü­cken" oder ähn­li­ches. Dann drückt man schnell den an­ge­ge­be­nen Tasten­co­de und kommt in das BIOS-Se­tup des Rech­ners. Dort muss man bei den Boo­teinstel­lung als erste Boot­quel­le CD-ROM ein­stel­len, z.B. "­boot se­quen­ce: CD-ROM, C, A".
Ach­tung : Än­de­run­gen im BIOS sind we­der schwie­rig noch un­ge­wöhn­lich, aber man kann den Rech­ner im BIOS ganz schön ver­bie­gen, wenn man nicht auf­passt.

In mei­nem Rech­ner mit ei­nem SCSI-Sys­tem musste ich das BIOS auf "Erste Boot­quel­le: Wech­sel­me­dien" um­stel­len und in ähn­li­cher Wei­se dem SCSI-Con­tro­ler mit­tei­len, von wel­chem der an­ge­schlos­se­nen Ge­rä­te ge­boo­tet wer­den soll­te. Da­zu muss man zu Be­ginn des Rech­nerstar­tes ver­fol­gen, un­ter wel­chen Num­mern (0.. 6 und 8 bis 15) die ein­zel­nen SCSI-Ge­rä­te ge­führt wer­den.

Wenn der Rech­ner nicht von CD-ROM ge­boo­tet wer­den kann, be­nö­tigt man ei­ne Start­di­sket­te, um von Di­sket­ten­lauf­werk zu boo­ten. Sol­che Start­di­sket­ten lie­gen den Distri­bu­tio­nen in der Re­gel bei.

2.4 Hard­wa­re-Pro­ble­me

Li­nux ist ein sehr leistungs­fä­hi­ges Be­triebs­sys­tem (Hand­buch Su­se 6.4 ".. hoch­per­for­mant.."), dass die Hard­wa­re stär­ker aus­nutzt als die Fenster-Be­triebs­sys­te­me des Gro­ßen Bru­ders. Um­ge­kehrt stellt Li­nux aber auch Hard­wa­re-Män­gel bloß, über die an­de­re Be­triebs­sys­te­me oft kla­glos hin­weg ge­hen (oder stol­pern = schein­bar grund­los ab­stür­zen).

Bei mir häng­te sich das Li­nux-Instal­la­tion­spro­gramm schon bei der Hard­wa­re-Er­ken­nung auf. Die Feh­ler­quel­len wa­ren dies­mal schnell ge­fun­den, weil ich sie schon län­ger als Pro­ble­mur­sa­chen in Ver­dacht hat­te:
1. Ein CD-Bren­ner (Ya­ma­ha CRW4416S), der auch in sei­nen sonsti­gen Funk­tio­nen schon er­he­blich nach­ge­las­sen hat und jetzt aus­ge­son­dert wird und
2. die Ver­bin­dung zum Scan­ner, die die SCSI-Ket­te sehr lang ge­macht hat.
Nach­dem ich die bei­den Ge­rä­te ab­ge­hängt hat­te, er­folg­te die Hard­wa­reer­ken­nung sehr schnell, al­ler­dings wur­de der SCSI-Con­tro­ler nicht ge­fun­den, ob­wohl es sich um ein ver­brei­te­tes Ge­rät han­delt (Adap­tec 2940UW2 mit ei­nem re­la­tiv neuen BIOS).

2.5 Pro­ble­me der au­to­ma­ti­schen Er­ken­nung

Li­nux war frü­her be­rüch­tig für die kom­pli­zier­te Instal­la­tion, aber dies wur­de durch die Instal­la­tions­rou­ti­nen mo­der­ner Distri­bu­tio­nen we­sent­lich ver­ein­facht. Bei Su­se die­nen da­zu die Instal­la­tion­spro­gram­me Yast1 und Yast2 (Yet an­ot­her Se­tup Tool), von de­nen Yast 2 mehr Ent­schei­dun­gen über­nimmt und et­wa so kom­for­ta­bel wie die Instal­la­tion ei­nes Fenster-Be­triebs­sys­te­mes ist - wenn Yast2 funk­tio­niert. In mei­nem Fall musste ich für den SCSI-Con­tro­ler auf Yast1 um­schal­ten, das we­sent­lich mehr Ent­schei­dun­gen ver­langt als Yast2, da­für aber mehr Mög­lich­kei­ten bie­tet.