Übun­gen und Ta­bel­len­blät­ter    

    1 Ein­lei­tung    

Li­breOf­fi­ce und OpenOf­fi­ce sind Zwei­ge des­sel­ben Stam­mes StarOf­fi­ce, das ein­st wirt­schaft­lich an Mi­cro­soft schei­ter­te. 1999 über­nahm Sun die Ham­bur­ger Fir­ma, gab den Quell­co­de frei und ent­wi­ckel­te ihn mit der Com­mu­ni­ty als OpenOf­fi­ce wei­ter. Nach­dem Sun von Ora­cle über­nom­men wur­de (und in­zwi­schen von der Apa­che Soft­wa­re Foun­da­tion ent­wi­ckelt wird), trenn­te sich 2010 ein Teil der Com­mu­ni­ty von OO, um ei­ne al­ter­na­ti­ve Ent­wick­lung un­ter dem Na­men Li­breOf­fi­ce fort­zu­set­zen.
Da­nach hat­te mal die ei­ne, mal die an­de­re Ver­sion die Na­se vor­ne, aber mo­men­tan (2016) schei­nen Apa­che OpenOf­fi­ce die frei­wil­li­gen Pro­gram­mie­rer aus­zu­ge­hen und Li­breOf­fi­ce das Ren­nen zu ma­chen.

Mit dem hier vor­lie­gen­den Kurs möch­te ich mei­nen Schü­lern die Ar­beit mit Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen bei­brin­gen. Die Un­ter­la­gen fol­gen dem Ver­lauf mei­nes Un­ter­rich­tes, da­zu ge­hö­ren Übun­gen mit de­tail­lier­ten Lö­sun­gen.

Ich ha­be den Kurs mit OpenOf­fi­ce vor­be­rei­tet und füh­re ihn in ge­misch­ten Kur­sen mit OpenOf­fi­ce und MS Ex­cel durch. Bei­de Pro­gam­me sind al­so zum Nach­ar­bei­ten und Üben geeig­net. Mit Li­breOf­fi­ce klap­pen die meis­ten Übun­gen auch, aber in der Pra­xis muss ich viele mei­ner al­ten Ta­bel­len in OpenOf­fi­ce öff­nen, weil sie mit neue­ren Ver­sio­nen von Li­breOf­fi­ce nicht mehr funk­tio­nie­ren (sie­he Kasten).

Li­breOf­fi­ce / OpenOf­fi­ce sind sich sehr ähn­lich und kön­nen kosten­los bei Li­breOf­fi­ce / OpenOf­fi­ce.­de her­un­ter ge­la­den wer­den. We­gen ih­rer Mäch­tig­keit, Un­ab­hän­gig­keit vom Be­triebs­sys­tem und günsti­gen Prei­ses sind sie mei­ne per­sön­li­chen Fa­vo­ri­ten. Ich ver­wen­de in der Re­gel neueste Ver­sio­nen (bei Open Of­fi­ce - sie­he rechts), denn sie kosten nichts und im De­tail gibt es im­mer wie­der Fort­schrit­te.

MS Ex­cel ist die Ta­bel­len­kal­ku­la­tion in­ner­halb des MS-Of­fi­ce-Pa­ke­tes von Mi­cro­soft und hat den Vor­teil des ho­hen Ver­brei­tungs­gra­des. Es läuft nur un­ter Win­dows und kostet viel.

    2 All­ge­mei­nes    

    2.1 Ta­bel­le la­den    

Über­sicht über die Funk­tio­nenOpenOf­fi­ce / StarOf­fi­ceMS Ex­cel
ei­ne neue Ta­bel­le la­denDa­tei - Neu - Ta­bel­len­do­ku­mentDa­tei - Neu
beste­hen­de Ta­bel­le la­denDa­tei - Öff­nen..

Vor der Ar­beit muss man erst das Pro­gramm und dann ei­ne lee­re Ta­bel­le auf­ru­fen.

StarOf­fi­ce und OpenOf­fi­ce be­nö­ti­gen meh­re­re An­ga­ben, da sie auch Text­do­ku­men­te, Prä­sen­ta­tio­nen usw. un­ter ei­ner Ober­flä­che be­ar­bei­ten kön­nen, wäh­rend Mi­cro­soft für je­de Auf­ga­be ein ge­trenn­tes Pro­gramm be­reit­stellt.

    2.2 Auf­bau des Bild­schir­mes    

Screenshot
Das Er­schei­nungs­bild von OpenCalc,
der Ta­bel­len­kal­ku­la­tion von OpenOf­fi­ce 2.0

OpenOf­fi­ce, StarOf­fi­ce und MS-Of­fi­ce ha­ben ei­nen ähn­li­chen Auf­bau, der für Win­dows ty­pisch ist und mit­tler­wei­le auch in Li­nux Ein­zug ge­fun­den hat.

Die Me­nü­leiste (ganz oben) gibt nach dem An­kli­cken der Wor­te wei­te­re Un­ter­me­nüs frei. Meist fin­det man im Me­nü al­le Be­feh­le ei­nes Pro­gram­mes, aber neue­re Pro­gram­me la­gern et­li­che Be­feh­le in die Kon­text­me­nüs aus, die man mit ei­nem rech­ten Maus­klick auf­ru­fen kann.

Die Sym­bol­leisten lie­gen un­ter dem Me­nü und ent­hal­ten häu­fig ver­wen­de­te Be­feh­le als Bild­chen (Icon). Die Be­feh­le wer­den mit ei­nem Maus­klick auf das Icon auf­ge­ru­fen. Wenn man mit dem Maus­zei­ger kurz über dem Icon ver­weilt, wird das Icon er­klärt. Sym­bol­leisten kön­nen ein- und aus­ge­blen­det und nach ei­ge­nen Wün­schen gestal­tet wer­den (⇒ Sym­bol­leisten be­ar­bei­ten ).

Die Re­chen­leiste oder Funk­tions­leiste dient der Ein­ga­be von For­meln (⇒ Ein­ga­be von For­meln ).

Die Sta­tus­leiste be­fin­det sich meist un­ter­halb des Ta­bel­len­fel­des und gibt Aus­kunft über ak­tuel­le Ein­stel­lun­gen.

Die Zei­len - und Spal­ten­köp­fe die­nen der Adres­sie­rung der Zel­len. Sie kön­nen am Bild­schirm oder für den Aus­druck ein- oder aus­ge­blen­det wer­den (⇒ Sym­bol­leisten be­ar­bei­ten ).

    2.3 Sym­bol­leisten und An­sich­ten be­ar­bei­ten    

Über­sicht über die Funk­tio­nenOpenOf­fi­ce / StarOf­fi­ceMS Ex­cel
Sym­bol­leisten ein-/aus­schal­tenAn­sicht - Sym­bol­leisten
Leiste für die For­me­lein­ga­be ein-/aus­schal­tenAn­sicht - Sym­bol­leisten - Re­chen­leisteAn­sicht - Be­ar­bei­tungs­leiste
Sta­tus­leiste ein-/aus­schal­tenAn­sicht - Sta­tus­leisten
Icons ein­fü­genAn­sicht - Sym­bol­leisten - Be­ar­bei­tenAn­sicht - Sym­bol­leisten - An­pas­sen
Icons ent­fer­nenIcon auf die Ma­sken Sym­bol­leiste be­ar­bei­ten / an­pas­sen zie­hen.
wei­te­re An­pas­sun­genEx­tras - An­pas­sen...
Zei­len- und Spal­ten­köp­fe am Bild­schirm aus­blen­denEx­tras - Op­tio­nen - Ta­bel­len­do­ku­ment - La­yout - Zei­len- und Spal­ten­köp­feEx­tras - Op­tio­nen - An­sicht - Zei­len- und Spal­ten­köp­fe
Zei­len- und Spal­ten­köp­fe für den Aus­druck ein­blen­denFor­mat - Sei­te - Ta­bel­le - Zei­len- & Spal­ten­köp­fe dru­ckenDa­tei - Sei­te ein­rich­ten - Ta­bel­le - Zei­len- und Spal­ten­köp­fe dru­cken

Viel­e­Ele­men­te des Bild­schir­mes kön­nen frei gestal­tet wer­den. Dies ist für den An­fän­ger meis­tens erst dann nö­tig, wenn ver­se­hent­lich ei­ne Leiste ver­schwun­den ist: -)

    2.4 Short­cuts und Kon­text­me­nü    

Ne­ben dem Me­nü und den Sym­bol­leisten gibt es wei­te­re Ein­ga­be­hil­fen, die die Ar­beit mit Pro­gram­men er­leich­tern kön­nen.

Short­cuts sind Tasten­kom­bi­na­tio­nen, mit de­nen man Be­feh­le sehr schnell auf­ru­fen kann. Die Ar­beit mit Short­cuts ist dann sinn­voll, wenn man sehr oft mit ei­nem Pro­gramm ar­bei­tet, oder wenn es sich um Short­cuts han­delt, die in fast je­dem Pro­gramm gleich sind (z.B. [Strg]+V für Ein­fü­gen ).
Man fin­det die Short­cuts meist in den Me­nüs.

Screenshot
Zei­len­hö­he per
Kon­text­me­nu ein­stel­len

Kon­text­me­nüs er­schei­nen nach ei­nem Klick der rech­ten Maustaste (RMK). Kon­text(-sen­si­tiv) heißt, dass der In­halt die­ser Me­nüs da­von ab­hängt, an wel­cher Stel­le des Bild­schir­mes die rech­te Maustaste ge­drückt wur­de und manch­mal so­gar, wel­che Tasten zu­sätz­lich ge­drückt wur­den. Viele Pro­gram­me set­zen stark auf Kon­text­me­nüs (z.B. OpenOf­fi­ce). Ge­wöh­nen Sie sich an, re­gel­mä­ßig die rech­te Maustaste zu drü­cken, um zu se­hen, wel­che Be­feh­le an­ge­bo­ten wer­den.

    2.5 Ta­bel­le    

Über­sicht über die Funk­tio­nenOpenOf­fi­ce / StarOf­fi­ceMS Ex­cel
Ta­bel­len­blät­ter um­be­nen­nenScreenshotRech­ter Maus­klick auf Ta­bel­len­na­meRech­ter Maus­klick oder Dop­pel­klick auf Ta­bel­len­na­me
wei­te­re Ak­tio­nen mit Ta­bel­len­blät­ternBe­ar­bei­ten - Ta­bel­le lö­schen / ver­schie­ben / ko­pie­renBe­ar­bei­ten -
Blatt lö­schen / ver­schie­ben / ko­pie­ren

Der Ta­bel­len­be­reich ist das Kern­stück je­der Ta­bel­len­kal­ku­la­tion und besteht aus Zel­len, die in Zei­len und Spal­ten an­geord­net sind. Je­de Zel­le hat ei­ne ein­deu­ti­ge Adres­se wie beim Spiel "Schif­fe ver­sen­ken", z.B. C13.

In je­der Da­tei ste­hen meh­re­re Ta­bel­len­blät­ter zur Ver­fü­gung. Die Ta­bel­len­blät­ter er­mög­li­chen ei­ne über­sicht­li­che An­ord­nung von meh­re­ren Auf­ga­ben in ei­nem Do­ku­ment. Sie kön­nen um­be­nannt, ko­piert und ver­scho­ben wer­den, auch in an­de­re Ta­bel­len, wenn die­se gleich­zei­tig geöff­net sind.

    3 Zel­le­nin­hal­te    

Je­de Zel­le kann Tex­te, Zah­len oder For­meln ent­hal­ten. Da Zah­len, Text und For­meln un­ter­schied­lich be­han­delt wer­den, muss man wis­sen, wo­ran sie vom Pro­gramm er­kannt wer­den.

    3.1 Zah­len    

Zah­len ent­hal­ten nur Zif­fern und even­tuell ein Kom­ma und ein Vor­zei­chen. Ein Punkt statt des Kom­mas ist in den deut­schen Ver­sio­nen nicht zu­läs­sig.

Ach­tung: Manch­mal sieht ei­ne Zahl kann an­ders aus, als man es er­war­tet hat. Wenn von ei­ner Te­le­fon­vor­wahl die füh­ren­de Null ab­ge­schnit­ten wird, ist die Num­mer we­nigstens noch zu erah­nen. Aber was tun, wenn un­ver­se­hens ein Da­tum oder ei­ne an­de­re selt­sa­me Zei­chen­fol­ge er­scheint?
Die Darstel­lung ei­ner Zahl hängt von ih­rer For­ma­tie­rung ab. Das Pro­blem mit der Te­le­fon­vor­wahl kön­nen lö­sen, in­dem Sie sie als Text for­ma­tie­ren. (⇒ Zah­len­for­ma­te )

    3.2 Funk­tio­nen bzw. For­meln    

Bei­spie­le für Funk­tio­nenAn­zei­ge bzw. Er­geb­nis
= 1 + 45 (Zahl)
= Sum­me (C4.. C6)Sum­me der Zel­lin­hal­te von C4, C5 und C6 (Zahl)
= "Na­me"&", "&"Vor­na­me"Na­me, Vor­na­me (Text)

Mit Funk­tio­nen wer­den Ver­knüp­fun­gen zwi­schen Zah­len, Tex­ten oder Zel­lin­hal­ten (Zah­len oder Tex­ten) durch­ge­führt. Funk­tio­nen be­gin­nen im­mer mit ei­nem Gleich­heits­zei­chen. Zel­lin­hal­te wer­den über ih­re Zel­la­dres­se an­ge­spro­chen und die­nen so als Va­ria­ble.

Screenshot
For­mel in C1 mit ei­nem
Gleich­heits­zei­chen be­gin­nen

Um ei­ne Funk­tion ein­zu­ge­ben, mar­kiert man die Zel­le und be­ginnt im­mer mit ei­nem Gleich­heits­zei­chen. Das Gleich­heits­zei­chen tippt man ein oder wählt es mit der Maus aus der Re­chen- bzw. Funk­tions­leiste. (⇒ Ar­bei­ten mit Funk­tio­nen )

Screenshot
For­mel in der Zel­le oder in der
Re­chen­leiste ein­tip­pen und ab­schlie­ßen

Nach dem Ein­ge­ben des Gleich­heits­zei­chens wird die Re­chen- bzw. Funk­tions­leiste ak­tiv, und man kann die For­mel ein­tip­pen oder den For­me­las­sisten­ten auf­ru­fen.
Um die For­mel ab­zu­schlie­ßen drückt man die Re­turn -Taste oder klickt auf das grü­ne Häk­chen.
Um die For­me­lein­ga­be fol­gen­los ab­zu­bre­chen, drückt man die Esc -Taste oder klickt auf das ro­te Kreuz­chen.

Tipp : Wenn Sie die For­me­lein­ga­be durch Klick in ei­ne an­de­re Zel­le been­den, führt das manch­mal zum Er­folg und manch­mal zu selt­sa­men Über­ra­schun­gen. Des­halb wür­de ich mir die­se Met­ho­de gar nicht erst an­ge­wöh­nen.

Screenshot
For­mel in der Re­chen­leiste
und Er­geb­nis der For­mel in C1

Nach­dem die Be­ar­bei­tung der Funk­tion ab­ge­schlos­sen ist, wird in der Zel­le das Er­geb­nis der Funk­tion an­ge­zeigt. Die Funk­tion selbst er­scheint in der Re­chen- bzw. Funk­tions­leiste, wenn die Zel­le mar­kiert ist. (⇒ Ein­ga­be von For­meln .)

Tipp : Soll­te Sie die An­zei­ge in der Zel­le über­ra­schen, ver­su­chen Sie es ein­mal in den Ka­pi­teln Feh­ler­mel­dun­gen in Zel­len oder Zah­len­for­ma­te

    3.3 Text bzw. Zei­chen­ket­ten    

Screenshot
Übung Wäh­rungs­rech­ner erstel­len

Tex­te sind das, was übrig bleibt. Es han­delt sich um Zei­chen­ket­ten (Strings), die we­der als Zah­len noch als Funk­tio­nen er­kannt wur­den.

Will man Zah­len als Text ein­ge­ben, stellt man ein Hoch­kom­ma vor­an (z.B. die Vor­wahl '07621). Das ist sinn­voll, weil bei Zah­len die füh­ren­den Nul­len weg­fal­len. Das Hoch­kom­ma ge­hört nicht zum Text und wird we­der an­ge­zeigt noch in Funk­tio­nen ver­ar­bei­tet.

In Funk­tio­nen kenn­zeich­net man Text, in­dem man ihn in An­füh­rungs­zei­chen setzt (⇒ Funk­tio­nen ). Sie kön­nen mit dem kauf­män­ni­schen Und "&" (ame­ri­ka­nisch: Am­per­sand) ver­knüpft wer­den.

Übung " Wäh­rungs­rech­ner"

Erstel­len Sie ein Ta­bel­len­blatt zur Um­rech­nung von Schwei­zer Fran­ken in Eu­ro nach Muster, vor­läu­fig oh­ne For­ma­tie­rung:

Auf­ga­ben­be­schrei­bung mit Lö­sung: PDF, OpenOf­fi­ce2, Ex­cel97 .

    4 Zel­len­for­ma­te    

For­ma­tie­ren be­deu­tet, die Er­schei­nungs­form ei­ner Zel­le oder des Zel­lin­hal­tes zu ver­än­dern. Da­zu ge­hö­ren

Tipp : For­ma­te kön­nen auch vom Zel­lin­halt ab­hän­gig ge­macht wer­den (⇒ be­ding­te For­ma­te ). Mit be­ding­ten For­ma­ten kann ei­ne Zel­le au­to­ma­tisch ei­nen ro­ten Hin­ter­grund er­hal­ten, wenn ein Ter­min fäl­lig oder ein Kon­to über­zo­gen ist.

Tipp : es ge­hört zu ei­nem gu­ten Pro­gram­mierstil, In­halt und Form ei­ner Zel­le zu tren­nen. Da­zu ist ei­ne wei­che For­ma­tie­rung geeig­net. (⇒ For­mat­vor­la­gen )

Un­ter­richts­hin­weis: Ich ge­he auf die äu­ßer­li­chen For­ma­te der Zel­le im Un­ter­richt nur ganz kurz ein, weil die Schü­ler dies im Rah­men des Spiel­trie­bes meist schnell selbst ler­nen, wenn auch nur die un­pro­fes­sio­nel­le har­te For­ma­tie­rung.

    4.1 Zel­len ak­ti­vie­ren    

Be­vor Zel­len for­ma­tiert oder sonst­wie be­ar­bei­tet wer­den kön­nen, müs­sen sie ak­ti­viert wer­den.

Screenshot
Ak­ti­vie­ren der Zel­le B2

Ein­zel­ne Zel­len ak­ti­viert man durch ei­nen Klick in die Zel­le.
Die Adres­se der Zel­le wird im Adress­feld an­ge­zeigt, au­ßer­dem wer­den die Spal­ten- und Zei­len­köp­fe der Zel­len her­vor­ge­ho­ben.

Screenshot
Ak­ti­vie­ren der Spal­te B

Gan­ze Spal­ten oder gan­ze Zei­len ak­ti­viert man, in­dem man mit ge­drück­ter lin­ker Maustaste über die Spal­ten- oder Zei­len­köp­fe fährt.
Der Adress­be­reich der Zel­len wird im Adress­feld an­ge­zeigt, au­ßer­dem wer­den die Spal­ten- oder Zei­len­köp­fe der Zel­len her­vor­ge­ho­ben.

Screenshot
Ak­ti­vie­ren des Zell­be­rei­ches B1: C2

Rech­te­ckig zu­sam­men­hän­gen­de Zell­be­rei­che ak­ti­viert man, in­dem man mit ge­drück­ter lin­ker Maustaste über den Zell­be­reich fährt.
Beach­ten Sie im Adress­feld, wie rech­te­ckig zu­sam­men­hän­gen­de Zell­be­rei­che adres­siert wer­den, hier lau­tet die Adres­se B1: C2 Au­ßer­dem wer­den die Spal­ten- und Zei­len­köp­fe der Zel­len her­vor­ge­ho­ben.

Screenshot
Ak­ti­vie­ren von
nicht zu­sam­men­hän­gen­den
Zel­len A1: B1 B3: C3

Nicht zu­sam­men­hän­gen­de Zel­len ak­ti­viert man, in­dem man beim An­kli­cken der zwei­ten und der wei­te­ren Zel­len die Strg-Taste ge­drückt hält.
Im Adress­feld wird nur die Adres­se der je­weils zu­letzt ak­ti­vier­ten Zel­le an­ge­zeigt, Spal­ten- und Zei­len­köp­fe wer­den nicht her­vor­ge­ho­ben.

Über­sicht über die Funk­tio­nenOpenOf­fi­ce / StarOf­fi­ceMS Ex­cel
Zel­le mar­kie­renZel­le An­kli­cken
gan­ze Spal­ten / Zei­len mar­kie­renSpal­ten- / Zei­len­kopf an­kli­cken
rech­te­cki­ge Be­rei­che mar­kie­renEi­ne Zel­le an­kli­cken und dann über die an­de­ren Zel­len fah­ren, oh­ne die Maustaste los­zu­las­sen
meh­re­re Be­rei­che mar­kie­renDen 1. Be­reich mar­kie­ren, bei den fol­gen­den Be­rei­chen die [Strg] - Taste ge­drückt hal­ten. Bei äl­te­ren StarCalc-Ver­sio­nen funk­tio­niert dies nur, wenn der 1. Be­reich mehr als ei­ne Zel­le um­fasst.

    4.2 Zel­len­grö­ße, Zei­len und Spal­ten    

Animation
Ani­ma­tion: Brei­te meh­re­rer Spal­ten
ein­heit­lich mit der Maus ein­stel­len

Die Brei­te der Spal­ten und die Hö­he der Zel­len kön­nen fest­ge­legt wer­den, in­dem man die Gren­zen zwi­schen den Spal­ten- bzw. Zei­len­köp­fen ver­schiebt.

  • Ak­ti­vie­ren Sie ei­ne oder meh­re­re Spal­ten, in­dem Sie mit ge­drück­ter lin­ker Maustaste über die Spal­ten­köp­fe fah­ren.
  • Pa­cken Sie dann die Gren­ze zwi­schen 2 Spal­ten, in­dem Sie die lin­ke Maustaste drü­cken. Ach­ten Sie da­rauf, dass der Maus­zei­ger die Form ei­nes Kreu­zes an­nimmt.
  • Ver­schie­ben Sie die Gren­ze, und ver­än­dern Sie so die Brei­te ei­ner Spal­te. Wenn Sie die Maus los­las­sen, über­neh­men die an­de­ren ak­ti­vier­ten Spal­ten die ein­gestell­te Brei­te.

Mit der Zei­len­hö­he funk­tio­niert es ge­nau­so.

Screenshot
Zei­len­hö­he per Kon­text­me­nu ein­stel­len

Die Brei­te der Spal­ten und die Hö­he der Zel­len kann auch in den Me­nus fest­ge­legt wer­den.

  • Ak­ti­vie­ren Sie ei­ne oder meh­re­re Zei­len, in­dem Sie mit ge­drück­ter lin­ker Maustaste über die Zei­len­köp­fe fah­ren.
  • Drü­cken Sie dann die rech­te Maustaste, so­lan­ge sich der Maus­zei­ger noch über den Zei­len­köp­fen be­fin­det.
  • Wäh­len Sie "Zei­len­hö­he", um die Zei­len­hö­he im cm an­ge­ben wol­len, oder "op­ti­ma­le Zei­len­hö­he", wenn sich die Zei­len au­to­ma­tisch an die Schrift an­pas­sen sol­len.

Mit der Spal­ten­brei­te funk­tio­niert es na­tür­lich ge­nau­so.

Screenshot
Aus­ge­blen­de­te Zei­len wie­der ein­blen­den

Mit dem glei­chen Kon­text­me­nu kann man Zei­len auch lö­schen, hin­zu­fü­gen und aus- und ein­blen­den.

Nach dem Aus­blen­den sind die Zei­len zwar noch vor­han­den, wer­den aber nicht mehr an­ge­zeigt. Man er­kennt es an der nicht fort­lau­fen­den Num­me­rie­rung der Zei­len (sie­he Bild, die Zei­len 9.. 11 sind aus­ge­blen­det, die Zei­len acht.. 12 sind ak­ti­viert).
Aus­blen­den ist sinn­voll, wenn man Ne­ben­rech­nun­gen ver­ste­cken will.
Aus­ge­blen­de­te Be­rei­che wer­den wie­der sicht­bar ge­macht, in­dem man die Zei­len dar­über und dar­un­ter mar­kiert und "Ein­blen­den" im Kon­text­me­nu wählt. (sie­he Bild).

Mit der Spal­ten funk­tio­niert es das na­tür­lich auch.

Über­sicht über die Funk­tio­nenOpenOf­fi­ce / StarOf­fi­ceMS Ex­cel
Spal­ten­brei­te / Zel­len­hö­he ver­än­dernSpal­ten bzw. Zei­len mar­kie­ren
For­mat - Spal­ten / Zei­len oder Kon­text­me­nü

Hin­weis: Zel­len ei­ner Spal­te ha­ben im­mer die­sel­be Brei­te und lie­gen ge­nau über­ein­an­der, bei Zei­len ist es ähn­lich.
Wenn man For­mu­la­re mit Fel­dern erstel­len möch­te, die schein­bar kei­nen Zu­sam­men­hang zuei­nan­der ha­ben, muss man ein klei­nes Spal­ten­raster wäh­len und Zel­len zu­sam­men­fas­sen (⇒ For­mu­la­re ).

    4.3 Zel­len zu­sam­men­fas­sen    

Screenshot
ver­bun­de­ne Zel­len

Meh­re­re Zel­len kön­nen zu­sam­men­ge­fasst wer­den. So kann ei­ne zen­trier­te Über­schrift über meh­re­ren Spal­ten er­rei­chen oder For­mu­la­re auf­bauen, bei de­nen die Ma­trix des Ta­bel­len­blat­tes nicht er­kenn­bar ist. Die zu­sam­men­ge­fassten Zel­len müs­sen in ei­nem rech­te­cki­gen Be­reich lie­gen, sie er­hal­ten die Adres­se der Zel­le oben links.

Über­sicht über die Funk­tio­nenOpenOf­fi­ce / StarOf­fi­ceMS Ex­cel
Zel­len zu­sam­menFor­mat - Zel­len ver­bin­denFor­mat - Zel­len - Aus­rich­tung - Zel­len ver­bin­den

Hin­weis: Zu­sam­men­ge­fasste Zel­len ma­chen im­mer wie­der Schwie­rig­kei­ten, wenn das Ta­bel­len­blatt be­ar­bei­tet wird. Zel­len soll­te man des­halb so spät wie mög­lich zu­sam­men­fas­sen.

Hin­weis II: Zu­sam­men­ge­fasste Zel­len sind ei­ne Mög­lich­keit, For­mu­la­re zu erstel­len, de­ren un­ter­ein­an­der lie­gen­den For­mu­lar­fel­der nicht die­sel­be Grö­ße ha­ben sol­len (⇒ For­mu­la­re ).

    4.4 For­ma­te der Zel­le    

Screenshot
For­ma­te der Zel­len

Für je­de Zel­le kön­nen Hin­ter­grund­far­ben, Rah­men, Rah­men­far­ben usw. fest­ge­legt wer­den.

Über­sicht über die Funk­tio­nenOpenOf­fi­ce / StarOf­fi­ceMS Ex­cel
Zel­len for­ma­tie­renFor­mat - Zel­le - Um­ran­dung
For­mat - Zel­le - Hin­ter­grund

    4.5 Schrift­for­ma­te    

Screenshot
Ver­schie­den for­ma­tier­te Schrif­ten

Schrif­ten kön­nen auf ver­schie­de­ne Ar­ten for­ma­tiert wer­den. Die Mög­lich­kei­ten sind zwar nicht so um­fan­greich wie in ei­ner Text­ver­ar­bei­tung, aber im­mer­hin kann man in­zwi­schen in­ner­halb ei­ner Zel­le meh­re­re Schrift­for­ma­te ver­wen­den, und zB. la­tei­ni­sche und grie­chi­sche Buchsta­ben mi­schen.
Die tie­fer gestell­ten In­de­xe im Bild sind mit ver­schie­de­nen Schrift­grö­ßen vor­ge­täuscht.

Über­sicht über die Funk­tio­nenOpenOf­fi­ce / StarOf­fi­ceMS Ex­cel
SchriftFor­mat - Zel­len - Schrift
For­mat - Zel­len - Schrif­tef­fekt
For­mat - Zel­len - Aus­rich­tung
Screenshot
Übung Wäh­rungs­rech­ner for­ma­tie­ren

Tipp: es ist im­mer ei­ne gu­te Idee, ein Blatt erst dann äu­ßer­lich in Form(at) zu brin­gen, wenn al­les funk­tio­niert und aus­ge­testet ist. Ein Blatt zwi­schen­durch schön zu ma­chen, um die For­ma­tie­rung bei der nächsten Än­de­rung wie­der zu lö­schen, kostet ein­fach nur un­nö­ti­ge Zeit.

Tipp II: Mar­kie­ren Sie ih­re Blät­ter so, dass Sie auch in 2 Jah­ren noch auf An­hieb wis­sen, wo Sie et­was ein­ge­ben kön­nen oder müs­sen.

Tipp III: Wenn Sie ganz si­cher ge­hen wol­len, dass müh­sam erstell­te For­meln nicht ver­se­hent­lich über­schrie­ben wer­den kön­nen, müs­sen Sie die be­tref­fen­den Zel­len schüt­zen (⇒ Zell­schutz ).

Übung " Wäh­rungs­rech­ner "

For­ma­tie­ren Sie den Wäh­rungs­rech­ner nach der Muster­lö­sung.

Die Muster­lö­sun­gen PDF, OpenOf­fi­ce2, Ex­cel97 sind die­sel­ben wie oben.

    4.6 Zah­len­for­ma­te    

4.6.1 Zah­len­for­ma­te zu­wei­sen

Screenshot
Die Zahl 187,25 in ver­schie­de­nen For­ma­ten

Zah­len­for­ma­te ver­än­dern die äu­ße­re Darstel­lung ei­ner Zahl, aber nicht ih­ren Wert. In­tern blei­ben die Zah­len un­ver­än­dert, d.h. ei­ne Ta­bel­len­kal­ku­la­tion rech­net im­mer mit al­len vor­han­de­nen Kom­mastel­len, auch wenn sie nicht sicht­bar sind.

Das Aus­se­hen der Zahl än­dert sich manch­mal so drastisch, dass die Zahl nicht wie­der­zuer­ken­nen ist. Für An­fän­ger ist dies ei­ne häu­fi­ge Quel­le von Über­ra­schun­gen. Soll­te Ih­nen ei­ne sol­che Über­ra­schung wi­der­fah­ren, ent­fer­nen Sie das Zah­len­for­mat (s.u.) oder su­chen Sie die Ur­sa­che bei den Feh­ler­mel­dun­gen .

Ak­ti­vie­ren Sie die Zel­len, und wäh­len Sie das For­mat:

Übung " Zah­len­for­ma­te "

For­ma­tie­ren Sie die Zahl 187,25 wie im Bild dar­ge­stellt.
Lö­sungs­hin­wei­se mit Muster­lö­sung: PDF, Li­breOf­fi­ce, Ex­cel97 .

Über­sicht über die Funk­tio­nenOpenOf­fi­ce / StarOf­fi­ceMS Ex­cel
Zah­len­for­mat zu­wei­senFor­mat - Zel­le - Zah­len
Zah­len­for­mat ent­fer­nenFor­mat - Zel­le - Zah­len - Al­le - Stan­dardFor­mat - Zel­len - Zah­len - Lö­schen

4.6.2 Au­to­ma­ti­sche Zah­len­for­ma­tie­run­gen

Man­che For­ma­tie­run­gen wer­den au­to­ma­tisch er­zeugt, wenn die Zahl geeig­net (oder un­geeig­net, wenn es dumm läuft) ein­ge­ge­ben wird. Dies be­trifft vor al­lem Da­tum, Zeit und Pro­zent. Vor der Ein­ga­be muss man die be­trof­fe­nen Zel­len akt­vie­ren .

Ein­ga­beDarstel­lungFor­mat
30-4-2001
30-4-01
30.04.01Da­tum (in­tern 37011)
16:016:00Zeit (in­tern 0,6666667)
15%15%Pro­zent (in­tern 0,15)

Wenn man ei­ne Zahl nor­mal ein­gibt, und sie trotz­dem als Da­tum oder Uhr­zeit dar­ge­stellt wird, kann es zwei Ur­sa­chen ge­ben.

  • Die Zel­le war vor­her schon als Da­tum (Uhr­zeit) for­ma­tiert, z.B. weil dort frü­her mal ein Da­tum stand.
  • Der Zel­lin­halt wird aus ei­nem Da­tum (Uhr­zeit) be­rech­net.

In bei­den Fäl­len kön­nen Sie die For­ma­tie­rung ent­fer­nen, wie es im obi­gen Ka­pi­tel be­schrie­ben ist.

4.6.3 Da­tum und Zeit

Screenshot
Nee, das ist nicht mein Ge­burtstag

Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen spei­chern ein Da­tum nicht mit Tag, Mo­nat und Jahr, son­dern zäh­len die An­zahl der Ta­ge ab dem 01.01.1900. Vor dem Kom­ma wer­den die Ta­ge ge­zählt, nach dem Kom­ma auch - und zwar als Bruch­tei­le ei­nes Ta­ges, dort sind al­so die Stun­den ver­steckt.

Des­halb ist 187,25 als Da­tum der 05.07.1900 um 6:00 Uhr früh
Die Uhr­zeit er­rech­net man aus 0,25 mal 24 Stun­den. Wenn man mit Stun­den wei­ter rech­nen möch­te, z.B. um ein Ge­halt zu be­rech­nen, muss man sie un­ter Um­stän­den mit 24 mul­ti­pli­zie­ren.

Zum Ein­ge­ben von Da­tum und Zeit muss man nicht selbst rech­nen, das kann die Ta­bel­len­kal­ku­la­tion bes­ser. Ge­ben Sie ein Da­tum mit 2 Mi­nus­zei­chen ein, z.B. "31-4-2001" (⇒ Au­to­ma­ti­sche Zah­len­for­ma­tie­rung )-

Übung "Al­ter in Ta­gen und Stun­den be­rech­nen"

Be­rech­nen Sie Ihr Al­ter in Ta­gen, Mi­nu­ten und Se­kun­den.
Lö­sungs­hin­wei­se mit Muster­lö­sung: PDF, Li­breOf­fi­ce, Ex­cel97 .

4.6.4 Feh­ler­mel­dun­gen

(⇒ Feh­ler­mel­dun­gen )

    4.7 For­mat über­tra­gen    

Animation
Ani­ma­tion: Über­tra­gen ei­ner
For­ma­tie­rung mit Hil­fe des Pin­sels

Har­te For­ma­te kann man mit Hil­fe des Pin­sels von ei­ner Muster­zel­le auf an­de­re Zel­len zu über­tra­gen (OpenOf­fi­ce erst ab Ver­sion 2.0).

  • Muster­zel­le an­kli­cken (Text 1)
  • Pin­sel­sym­bol an­kli­cken
  • Neue Zel­le an­kli­cken (Text 2)

Für grö­ße­re Pro­jek­te soll­te man mit wei­chen For­ma­tie­run­gen ar­bei­ten (⇒ For­mat­vor­la­gen ).

    4.8 Zell­schutz    

Zell­schutz ver­hin­dert, dass der In­halt von Zel­len ver­se­hent­lich oder ab­sicht­lich geän­dert oder auch nur ein­ge­se­hen wer­den kann. Da­zu kann ein Pass­wort ver­ge­ben wer­den. Es sind zwei Schrit­te not­wen­dig:

Über­sicht über die Funk­tio­nenOpenOf­fi­ce / StarOf­fi­ceMS Ex­cel
Zel­le sper­ren / ent­sper­renFor­mat - Zel­le - Zell­schutz - Ge­sperrtFor­mat - Zel­len - Schutz - Ge­sperrt
Zell­schutz ak­ti­vie­ren / deak­ti­vie­ren mit Pass­wortEx­tras - Do­ku­ment­schutz - Ta­bel­le / Do­ku­mentEx­tras - Schutz - Blatt / Ar­beits­map­pe
  • Die Zel­len, die ge­schützt wer­den sol­len, müs­sen ge­sperrt for­ma­tiert wer­den
  • Der Zell­schutz für das gan­ze Ta­bel­len­blatt muss ak­ti­viert wer­den, da­bei kann ein Pass­wort ver­ge­ben wer­den

Übun­gen

Screenshot
Übung Zei­ter­fas­sung

Tipp I : Pla­nen Sie ei­nen aus­rei­chend gro­ßen Ein­ga­be­be­reich, und mar­kie­ren Sie ihn, da­mit Sie ihn wie­der fin­den. Le­gen Sie al­le For­meln so aus, dass Sie für den gan­zen Ein­ga­be­be­reich gel­ten.
Wie man ei­nen Be­reich nach­trä­glich er­wei­tert, fin­den Sie bei Ta­bel­le er­wei­tern .

Tipp II : Auf Pa­pier sind wir es ge­wohnt, dass die Er­geb­nis­se ei­ner Rech­nung ganz un­ten ste­hen. Das hat sich ent­wi­ckelt, weil man so leich­ter ad­die­ren kann, und ist kein Pro­blem, weil Pa­pier­sei­ten meist klein und über­sicht­lich ist, seit­dem Pa­py­rus­rol­len nicht mehr üblich sind.
Bei Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen ist dies an­ders. Die Blät­ter kön­nen sehr lang sein, und ad­die­ren muss man auch nicht mehr selbst. Des­halb soll­ten in Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen die Er­geb­nis­se im­mer oben auf dem Blatt ste­hen, da­mit man sie auf dem ein­ge­schränk­ten Aus­schnitt des Bild­schir­mes gleich fin­den kann.

Übung " Zei­ter­fas­sung "

Erstel­len Sie ei­ne Liste zur Zei­ter­fas­sung, z.B. um wech­seln­de Ar­beits­zei­ten auf­zu­schrei­ben und zu be­rech­nen.
Ein­ga­be­wer­te: Da­tum, An­fangs­zeit und En­de­zeit für je­den Ein­satz (grü­ne Fel­der)
Zwi­schen­rech­nung: Dauer (wei­ßer Fel­der)
Aus­ga­be­wer­te: Zei­traum (erstes und letz­tes Da­tum) und Ge­sam­tan­zahl al­ler ge­ar­bei­te­ten Stun­den (brau­ne Fel­der).

Lö­sungs­hin­wei­se mit Muster­lö­sung: PDF, Li­breOf­fi­ce, Ex­cel97 .

    5 Ko­pier­tech­nik­en    

Die Stär­ke von Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen liegt nicht bei klei­nen Wäh­rungs­rech­nern, son­dern bei se­rien­wei­sen Be­rech­nun­gen, Ta­bel­len mit wech­seln­den Ein­gangs­da­ten, ite­ra­ti­ven Be­rech­nun­gen usw. Um die­se Stär­ken aus­nut­zen zu kön­nen, soll­te man bei der An­la­ge von Ta­bel­len­blät­tern et­was vor­au­spla­nen (⇒ Um­fan­grei­che Ta­bel­len an­le­gen ):

  • Ein­gangs­da­ten als Va­ria­ble ein­ge­ben, da­mit sie geän­dert wer­den kön­nen oh­ne in For­meln ein­zu­grei­fen.
  • Blät­ter in Ta­bel­len­form, d.h. als als rech­te­cki­ge Ma­trix an­le­gen, da­mit die For­meln ko­piert wer­den kön­nen und nicht ein­zeln ma­nuell ein­ge­ben wer­den müs­sen.
  • Auf re­la­ti­ve und ab­so­lu­te Adres­sie­rung ach­ten, um die Va­ria­blen sinn­voll ko­pie­ren zu kön­nen.
Übung Ar­ti­kel­liste

Le­gen Sie ei­ne Liste be­lie­bi­ger Ar­ti­kel mit ei­nem Net­to­preis an. Der Brut­to­preis mit Mehr­wertsteuer soll von der Ta­bel­len­kal­ku­la­tion be­rech­net wer­den. (⇒ Muster­lö­sung )

Die emp­foh­le­ne Vor­ge­hens­wei­se wird am Bei­spiel "Ar­ti­kel­liste" er­läu­tert.
Mit ihr kann man ge­nau­so­gut 40000 statt 4 Ar­ti­kel be­ar­bei­ten - ab­ge­se­hen vom Ein­tip­pen der Ar­ti­kel und Net­to­prei­se: -)

    5.1 Ko­pie­ren mit und oh­ne Listen    

Num­me­rie­ren Sie die Ar­ti­kel­liste.

Animation
Ani­ma­tion: Num­me­rie­ren durch Ko­pie­ren

Ei­ne Met­ho­de zur Num­me­rie­rung ist das Ko­pie­ren ei­ner Liste. Ge­hen Sie da­zu wie folgt vor:

  • Ge­ben Sie die ersten Zah­len der Num­me­rie­rung in die ent­spre­chen­den Zel­len ein. Hier sind es die Zah­len 1 und 2 in den Zel­len A4 und A5.
  • Ak­ti­vie­ren Sie die Zel­len A4 und A5, in­dem Sie mit ge­drück­ter lin­ker Maustaste dar­über fah­ren.
  • Las­sen Sie da­nach die Maustaste wie­der los.
  • Fah­ren Sie jetzt mit der Maus über das rech­te un­tere Eck des mar­kier­ten Be­rei­ches. So­bald der Maus­zei­ger wie ein Kreuz aus­sieht, kön­nen Sie die Ecke pa­cken und mit ge­drück­ter lin­ker Maustaste nach un­ten zie­hen.
  • Die Ta­bel­len­kal­ku­la­tion ver­sucht, den Ryth­mus der vor­ge­ge­be­nen Zah­len zu er­ken­nen und fort­zu­set­zen. Manch­mal ist es nö­tig, mehr als zwei Zah­len vor­zu­ge­ben.
  • Wenn man kei­ne Fort­set­zung der Liste möch­te, son­dern wir­klich nur ko­pie­ren, dann ge­nügt es, die Strg-Taste zu drü­cken, wäh­rend man die Zel­le ko­piert.

Tipp : Mit die­sem Ver­fah­ren kann man auch an­de­re Listen er­zeu­gen, z.B.

  • 1; 3 -->1; 3; 5; 7; 9;.. (un­ge­ra­de Zah­len)
  • Mo; Di -->Mo; Di; Mi; Do; Fr; Sa; So (Wo­chen­ta­ge)
  • Pro­bie­ren Sie aus, was Ih­re Ta­bel­len­kal­ku­la­tion kann!

    5.2 Ko­pie­ren mit re­la­ti­ven Adres­sen    

Ge­ben Sie in die Zel­le D4 die For­mel zur Be­rech­nung des Brut­to­prei­ses ein, und ko­pie­ren Sie die For­mel ge­nau­so wie oben.

Animation
Ani­ma­tion: For­mel ein­ge­ben und ko­pie­ren
(Die MwSt ist lei­der zu nie­drig an­ge­ge­ben)
  • Zel­le D4 ak­ti­vie­ren
  • For­mel mit ei­nem Gleich­heits­zei­chen be­gin­nen. Die Re­chen­leiste ver­än­dert sich.
  • In die Zel­le C4 kli­cken oder "C4" ein­tip­pen, um die Zel­le C4 als Va­ria­ble in die For­mel ein­zu­fü­gen. Die For­mel rech­net nun mit dem In­halt der Zel­le C4.
  • For­mel ver­vollstän­di­gen: D4: =C4*1,19
  • For­mel mit dem grü­nen Häk­chen oder der Re­turn-Taste ab­schlie­ßen
  • Rech­te un­tere Ecke der Zel­le pa­cken, so­bald der Maus­zei­ger wie ein Kreuz aus­sieht, und nach un­ten zie­hen

In der Zel­le D4 wird das Er­geb­nis der Be­rech­nung an­ge­zeigt. Da die Zel­le ak­ti­viert ist, wird die For­mel in der Re­chen­leiste an­ge­zeigt.

Screenshot
Screens­hot: For­mel mit re­la­ti­ver Adres­sie­rung

Wenn man die neue For­mel in D6 prüft, stellt man fest, dass dort nicht die ur­sprün­gli­che For­mel D4: =C4*1,19 steht, son­dern die For­mel beim Ko­pie­ren an­ge­passt wur­de in D6: =C6*1,19.

Be­grün­dung : Die An­ga­be C4 in der For­mel D4: =C4*1,19 ist ei­ne re­la­ti­ve Adres­se .
An­ders for­mu­liert, spei­chert das Pro­gramm die Adres­se nicht ab­so­lut: "Ho­le den In­halt aus der Zel­le C4", son­dern re­la­tiv: "Ho­le den In­halt aus der Zel­le links ne­ben dir". Die zwei­te For­mu­lie­rung wird beim Ko­pie­ren bei­be­hal­ten, des­halb holt je­de For­mel in den Zel­len D5, D6 und D7 die Va­ria­ble aus den Zel­len je­weils links da­ne­ben. Das nennt man re­la­tiv.

So wird es mög­lich, dass die­sel­be For­mel mit im­mer neuen Va­ria­blen rech­net. Die For­mel muss nur ein­mal ein­ge­ge­ben wer­den und kann durch Ko­pie­ren ver­viel­fäl­tigt wer­den.

    5.3 ex­ter­ne Va­ria­ble    

Die nächste Er­hö­hung der Mehr­wertsteuer kommt bestimmt! Zu al­lem Är­ger müsste dann auch noch die For­mel in den Zel­len D4 bis D7 der Ar­ti­kel­liste geän­dert wer­den. Das ist sehr um­ständ­lich, des­halb legt man den Mehr­wertsteuer­satz bes­ser als ex­ter­ne Va­ria­ble an, hier in der Zel­le D2.

Screenshot
Mehr­wertsteuer als ex­ter­ne Va­ria­ble
in der Zel­le D1, aber noch falsch adres­siert.

Zah­len, die man un­ter Um­stän­den än­dern muss, soll­te man nicht di­rekt in For­meln schrei­ben, son­dern als ex­ter­ne Va­ria­ble in ei­ner Zel­le ab­le­gen. Die For­mel kann sich die Va­ria­ble aus der Zel­le ho­len, de­ren In­halt leicht zu än­dern ist oh­ne Ge­fahr für die For­mel.

Da­bei gibt es ein Pro­blem: Wenn man hier die re­la­ti­ve Adres­se D1 für den Mehr­wertsteuer­satz ver­wen­det und die For­mel D4: = C4*(1+D1) ko­piert, än­dert sich die ur­sprün­gli­che Adres­se D1 in den ko­pier­ten For­meln und zeigt nicht mehr auf den Mehr­wertsteuer­satz.
Im Bild steht in der Zel­le D6 die For­mel D6: = C6*(1+D3) oh­ne Be­zug zum Mehr­wertsteuer­satz im Feld D1. Die­se For­mel rech­net Un­sinn!

Aus die­sen Grün­den darf hier die Mehr­wertsteuer kei­ne re­la­ti­ve Adres­se er­hal­ten, son­dern es muss ei­ne ab­so­lu­te Adres­se sein. Sie wird mit Dol­lar-Zei­chen ge­schrie­ben und lau­tet $D$1.

    5.4 Ko­pie­ren mit ab­so­lu­ter Adres­se    

Adres­sie­ren Sie die ex­ter­ne Va­ria­ble ab­so­lut mit $-Zei­chen in der Adres­se, und ko­pie­ren Sie die For­mel.

Screenshot
Mehr­wertsteuer als ex­ter­ne Va­ria­ble
in D1 mit ab­so­lu­ter Adres­sie­rung $D$1

Ab­so­lu­te Adres­sen ver­än­dern sich beim Ko­pie­ren nicht. Man er­zeugt sie durch ein $-Zei­chen (Dol­lar) vor dem Buchsta­ben (Spal­te wird fest­ge­na­gelt) oder vor der Zahl (Zei­le wird fest­ge­na­gelt) oder bei­den (Adres­se ist kom­plett fest­ge­na­gelt).

Die neue For­mel in D4 lau­tet jetzt al­so: D4: = C4 * (1 + $D$1)

Im Bild kann man in Zel­le D6 er­ken­nen, dass die ab­so­lu­te Adres­se $D$1 beim Ko­pie­ren bei­be­hal­ten wur­de und die Mehr­wertsteuer an der kor­rek­ten Stel­le sucht. Die ab­so­lu­te Adres­se $D$1 ver­weist in je­der ko­pier­ten Zel­le auf $D$1 und da­mit auf ei­ne fest­ste­hen­de ex­ter­ne Va­ria­ble.

Für ex­ter­ne Va­ria­ble soll­ten al­so ab­so­lu­te Adres­sen ge­wählt wer­den, für Lauf­va­ria­ble sind in der Re­gel re­la­ti­ve Adres­sen günsti­ger, im Ein­zel­fall auch kom­bi­nier­te Adres­sen (sie­he fol­gen­des Ka­pi­tel).

Tipp : Man muss die $-Zei­chen für die ab­so­lu­te Adres­sen nicht ein­tip­pen. Es ge­nügt, in der Re­chen­leiste die Adres­se, z.B. C4, zu mar­kie­ren und dann mehr­mals den Short­cut Um­schalt-F4 (OpenOf­fi­ce) bzw. nur F4 (Ex­cel) zu drü­cken.

Übung

Screenshot
Preis­liste mit 2 Wäh­run­gen
Übung " Preis­liste "

Erstel­len Sie für ein Stra­ßen­fest ei­ne Preis­liste. Ge­ben Sie die Prei­se in 2 Wäh­run­gen (€, sfr) an, der Wech­sel­kurs soll leicht ver­än­der­bar sein.
Ein­ga­be­wer­te: Ar­ti­kel, €-Prei­se und Wech­sel­kurs.
Aus­ga­be­wer­te: Prei­se in Schwei­zer Fran­ken.

Lö­sungs­hin­wei­se und Muster­lö­sung: PDF, OpenOf­fi­ce2, Ex­cel97 . Die Muster­lö­sun­gen ent­hal­ten auch die Lö­sun­gen zur Ar­ti­kel­liste.
Hin­weis: Ich ha­be es bis­her nicht ge­schafft, die Gra­fik aus der Ta­bel­len­kal­ku­la­tion in die PDF-Da­tei zu ret­ten.

    5.5 kom­bi­nier­te re­la­ti­ve und ab­so­lu­te Adres­sie­run­gen    

Screenshot
Wür­fel­sum­men bei ei­nem Wurf mit 2 Wür­feln

Es kann auch nö­tig sein, in­ner­halb ei­ner Va­ria­ble­na­dres­se re­la­ti­ve und ab­so­lu­te Adres­sie­rung zu mi­schen, d.h. die Zei­le ab­so­lut und die Spal­te re­la­tiv zu adres­sie­ren oder um­ge­kehrt.

Im Bild wer­den die Sum­men zweier ver­schie­den­far­bi­ger Wür­fel in al­len mög­li­chen Kom­bi­na­tio­nen ge­bil­det. Her­vor­ge­ho­ben ist die Zel­le C5 mit der For­mel =C$4 + $B5.
Für den blauen Wür­fel oben muss die Adres­sie­rung C$4 lau­ten, da­mit die ab­so­lu­te Zei­le­na­dres­se $4 beim Ko­pie­ren nach un­ten auf der Zei­le 4 ste­hen bleibt, wäh­rend die re­la­ti­ve Spal­te­na­dres­se C beim Ko­pie­ren nach rechts mit­wan­dern kann. Für den ro­ten Wür­fel links in $B5 ist es um­ge­kehrt.

Tipp : Man muss die $-Zei­chen für die ab­so­lu­te Adres­sen nicht ein­tip­pen. Es ge­nügt, in der Re­chen­leiste die Adres­se, z.B. C4, zu mar­kie­ren und dann mehr­mals den Short­cut Um­schalt-F4 (OpenOf­fi­ce) bzw. nur F4 (Ex­cel) zu drü­cken.

Übung " Wür­fel­sum­me "

Wenn man die Wahr­schein­lich­keit be­rech­nen will, 5 Punk­te mit zwei Wür­feln zu wer­fen, muss man die An­zahl der Mög­lich­kei­ten, 5 Punk­te mit 2 Wür­feln zu er­rei­chen, durch die An­zahl al­ler Mög­lich­kei­ten tei­len. Das Er­geb­nis ist al­so 4/36 = 1/9.
Um al­le Mög­lich­kei­ten von 2 Wür­feln dar­zustel­len, bie­tet sich die Darstel­lung in ei­ner Ma­trix 6x6 an.

Erstel­len Sie die­se Ma­trix nach dem Muster. Da­mit Sie die For­mel in C5 ko­pie­ren kön­nen, müs­sen Sie ab­so­lu­te und re­la­ti­ve Adres­sie­run­gen mi­schen.
Die Lö­sung fin­den Sie im Blatt " Gro­ßes 1x1 " (sie­he un­ten).

Übun­gen

Screenshot
Das gro­ße Ein­ma­leins kann
in 60 Se­kun­den er­stellt wer­den.

Die Übung "Gro­ßes 1x1" ist ei­ne blo­ße Wie­der­ho­lung der Übung "Wür­fel­sum­me".

Übung " Gro­ßes 1x1 "

Erstel­len Sie ei­ne Ma­trix mit dem gro­ßen Ein­ma­leins bis 20

Muster­lö­sung: PDF ), Li­breOf­fi­ce, Ex­cel97 .
Die Muster­lö­sun­gen ent­hal­ten auch die Lö­sun­gen zur Wür­fel­sum­me.

Screenshot
Über­schla­gen Sie ei­ne Fi­nan­zie­rung
Die­se Übung ist das Kern­stück mei­nes Kur­ses

Die Übung "Til­gung­splan" ist das Kern­stück die­ses Kur­ses. Be­grün­dung:

  • Die we­sent­li­chen Tei­le der Übung, ein­fa­che For­meln und Ko­pier­tech­nik­en, sind beim ak­tuel­len Stand des Kur­ses rei­ne Wie­der­ho­lung.
  • Mit zwei ein­fa­chen For­meln und ge­schick­tem Ko­pie­ren wird das Ta­bel­len­blatt zu ei­nem prak­ti­schen Werk­zeug. Im Prin­zip kann man schon nach 10 Mi­nu­ten her­um­pro­bie­ren, wie viel und wie lan­ge man für ein Au­to oder ein Haus zah­len muss, was ei­ne Fi­nan­zie­rung kostet usw. Mei­nes Erach­tens ist das nicht schäd­lich für jun­ge Men­schen vol­ler Kon­sum­ge­lüste.
  • Das ge­schick­te Ko­pie­ren ba­siert auf ei­ner geeig­ne­ten An­ord­nung des Blat­tes und auf re­la­ti­ver und ab­so­lu­ter Adres­sie­rung. Die­se müs­sen Sie ver­stan­den ha­ben, sonst zu­rück, marsch, marsch .
  • Die mysti­sche Zin­ses­zins­be­rech­nung wird auf ein­fa­che For­meln, die fast al­le Schü­ler ver­ste­hen, und häu­fi­ge Wie­der­ho­lung re­du­ziert. Dies ist ein Bei­spiel für nu­me­ri­sche statt ana­ly­ti­scher Lö­sungs­met­ho­den.
    Viel­leicht wer­den da­mit ei­ni­ge jun­ge Men­schen für die Ma­the­ma­tik und die In­ge­nieur­wis­sen­schaf­ten ge­won­nen.
  • Wei­te­re­Ele­men­te der Übung "Til­gung­splan" wie Lauf­zeit, gra­fi­sche Darstel­lung usw. sind Kos­me­tik, die­nen nur dem Kom­fort und sind nicht un­be­dingt für die Funk­tion des Blat­tes er­for­der­lich. Sie bie­ten aber die Über­lei­tung für eben die­se­Ele­men­te.
Übung " Til­gung­splan "

Erstel­len Sie ei­nen Til­gung­splan, mit dem Sie über­schla­gen kön­nen, wie lan­ge Sie an Ih­ren Schul­den zu knab­bern ha­ben, wenn Sie die Fin­ger nicht da­von las­sen kön­nen.

Ar­beits­blatt: PDF mit aus­führ­li­cher, aber äl­te­rer Ar­beit­san­lei­tung
Muster­lö­sung: PDF, OpenOf­fi­ce3 (Li­breOf­fi­ce stellt die Kom­men­ta­re scheuß­lich dar, aber sonst funk­tio­niert es), Ex­cel97 .

Screenshot
Sam­mel­bestel­lung

Wich­ti­ger Hin­weis : Auch Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen kön­nen sich ver­rech­nen!

Im Ta­bel­len­blatt Sam­mel­bestel­lung wird die Funk­tion =GANZZAHL() ver­wen­det, um Kom­mastel­len ab­zu­schnei­den. Dies ist bei der Er­mitt­lung des Wech­sel­geld­be­dar­fes not­wen­dig, weil nur gan­ze Schei­ne aus­ge­ge­ben wer­den sol­len: -)
Die Funk­tion =GANZZAHL() kann zu Feh­lern füh­ren. Wa­rum das so ist, und wie Sie das Pro­blem lö­sen, fin­den Sie in der Ar­beit­san­wei­sung zur Sam­mel­bestel­lung und im Ka­pi­tel nu­me­ri­sche Feh­ler .

Tipp : Na­tür­lich ist das Ein­ga­be­feld der Sam­mel­bestel­lung viel zu klein. Wie Sie es er­wei­tern kön­nen, fin­den Sie im Ka­pi­tel Ta­bel­len er­wei­tern .

Übung " Sam­mel­bestel­lung "

Erstel­len Sie ein Ta­bel­len­blatt, mit dem ei­ne Sam­mel­bestel­lung er­fasst und ab­ge­rech­net wer­den kann. Au­ßer­dem soll der Wech­sel­geld­be­darf mit der nö­ti­gen An­zahl von Schei­nen und Mün­zen er­mit­telt wer­den.

Ar­beits­blatt: PDF (16kB) mit aus­führ­li­cher Ar­beit­san­lei­tung
Muster­lö­sung: PDF, Li­breOf­fi­ce, Ex­cel97 .

    6 Ar­bei­ten mit Funk­tio­nen    

Mit Funk­tio­nen kann man al­le er­den­kli­chen Be­rech­nun­gen durch­füh­ren und auch Tex­te ma­ni­pu­lie­ren.

Sie kön­nen übri­gens al­le Funk­tio­nen, die hier als Bei­spiel auf­ge­führt sind, aus der Web­sei­te ko­pie­ren, in ei­ne Zel­le ei­ner Ta­bel­len­kal­ku­la­tion ein­fü­gen und das Er­geb­nis prü­fen.

    6.1 Auf­bau von Funk­tio­nen    

Al­le Funk­tio­nen in Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen be­gin­nen mit ei­nem Gleich­heits­zei­chen, dann folgt die Be­zeich­nung der Funk­tion (au­ßer bei ein­fa­chen Grund­re­che­nar­ten) und zu­letzt die Liste der Ar­gu­men­te in Klam­mern.

  • =WURZEL(17)
    be­rech­net die Qua­drat­wur­zel aus der Zahl 17

Bei ein­fa­chen Grund­re­che­nar­ten kann die An­ga­be der Funk­tion ent­fal­len, muss aber nicht.

  • =2*3
  • =PRODUKT(2;3)
    be­rech­nen bei­de das Pro­dukt der Zah­len 2 und 3 mit dem Er­geb­nis 6

Auch bei Funk­tio­nen oh­ne Ar­gu­men­te fol­gen (lee­re) Klam­mern:

  • =PI()
    π= 3,1415..
  • =JETZT()
    gibt die ak­tuel­le Uhr­zeit an
  • =HEUTE()

Ar­gu­men­te kön­nen re­la­ti­ve oder ab­so­lu­te oder ge­misch­te Adres­sen sein.

  • =SIN(C5)
  • =TAN(C$5)
  • =ARCCOS($C$5)
    be­rech­nen die an­ge­ge­be­ne Win­kel­funk­tio­nen für den Wert aus der adres­sier­ten Zel­le C5

Win­kel­funk­tio­nen und ih­re Um­kehr­funk­tio­nen (tri­go­no­me­tri­sche und zy­klo­me­tri­sche Funk­tio­nen) rech­nen mit dem Bo­gen­maßRAD. Beim Bo­gen­maß steht 2 π für ei­nen Voll­kreis von 360°, bzw. π für ei­nen hal­ben Kreis von 180°.
Wenn man Win­kel­funk­tio­nen mit Win­kel­grad DEG (360°) rech­nen möch­te, muss man die Win­kel­gra­de ins Bo­gen­maß um­wan­deln. Das geht mit der Funk­tion =RAD(Win­kel­grad) oder alt­mo­disch, in­dem man die Win­kel­grad mit π mul­ti­pli­ziert und durch 180° teilt.
Um­ge­kehrt ver­wen­det man die Funk­tion =DEG(Bo­gen­maß) oder rech­net alt­mo­disch (sie­he Bei­spiel rechts).

  • =SIN(RAD(30°))
    =SIN(30 * PI() / 180)
    be­rech­nen den Si­nus des Win­kels 30°, das Er­geb­nis ist 0,5.
  • =DEG(ARCTAN(0,5))
    =ARCTAN(0,5)*180/PI()
    be­rech­nen den Ar­custan­gens von 0,5 und gibt das Er­geb­nis 26,56 in Win­kel­grad aus. Die Ein­heit ° muss man sich da­zu den­ken.

Wenn ei­ne Funk­tion meh­re­re Ar­gu­men­te be­nö­tigt, wer­den die­se durch Strich­punk­te ge­trennt. Die Rei­hen­fol­ge der Ar­gu­men­te ist fest vor­ge­ge­ben, man kann sie in der Hil­fe­funk­tion nach­schla­gen. Wenn man For­me­las­sisten­ten zur Erstel­lung der For­mel ver­wen­det, wird die Rei­hen­fol­ge au­to­ma­tisch ein­ge­hal­ten.

  • = WENN (A5>A6; A5; A6)
    prüft, wel­che der Zel­len A5 und A6 den grö­ße­ren In­halt hat, und zeigt die grö­ße­re Zel­le an.
    • WENN: Das erste Ar­gu­ment A5>A6 stellt die Fra­ge, ob der Zel­lin­halt von A5 grö­ßer als der von A6 ist, und gibt ein ein­deu­ti­ges Er­geb­nis: WAHR oder FALSCH bzw. in Zah­len 1 oder 0
    • DANN: Das zwei­te Ar­gu­ment A5 wird aus­ge­führt, wenn die Be­din­gung im ersten Ar­gu­ment WAHR ist, d.h. A5 grö­ßer als A6 ist. In die­sem Fall wird der Zel­lin­halt von A5 an­ge­zeigt.
    • SONST: Das drit­te Ar­gu­ment A6 wird aus­ge­führt, wenn die Be­din­gung im ersten Ar­gu­ment nicht wahr (FALSCH) ist, d.h. A6 grö­ßer oder gleich A5 ist. In die­sem Fall wird der Zel­lin­halt von A6 an­ge­zeigt.

Man­che Funk­tio­nen ver­wen­den ei­ne un­bestimm­te An­zahl von Ar­gu­men­ten. Da in sol­chen Fäl­len die Ar­gu­men­te gleich­wer­tig sind, spielt ih­re Rei­hen­fol­ge kei­ne Rol­le.

  • =MAX(A5;A6)
    lie­fert das­sel­be Er­geb­nis wie die =WENN()-Funk­tion im vor­her­ge­hen­den Bei­spiel
  • =PRODUKT(2;3;C7;5;C12)
    be­rech­net das Pro­dukt aus den Zah­len 2,3 und 5 und den Zel­lin­hal­ten aus C7 und C12.

Als Ar­gu­men­te kön­nen auch gan­ze Be­rei­che an­ge­ge­ben wer­den. Die­se rech­te­cki­gen Be­rei­che wer­den mit zwei Zel­la­dres­sen und ei­nem Dop­pel­punkt daz­wi­schen be­zeich­net. Um die­se Be­rei­che ein­zu­ge­ben ge­nügt es, die Be­rei­che mit der Maus zu mar­kie­ren.

  • =SUMME(D1: F3)
    be­rech­net die Sum­me al­ler Zel­len, die im Rech­teck zwi­schen D1 und F3 lie­gen.
  • =Mit­tel­wert(Ta­bel­le2.D3: Ta­bel­le5.D3)
    er­mit­telt den Mit­tel­wert der Zel­len D3 in den Ta­bel­len­blät­ter 2 bis 5 und gibt ihn aus.

    6.2 Ope­ra­to­ren    

Ope­ra­to­ren sind Son­der­zei­chen, die in­ner­halb von For­meln ver­wen­det wer­den. Man un­ter­schei­det arith­me­ti­sche Ope­ra­to­ren, Tex­to­pe­ra­to­ren, Ver­gleich­so­pe­ra­to­ren, Be­zug­so­pe­ra­to­ren und Boo­le­sche Ope­ra­to­ren.

Arith­me­ti­sche Ope­ra­to­ren

sind die übli­chen Re­chen­zei­chen + (plus), - (mi­nus), * (mal), / (ge­teilt durch), ^ (hoch) und % (Pro­zent).
Das Hoch-Zei­chen ^ er­scheint am Bild­schirm erst, wenn ei­ne wei­te­re Taste ge­drückt wird: -)

  • = 2 + 3
    be­rech­net die Sum­me 2 plus 3 = 5
  • = -2 - 3
    be­rech­net die Dif­fe­renz (-2) mi­nus 3 = (-5)
  • = 2 * 3
    (Stern­chen) be­rech­net das Pro­dukt 2 mal 3 = 6
  • = 2 / 3
    be­rech­net die Di­vi­sion 2 ge­teilt durch 3 = 0,66..
  • = 2 ^ 3
    be­rech­net die Po­tenz 2 hoch 3 = 8
  • = 20%
    rech­net in Pro­zent um 20%= 0,20 (teilt durch 100)

Tex­to­pe­ra­to­ren

die­nen den Um­gang mit Tex­ten (Strings). Tex­to­pe­ra­to­ren sind das kauf­män­ni­sche UND & und die An­füh­rungs­zei­chen ".

  • &
    Das kauf­män­ni­sche UND setzt Tex­te zu­sam­men.
  • "
    Al­les, was zwi­schen An­füh­rungs­zei­chen steht, wird als Text be­han­delt.
  • = "Na­me" & ", " & "Vor­na­me"
    in An­füh­rungs­zei­chen " " ge­setz­te Zei­chen wer­den als Text be­han­delt, das kauf­män­ni­sche UND & reiht Tex­te an­ein­an­der.
    Das Er­geb­nis ist "Na­me, Vor­na­me" (oh­ne An­füh­rungs­zei­chen).
 

Ei­ne merk­wür­di­ge Ver­wen­dung des kauf­män­ni­schen UND & fin­den Sie im fol­gen­den Bei­spiel. Bei­de For­meln pro­du­zie­ren in OOo2.3 das­sel­be Er­geb­nis, aber ei­ne Über­tra­gung auf ähn­li­che Bei­spie­le ist mir bis­her nicht ge­lun­gen.

  • =WENN(D19&D20&D21=""; "­wahr";"­falsch")
  • =WENN(UND(D19="";D20="";D21=""); "­wahr";"­falsch")

Ver­gleich­so­pe­ra­to­ren

sind die Zei­chen = (gleich), > (grö­ßer als), >= (grö­ßer oder gleich), < (klei­ner als), <= (klei­ner oder gleich) und <>: (un­gleich).

Sie ver­glei­chen zwei Wer­te und ge­ben das Er­geb­nis WAHR bzw. 1 oder das Er­geb­nis FALSCH bzw. 0. Ver­gleich­so­pe­ra­to­ren wer­den oft in der Wenn-Funk­tion ein­ge­setzt, aber auch in an­de­ren Funk­tio­nen.

  • = A5 > 3
    Wenn der In­halt der Zel­le A5 grö­ßer als 3 ist, ist das Er­geb­nis des Ver­glei­ches WAHR, an­sonsten FALSCH.
    In die­sem Bei­spiel ist der Ver­gleich­so­pe­ra­tor das Zei­chen >, aber sinn­ge­mäß funk­tio­niert es auch mit je­dem an­de­ren Ver­gleich­so­pe­ra­to­ren.
  • =WENN(A5 > 3; "A5 ist grö­ßer"; " A5 ist klei­ner oder gleich" )
    Im 1. Ar­gu­ment steht der Ver­gleich, hier "In­halt der Zel­le A5 grö­ßer als 3".
    Wenn der Ver­gleich WAHR ist, wird das 2. Ar­gu­ment "A5 ist grö­ßer" aus­ge­ge­ben.
    Wenn der Ver­gleich FALSCH ist, wird das 3. Ar­gu­ment "A5 ist klei­ner oder gleich" aus­ge­ge­ben.

Be­zug­so­pe­ra­to­ren

ver­wen­det man, wenn für Ar­gu­men­te gan­ze Be­rei­che ver­wen­det wer­den. Be­zug­so­pe­ra­to­ren sind der Dop­pel­punkt, der Strich­punkt (Se­mi­ko­lon) und das Leer­zei­chen.

  • Be­reich­so­pe­ra­tor:
    • = ANZAHL(C1: C1000)
      gibt die An­zahl al­ler Zah­len­wer­te im adres­sier­ten Be­reich C1 bis C1000 aus. Zel­len, die Text ent­hal­ten oder leer sind, wer­den nicht ge­zählt.
    • = ANZAHL2(B3: C5)
      gibt die An­zahl al­ler be­leg­ten Zel­len (Zahl oder Text) im adres­sier­ten Be­reich aus
    • = PRODUKT(B2: C4)
      be­rech­net das Pro­dukt al­ler Zel­len im rech­te­cki­gen Be­reich B2 bis C4 =B2*B3*B4*C2*C3*C4
  • Ver­ei­ni­gung­so­pe­ra­tor;
    • = SUMME(B2: C3; F4: G6)
      be­rech­net die Sum­me al­ler Wer­te in den bei­den rech­te­cki­gen Be­rei­chen.
  • Schnitt­men­ge­no­pe­ra­tor (Leer­zei­chen)
    • = SUMME(A1: C1 B1: D1)
      be­rech­net die Sum­me aus den Zel­lin­hal­ten, die so­wohl in dem ei­nen als auch dem an­de­ren rech­te­cki­gen Be­reich lie­gen. Das sind in die­sem Fal­le die Zel­len B1 und C1.

Boo­le­sche Ope­ra­to­ren

wer­den in Ta­bel­len­kal­ku­la­tion gar nicht durch Ope­ra­to­ren, son­dern durch (lo­gi­sche) Funk­tio­nen rea­li­siert.

  • =UND(3=2+1;5>2)
    lie­fert WAHR, wenn je­des Ar­gu­men­te WAHR sind, in die­sem Fall ja. Es kön­nen auch mehr als zwei Ar­gu­men­te ver­wen­det wer­den.
  • =ODER(4=2+1;5<2)
    lie­fert WAHR, wenn ei­nes der Ar­gu­men­te WAHR ist, in die­sem Fall nicht. Es kön­nen auch mehr als zwei Ar­gu­men­te ver­wen­det wer­den.
  • =NICHT(5>2)
    lie­fert das Ge­gen­teil des Er­geb­nis­ses, in die­sem Fall FALSCH.
  • =WENN(A5 > 3; "A5 ist grö­ßer"; " A5 ist klei­ner oder gleich" )
    Wenn der Ver­gleich im 1. Ar­gu­ment der Wenn-Funk­tion WAHR er­gibt, wird das 2. Ar­gu­ment aus­ge­führt und "A5 ist grö­ßer" aus­ge­ge­ben. Bei FALSCH wird das 3. Ar­gu­ment aus­ge­führt und "A5 ist klei­ner oder gleich" aus­ge­ge­ben.

    6.3 Ein­ga­be von For­meln bzw. Funk­tio­nen    

Funk­tio­nen kön­nen auf zwei Ar­ten ein­ge­ben wer­den:

  • ent­we­der mit dem For­me­las­sisten­ten
  • oder in der Funk­tions­leiste (Re­chen­leiste)

6.3.1 Ein­ga­be ei­ner For­mel durch Ein­tip­pen

Ein­fa­che For­meln tippt man am schnellsten über die Tasta­tur ein.

Animation
Ani­ma­tion: For­mel ein­tip­pen
  • Zel­le F1 ak­ti­vie­ren.
  • For­mel über die Tasta­tur ein­tip­pen.
    F1: =sum­me(c1: e1)
    Die For­mel kann man in der Funk­tions­leiste und in der Zel­le be­ar­bei­ten, Groß- und Klein­schrei­bung spielt kei­ne Rol­le.
  • For­mel ab­schlie­ßen mit ei­nem Klick auf das grü­ne Häk­chen (oder durch Drü­cken der Re­turn-Taste).
    Nach dem Klick auf das grü­ne Häk­chen bleibt die For­mel in der Funk­tions­leiste sicht­bar, wäh­rend in der Zel­le F1 das Er­geb­nis der Be­rech­nung er­scheint.

6.3.2 Er­leich­te­rung der Ein­ga­be durch das Mar­kie­ren von Be­rei­chen

Adres­sen von ein­zel­nen Zel­len oder gan­zen Zell­be­rei­chen muss man nicht ein­tip­pen. Es ge­nügt, in die Zel­le zu kli­cken oder über den ge­wünsch­ten Zell­be­reich mit ge­drück­ter lin­ker Maustaste zu fah­ren.

Animation
Ani­ma­tion: For­mel
ein­tip­pen mit der
Be­reichs­mar­kie­rung.
  • Zel­le F1 ak­ti­vie­ren.
  • For­mel bis zu geöff­ne­ten Klam­mer über die Tasta­tur ein­tip­pen.
    F1: =sum­me(
  • Mit ge­drück­ter lin­ker Maustaste über die Zel­len C1, D1 und E1 fah­ren.
    Die Adres­sen der über­fah­re­nen Zel­len wer­den in die For­mel auf­ge­nom­men.
    F1: =sum­me(C1: E1
  • Die Klam­mer muss per Tasta­tur ge­schlos­sen wer­den.
    F1: =sum­me(C1: E1)
  • Durch das Drü­cken der Re­turn-Taste springt der Maus­zei­ger in die nächste Zel­le, des­halb ist die For­mel nicht mehr in der Funk­tions­leiste zu se­hen. In der Zel­le F1 wird das Er­geb­nis der Be­rech­nung an­ge­zeigt.

Tipp : In der Ani­ma­tion springt der Maus­zei­ger in die Zel­le un­ter C1. Die Rich­tung, in die der Maus­zei­ger springt, kann man ein­stel­len. Dies ist prak­tisch, wenn man län­ge­re Da­ten­ko­lon­nen ein­tip­pen muss.

  • OpenOf­fi­ce 2: Ex­tras - Op­tio­nen - OpenOf­fi­ce Calc - All­ge­mein - Ein­ga­be­bestä­ti­gung setzt die Se­lek­tion nach....
  • MS Ex­cel 97: Ex­tras - Op­tio­nen - Be­ar­bei­ten - Mar­kie­rung nach dem Drü­cken der Ein­ga­be­taste ver­schie­ben nach...

6.3.3 Ein­ga­be ei­ner For­mel mit dem Funk­tion­sas­sisten­ten

Übung "6 Rich­ti­ge im Lot­to"

Um die Wahr­schein­lich­keit für 6 Rich­ti­ge im Lot­to zu be­rech­nen, kann man die hy­per­geo­me­tri­sche Funk­tion ver­wen­den. Sie be­nö­tigt 4 Ar­gu­men­te. Im Fal­le Lot­to sind dies:

  • N = 49 Ku­geln in der Lostrom­mel
  • d = 6 Ku­geln ha­ben wir auf dem Tipp­zet­tel an­ge­kreuzt und wol­len sie jetzt ge­zo­gen se­hen.
  • n = 6 sind die Ku­geln, die tat­säch­lich ge­zo­gen wer­den.
  • x = 6 Rich­ti­ge in­te­res­sie­ren uns im Mo­ment. Wer die Wahr­schein­lich­keit für 5 Rich­ti­ge wis­sen möch­te, schreibt hier ei­ne 5.

Da man sel­ten aus­wen­dig weiß, wel­che Ar­gu­men­te in wel­cher Rei­hen­fol­ge an­ge­ge­ben sein müs­sen, ist es zweck­mä­ßig, den For­me­las­sisten­ten zu ver­wen­den.

Kom­pli­zier­te und sel­ten be­nutz­te For­meln gibt man bes­ser mit dem Funk­tions-As­sisten­ten ein. Dann muss man sich nicht mer­ken, wel­che Ar­gu­men­te in wel­cher Rei­hen­fol­ge an­ge­ge­ben sein müs­sen.

Animation
Ani­ma­tion: Hy­per­geo­me­tri­sche Funk­tion mit Hil­fe des For­me­las­sisten­ten ein­ge­ben.
Der Kehr­wert 1/13 Mio wur­de zu­sätz­lich pro­gram­miert.
  • Kli­cken Sie die Zel­le B5 an, in der die For­mel ste­hen soll.
  • Öff­nen Sie den Funk­tions-As­sisten­ten durch Klick auf das Zei­chen f(x).
  • Wäh­len Sie die hy­per­geo­me­tri­sche Funk­tion =HYPGEOMVERT()
  • Wäh­len Sie "Wei­ter"
  • Kli­cken Sie im Funk­tions-As­sisten­ten in das Ein­ga­be­feld x, da­mit die nächste Ein­ga­be dort­hin ge­langt. Es er­scheint ein Hil­fe­text - wohl dem, der die manch­mal ge­heim­nis­vol­len Tex­te ver­steht.
  • Kli­cken Sie an­schlie­ßend im Ta­bel­len­blatt in die Zel­le B4.
    Die Adres­se B4 wird in die Funk­tion über­nom­men. Die Über­nah­me kann man im Ein­ga­be­feld x, im Funk­tion­sas­sisten­ten bei "For­mel" und in der Re­chen­leiste beo­bach­ten.
  • Ver­fah­ren Sie ge­nau­so mit den an­de­ren Ar­gu­men­ten. Na­tür­lich kön­nen Sie die Zel­la­dres­sen oder Wer­te auch in den Ein­ga­be­fel­dern des Funk­tion­sas­sisten­ten ein­ge­tip­pen.
  • So­bald ge­nü­gend Wer­te ein­ge­ge­ben sind, er­scheint das Er­geb­nis für die vor­lie­gen­den Zah­len im Funk­tion­sas­sisten­ten.
  • Schlie­ßen Sie die Ein­ga­be der Funk­tion mit OK ab.
    Als Er­geb­nis wird meist 0 an­ge­zeigt, aber das ist nur falsch ge­run­det. Das rich­ti­ge Er­geb­nis lau­tet 1 zu 13'983'816 (Wahr­schein­lich­keit für 6 Rich­ti­ge im Lot­to). For­ma­tie­ren Sie das Er­geb­nis so, dass Sie ei­nen brauch­ba­ren Zah­len­wert ab­le­sen kön­nen, und über­prü­fen Sie den Zah­len­wert: Na­tür­lich be­nö­tigt man kei­nen Ta­schen­rech­ner, um den Kehr­wert zu be­rech­nen, wenn man vor ei­ner Ta­bel­len­kal­ku­la­tion sitzt: -).

Man könn­te die For­mel auch di­rekt in die Zel­le B5 ein­tip­pen, sie muss lau­ten

  • =HYPGEOMVERT(6;6;6;49)

We­der in den Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen noch in der Sta­tis­tik gibt es ein­heit­li­che Be­zeich­nun­gen für die Ar­gu­men­te der hy­per­geo­me­tri­schen Ver­tei­lung. Des­halb folgt hier ein Über­blick:

WertZah­len­wert beim Lot­toAb­kür­zung in Ex­cel 97Ab­kür­zung in OpenOf­fi­ce / StarOf­fi­ceAb­kür­zung in mei­nem Sta­tis­tik­kurs
An­zahl der ge­such­ten Er­fol­ge6Er­fol­ge_SXx
Stich­pro­be­num­fang = An­zahl der ge­zo­ge­nen Ku­geln (oh­ne Zu­satz­zahl)6Um­fang_SN_Stichn
An­zahl der "­rich­ti­gen" Ku­geln in der Trom­mel6Er­fol­ge_GMd
Ge­samt­zahl der Ku­geln in der Trom­mel49Um­fang_G = NN_Ge­samtN

    6.4 Kor­ri­gie­ren ei­ner For­mel    

Ei­ne der größ­ten Schwie­rig­kei­ten bei der Ar­beit mit Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen ist die Su­che nach Feh­lern in For­meln. Des­halb bie­ten die Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen da­zu ei­ni­ge Hil­fe an. Wenn man ei­ne For­mel ein­ge­ge­ben hat und dann die For­mel über­prü­fen will, macht man ei­nen Dop­pel­klick auf die Zel­le, in der die For­mel steht. Man hat jetzt fol­gen­de Mög­lich­kei­ten:

Screenshot
For­mel über­prü­fen:
beach­ten Sie die far­blich
her­vor­ge­ho­be­nen Zel­len und Klam­mern.
  • Die For­mel ist zwei­mal dar­ge­stellt, ein­mal in der Funk­tions­leiste / Re­chen­leiste, ein zwei­tes Mal in der Zel­le (hier B8).
  • Die Adres­sen in der un­ter­en For­mel und die adres­sier­ten Zel­len sind far­blich mar­kiert, die Zell­be­zü­ge kön­nen so kon­trol­liert wer­den.

Man kann die For­mel in der Funk­tions­leiste / Re­chen­leiste be­ar­bei­ten.

  • Hin­ein­kli­cken
  • Be­we­gen mit Rechts- und Linksp­feil. Beach­ten Sie, wie zu­sam­men­ge­hö­ri­gen Klam­mern kurz her­vor­ge­ho­ben wer­den, wenn man dar­über fährt.
  • Zell­be­zü­ge kön­nen Sie än­dern, in­dem Sie die Adres­se neu ein­tip­pen. Sie kön­nen auch ei­ne fal­sche Adres­se mar­kie­ren und dann die rich­ti­ge Adres­se an­kli­cken.
  • Die Adres­sie­rung­sart (re­la­tiv oder ab­so­lut) än­dern Sie eben­falls, in­dem Sie die $-Zei­chen ein­tip­pen / lö­schen oder in­dem Sie die fal­sche Adres­se mar­kie­ren und dann die Adres­sie­rung­sart än­dern (mit der F4-Taste bei Ex­cel bzw. [Strg]-F4 bei StarOf­fi­ce).
  • Sie kön­nen die kom­plet­te For­mel in der Funk­tions­leiste ein­ge­ben und än­dern. Das hat Vor­tei­le, wenn man sich aus­kennt und es schnell ge­hen soll, oder wenn die For­meln stark ver­schach­telt sind.
  • Been­den Sie ei­ne er­fol­grei­che For­me­lein­ga­be, in­dem Sie das grü­ne Häk­chen an­kli­cken.
  • Bre­chen Sie ei­ne For­me­lein­ga­be oh­ne Än­dern ab, in­dem Sie das ro­te Kreuz an­kli­cken.

Man kann auch wie­der den For­me­las­sisten­ten auf­ru­fen, in­dem man "f(x)" an­klickt.

Die Be­schrei­bung ist so ge­hal­ten, dass sie für Ex­cel 97 und StarCalc / OpenOf­fi­ce gilt. Tat­säch­lich bie­ten StarCalc / OpenOf­fi­ce wei­te­re Mög­lich­kei­ten.

Feh­ler­mel­dun­gen fin­den Sie im An­hang.

Er­wei­tern Sie die Übung "Lot­to" zur Übung "Hy­per­geo­me­tri­sche Ver­tei­lung", in dem auch die Wahr­schein­lich­keit für 0,1, ... 25 Rich­ti­ge er­mit­telt wer­den. Ver­wen­den Sie das oben ste­hen­de Bild als Muster.

An­wei­sun­gen und Lö­sun­gen fin­den Sie am En­de des Ka­pi­tels bei der Übung " Hy­per­geo­me­tri­sche Ver­tei­lung

    6.5 Ver­schach­teln von For­meln    

Im Bild der Übung "Hy­per­geo­me­tri­sche Ver­tei­lung" (oben) steht in der Zel­le B15 ei­ne Feh­ler­mel­dung, weil dort ver­sucht wird, die Wahr­schein­lich­keit für 7 Rich­ti­ge im Lot­to zu be­rech­nen. Man kann eben ei­ne Wahr­schein­lich­keit für x Rich­ti­ge nur dann be­rech­nen, wenn min­destens x Ku­geln ge­zo­gen wer­den (n>=x) UND min­destens x rich­ti­ge Ku­geln in der Lostrom­mel wa­ren (d>=x).

Die Feh­ler­mel­dun­gen stö­ren nicht nur das Bild des Ta­bel­len­blat­tes, son­dern auch die wei­te­re Ver­ar­bei­tung der Er­geb­nis­se (sie­he Zel­le C15 im Bild).

Des­halb soll in je­der Zel­le zu­nächst ge­prüft wer­den, ob die Vor­aus­set­zun­gen für ein kor­rek­tes Er­geb­nis er­füllt sind, be­vor die Wahr­schein­lich­keit be­rech­net wird. Wenn die Vor­aus­set­zun­gen nicht er­füllt sind, soll in der Zel­le nichts an­ge­zeigt wer­den.
Da­zu sind die fol­gen­den Schrit­te not­wen­dig:

  • Fest­stel­len, ob x grö­ßer als n ist.
  • Fest­stel­len, ob x grö­ßer als d ist.
  • Ver­knüp­fen der bei­den Fest­stel­lun­gen durch ODER.
  • Prü­fen, ob x grö­ßer als n ODER x grö­ßer als d ist.
    Wenn ja, wird nichts an­ge­zeigt.
    Wenn nein, wird das Er­geb­nis der hy­per­geo­me­tri­schen Funk­tion an­ge­zeigt.

For­meln kön­nen als Ar­gu­men­te nicht nur Zah­len und Zel­la­dres­sen ent­hal­ten, son­dern auch an­de­re For­meln. Das nen­ne ich ver­schach­tel­te For­meln.

Ver­schach­tel­te For­meln kann man in der Re­chen­leiste ein­tip­pen oder in neue­ren Pro­gramm­ver­sio­nen mit dem For­me­las­sisten­ten erstel­len. Aber sie kön­nen sehr groß und un­über­sicht­lich wer­den, und die Feh­ler­su­che sehr schwie­rig. Des­halb emp­feh­le ich, ver­schach­tel­te For­meln als Ein­zel­for­meln zu erstel­len und zu testen, und sie erst dann zu­sam­men­zu­set­zen, wenn sie aus­ge­testet sind und funk­tio­nie­ren.

Die­se Vor­ge­hens­wei­se zum Erstel­len ver­schach­tel­ter For­meln möch­te ich hier zei­gen.

Screenshot
For­meln ver­schach­teln: 1. Schritt

Schritt 1 : For­mel in klei­nen Schrit­ten erstel­len.

Schritt 1a : Fest­stel­len, ob x grö­ßer als n ist.

  • Ge­ben Sie in Zel­le E8 ei­ne Funk­tion für die Fest­stel­lung ein. Die Funk­tion lau­tet in Zel­le E8: = A8>A5.
  • Ge­ben Sie für n (Zel­le A5) ei­ne ab­so­lu­te Adres­se mit $-Zei­chen ein, da­mit die Funk­tion nach un­ten ko­piert wer­den kann. Die Funk­tion lau­tet dann in Zel­le E8: =A8>$A$5.
  • Die Funk­tion =A8>$A$5 und ih­re Zel­la­dres­se E8 kön­nen Sie in der Re­chen­leiste se­hen.
  • Ko­pie­ren Sie die Zel­le nach un­ten.
  • Prü­fen Sie, ob die ko­pier­ten Zel­len an­zei­gen, wann x zu groß ist. Sie tun es hier durch die An­zei­ge "WAHR".
  • Kor­ri­gie­ren Sie die Funk­tion, falls sie nicht die ge­wünsch­ten Er­geb­nis­se an­zeigt.
Screenshot
For­meln ver­schach­teln: 2. Schritt

Schritt 1b : Ver­knüp­fen der bei­den Fest­stel­lun­gen durch ODER.

  • Ver­fah­ren Sie ähn­lich wie im ersten Schritt, dies­mal in Spal­te F. Die Funk­tion kön­nen Sie dem Bild ent­neh­men.
Screenshot
For­meln ver­schach­teln: 3. Schritt

Schritt 1c : Ver­knüp­fen der bei­den Fest­stel­lun­gen durch ODER.

  • Ver­fah­ren Sie ähn­lich wie im ersten Schritt, dies­mal in Spal­te G.
  • In al­len Funk­tion ste­hen die Ar­gu­men­te in Klam­mern und wer­den durch Strich­punk­te ge­trennt. In der ODER-Funk­tion spielt die Rei­hen­fol­ge der Ar­gu­men­te kei­ne Rol­le, es kön­nen auch mehr als zwei sein.
Screenshot
For­meln ver­schach­teln: 4. Schritt

Schritt 1d : Prü­fen, ob x grö­ßer als n ODER x grö­ßer als d ist.
Wenn ja, wird nichts an­ge­zeigt.
Wenn nein, wird das Er­geb­nis der hy­per­geo­me­tri­schen Funk­tion an­ge­zeigt.

  • Ver­fah­ren Sie ähn­lich wie im ersten Schritt, dies­mal in Spal­te H.
  • Auch in der WENN-Funk­tion ste­hen al­le Ar­gu­men­te zwi­schen Klam­mern und wer­den durch Strich­punk­te ge­trennt. Es gibt im­mer 3 Ar­gu­men­te:
  • Das erste Ar­gu­ment ist die Prü­fung, de­ren Er­geb­nis WAHR (1) oder FALSCH (0) sein kann. In die­sem Fall wird die Prü­fung aus der Spal­te G über­nom­men.
  • Das zwei­te und mit­tle­re Ar­gu­ment be­schreibt, was ge­sche­hen soll, wenn die Prü­fung WAHR er­gibt. In die­sem Fall wird das an­ge­zeigt, was zwi­schen den "An­füh­rungs­zei­chen" steht: nichts.
  • Das drit­te und letz­te Ar­gu­ment be­schreibt, was ge­sche­hen soll, wenn die Prü­fung FALSCH er­gibt. In die­sem Fall wird der In­halt der Zel­le aus Spal­te B über­nom­men.
Screenshot
For­meln ver­schach­teln: 5. Schritt

Set­zen Sie dies fort, bis al­le­Ele­men­te der For­mel vor­han­den sind.

Schritt 2 : Prü­fen der Funk­tio­nen.

  • Ko­pie­ren Sie al­le For­meln nach un­ten.
  • Prü­fen Sie die Er­geb­nis­se und kor­ri­gie­ren Sie ge­ge­be­nen­falls die For­mel.
    Im Bei­spiel sieht man die end­gül­ti­ge An­zei­ge in Spal­te H. Im Feld H15 wird wie ge­wünscht nichts mehr an­ge­zeigt.

Jetzt kön­nen Sie be­gin­nen, die ein­zel­nen For­meln in ei­ner Zel­le zu­sam­men­zu­set­zen.

Schritt 3 : Zu­sam­men­set­zen der ein­zel­nen For­meln in ei­ne Zel­le.

Im Prin­zip ist ganz ein­fach: Er­set­zen Sie in den For­meln die Ver­wei­se auf an­de­re For­meln durch die an­de­ren For­meln selbst, bis nur noch ei­ne For­mel übrig ist. Wich­tig ist, dass sich beim Er­set­zen die re­la­ti­ven Adres­sen nicht ver­än­dern dür­fen. Des­we­gen sol­len nicht Zel­len, son­dern nur der For­mel­text in der Re­chen­leiste über­tra­gen wer­den.

Animation
For­meln inei­nan­der ein­set­zen.

Schritt 3a : E8 und F8 in G8 ein­set­zen.

  • Zel­le E8 an­kli­cken
  • For­mel in der Re­chen­zei­le oh­ne Gleich­heits­zei­chen mar­kie­ren und ko­pie­ren
  • Klick auf das ro­te Kreuz, um die Zel­le oh­ne Än­de­rung ver­las­sen. Da­durch wird die For­mel noch er­hal­ten, falls et­was schief ge­hen soll­te.
  • Zel­le G8 an­kli­cken
  • Adres­se E8 mar­kie­ren
  • Ein­fü­gen setzt die For­mel aus E8 statt der Zel­la­dres­se E8 ein.
  • Klick auf das grü­ne Häk­chen, um die Än­de­rung zu über­neh­men.
  • Wie oben: For­mel aus F8 in die For­mel in G8 ein­set­zen
  • E8 und F8 lö­schen, die An­zei­ge in G8 muss er­hal­ten blei­ben

Schritt 3b : B8 und G8 in H8 ein­set­zen.

=WENN(ODER(A8>$A$5;A8>$A$4);"";HYPGEOMVERT(A8;$A$5;$A$4;$A$3))

Schritt 4 : Zel­le ver­schie­ben.
Im De­tail un­ter­schei­det sich das Ver­schie­ben in OpenOf­fi­ce und Ex­cel.

OpenOf­fi­ce / StarOf­fi­ce

Animation
For­meln ver­schie­ben
in OpenOf­fi­ce / StarOf­fi­ce
  • Mit ge­drück­ter Maustaste über die Zel­len fah­ren, die ver­scho­ben wer­den sol­len. Wenn es nur ei­ne Zel­le ist, kann man in ei­ne Nach­bar­zel­le und zu­rück fah­ren. An­schlie­ßend ist der Zell­be­reich schwarz mar­kiert.
  • Maustaste los­las­sen.
  • Zell­be­reich noch­mals IN DER MITTE pa­cken und sei­nen In­halt ver­schie­ben.

MS Ex­cel

Animation
For­meln ver­schie­ben
in MS Ex­cel.
  • Mit ge­drück­ter Maustaste über die Zel­len fah­ren, die ver­scho­ben wer­den sol­len. An­schlie­ßend ist der Zell­be­reich schwarz um­ran­det.
  • Maustaste los­las­sen.
  • Zell­be­reich noch­mals AM RAND pa­cken und sei­nen In­halt ver­schie­ben.
Übung " Hy­per­geo­me­tri­sche Ver­tei­lung "

Erstel­len Sie ein Ta­bel­len­blatt zur Un­ter­su­chung hy­per­geo­me­tri­scher Ver­tei­lun­gen. Es soll nicht nur die Wahr­schein­lich­keit für 6 Rich­ti­ge, son­dern für x = 0 bis 25 "Rich­ti­ge" be­rech­nen.

Ein­ga­be­wer­te: Um­fang der Ge­samt­men­ge N, An­zahl der Ereig­nis­se in der Ge­samt­men­ge d, Stich­pro­be­num­fang n.
Aus­ga­be­wer­te für al­le mög­li­che Ereig­nis­se x in der Stich­pro­be: Ein­zel­wahr­schein­lich­kei­ten, un­tere und obe­re Sum­men­häu­fig­kei­ten, Säu­len­dia­gramm für die Ein­zel­wahr­schein­lich­kei­ten.

Muster­lö­sung mit Hin­wei­sen: PDF, OpenOf­fi­ce2, Ex­cel97 .

    6.6 Än­dern gan­zer Ta­bel­len­blät­ter    

Übung " Bi­no­mia­le Ver­tei­lung "

Auf­ga­be: Erstel­len Sie ein Ta­bel­len­blatt zur Un­ter­su­chung bi­no­mia­ler Ver­tei­lun­gen, in­dem Sie das vor­han­de­ne Ta­bel­len­blatt "Hy­per­geo­me­tri­sche Ver­tei­lung" ab­wan­deln.
Ein­ga­be­wer­te: An­teil der Ereig­nis­se in der Ge­samt­men­ge p, Stich­pro­be­num­fang n, mög­li­che Ereig­nis­se x.
Aus­ga­be­wer­te für al­le mög­li­che Ereig­nis­se x (bis x=25) in der Stich­pro­be: Ein­zel­wahr­schein­lich­kei­ten, un­tere und obe­re Sum­men­häu­fig­kei­ten, Säu­len­dia­gramm für die Ein­zel­wahr­schein­lich­kei­ten
Ar­beits­blatt: PDF mit aus­führ­li­cher Ar­beit­san­lei­tung
Muster­lö­sung: PDF, OpenOf­fi­ce2, Ex­cel97 .

Wo im­mer mög­lich, soll­te man neue Ta­bel­len­blät­ter erstel­len, in­dem man ein vor­han­de­nes ähn­li­ches Ta­bel­len­blatt ko­piert und dann än­dert. Dies ist nicht nur ei­ne sehr zeit­spa­ren­de Stra­te­gie, son­dert er­gibt auch au­to­ma­tisch ei­ne ge­wis­se Ähn­lich­keit im Auf­bau der Blät­ter.

Not­wen­di­ge Ar­beits­tech­nik­en

  • Zei­len lö­schen und ein­fü­gen
  • Zel­len ver­schie­ben
  • For­meln kor­ri­gie­ren

    7 Dia­gram­me    

"Ein Bild sagt mehr als tau­send Wor­te", des­halb bie­ten Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen ei­ni­ge Mög­lich­kei­ten, Zah­len in Dia­gram­men dar­zustel­len.

Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen zeich­nen Dia­gram­me nicht aus For­meln, son­dern aus Da­ten­rei­hen. Die Da­ten kön­nen ei­ni­ger­ma­ßen frei auf dem Ta­bel­len­blatt an­geord­net wer­den kön­nen, aber um den fol­gen­den Text zu ver­ein­fa­chen, ge­he ich da­von aus, dass die Da­ten­rei­hen in zu­sam­men­hän­gen­den Be­rei­chen sen­krecht an­geord­net sind.

Bei al­len äu­ßer­li­chen Un­ter­schie­den gibt es in Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen nur zwei Grund­ty­pen von Dia­gram­men: (⇒ aus­führ­li­cher Ver­gleich )

y-Dia­gram­me für (ein­deu­ti­ge) Funk­tio­nen bil­den ei­ne Rei­he von Wer­ten ab.
Ty­pi­scher Ver­tre­ter ei­nes y-Dia­gram­mes ist das Bal­ken­dia­gramm, das ei­ne oder meh­re­re Zah­len­rei­hen gra­fisch dar­stellt. Für ein y-Dia­gramm ge­nügt schon ei­ne Da­ten­rei­he mit den y-Wer­ten in ei­ner ein­zi­gen Spal­te. (⇒ y-Dia­gram­me )
xy-Dia­gram­me für Re­la­tio­nen (mehr­deu­ti­ge Funk­tio­nen) bil­den ei­ne Rei­he von Wer­te­paa­ren ab.
Ein xy-Dia­gramm zeich­net Punk­te oder Li­nien nach Koor­di­na­ten. Da­mit sind - theo­re­tisch - be­lie­bi­ge Li­nien­ver­läu­fe mög­lich. Für ein xy-Dia­gramm be­nö­tigt man x-y-Wer­te­paa­re (Koor­di­na­ten) in min­destens 2 Spal­ten. (⇒ xy-Dia­gram­me )

    7.1     y-Dia­gramm erstel­len    

Für ein y-Dia­gramm ge­nügt in ei­ner Ta­bel­len­kal­ku­la­tion ei­ne Da­ten­rei­he mit den y-Wer­ten in ei­ner ein­zi­gen Spal­te. Die Wer­te wer­den mit gleich­mä­ßi­gen Ab­stän­den in der ge­liste­ten Rei­hen­fol­ge dar­ge­stellt, z.B. als Bal­ken, Tor­ten­stü­cke o.ä. Falls ei­ne Da­ten­rei­he für die x-Wer­te vor­han­den ist, kann sie der Be­schrif­tung der Da­ten­rei­he die­nen, aber nicht die Ab­stän­de der Bal­ken (Ska­lie­rung) beein­flus­sen.
Selbst wenn man ein Li­nien­dia­gramm wählt, sind nur Li­nien­ver­läu­fe von ei­ner Sei­te des Dia­gram­mes zur an­de­ren mög­lich, aber nicht wie­der zu­rück.(⇒ Ver­gleich von y-Dia­gram­men und xy-Dia­gram­men ).

Screenshot
Säu­len­dia­gramm erstel­len
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Schrit­te zur Erstel­lung ei­nes ein­fa­chen y-Dia­gram­mes.

  • Da­ten­be­reich erstel­len
  • Da­ten­be­reich mar­kie­ren
  • Ein­fü­gen - Dia­gramm
  • Be­reich mar­kie­ren, wo das Dia­gramm ste­hen soll (nur OpenOf­fi­ce / StarOf­fi­ce)

Die Rei­hen­fol­ge der wei­te­ren Ein­stel­lun­gen un­ter­schei­det sich je nach ver­wen­de­tem Pro­gramm. Ach­ten Sie auf die fol­gen­den Ein­stel­lun­gen:

  • Erste Zei­le als Be­schrif­tung: Ein
    Die Zei­len­über­schrift "€/kg" wird in die Le­gen­de über­nom­men.
  • Erste Spal­te als Be­schrif­tung: Ein
    Die Na­men der Me­tal­le wer­den zur Be­schrif­tung der x-Ach­se ver­wen­det.
  • Dia­gramm­typ: Säu­len, nor­mal
    Wei­te­re Ty­pen sie­he un­ten
  • Da­ten­rei­hen in: Spal­ten
    Da­ten kön­nen auch in Zei­len an­geord­net wer­den. Ge­wöhn­lich er­ken­nen die Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen die An­ord­nung selbst­stän­dig.
  • Dia­gramm­ti­tel: Rohstoff­prei­se
  • Ach­sen­ti­tel x-Ach­se und y-Ach­se: aus
    Ach­sen­ti­tel sind Be­schrif­tun­gen der x- und y-Ach­se, sie kön­nen nach­trä­glich an­ge­bracht wer­den

7.1.1   Bei­spie­le für y-Dia­gram­me: ODS | XLS

    7.2   Einstel­lun­gen an Dia­gram­men    

Der Fein­schliff am Dia­gramm un­ter­schei­det sich in den De­tails zwi­schen OO/SO bzw. MS. Bei MS-Ex­cel ist es vor al­lem wich­tig, wo ein Kon­text­me­nü auf­ge­ru­fen wird, denn es bie­tet ab­hän­gig vom Ort nur ei­ne be­schränk­te Aus­wahl. Bei OpenCalc muss erst die rich­ti­ge Stel­le mar­kiert sein, be­vor das Kon­text­me­nü auf­ge­ru­fen wird. Ein­fa­cher ist es oft, das Me­nu zu ver­wen­den. Nach­dem ein Dia­gramm ak­ti­viert wur­de, passt sich das Me­nu näm­lich an die Er­for­der­nis­se des Dia­gram­mes an.

7.2.1  Dia­gramm-As­sisten­ten wie­der auf­ru­fen

Auch für ein beste­hen­des Dia­gramm kann der Dia­gramm-As­sistent auf­ge­ru­fen wer­den, so­dass al­le Ein­stel­lun­gen geän­dert wer­den kön­nen. Man kann mit ei­nem ein­fa­chen Dia­gramm be­gin­nen und es nach und nach ver­bes­sern.

OpenOf­fi­ce / StarOf­fi­ce:

  • Dia­gramm mar­kie­ren mit Dop­pel­klick ⇒ es be­kommt ei­nen brei­ten grauen Rah­men.
  • Die ein­zel­nen Ein­stel­lun­gen kön­nen da­nach auf zwei We­gen geän­dert wer­den:
    • Kon­text­me­nu (rech­ter Maus­klick) auf dem ele­ment des Dia­gram­mes, das geän­dert wer­den soll (Li­nie, Ach­se, Hin­ter­grund, Ti­tel..).
    • Ein­fa­cher ist es, die Me­nu­leiste zu nut­zen, sich äu­ßer­lich kaum geän­dert hat, aber jetzt al­le Aus­wahl­mög­lich­kei­ten für das Dia­gramm ent­hält.

MS-Ex­cel:

  • Dia­gramm mar­kie­ren mit ein­fa­chem Klick auf das Dia­gramm
  • Kon­text­me­nu (rech­ter Maus­klick) auf dem ele­ment des Dia­gram­mes, das geän­dert wer­den soll (Li­nie, Ach­se, Hin­ter­grund, Ti­tel..).

7.2.2  Einstell­mög­lich­kei­ten

Wenn ein Dia­gramm ak­ti­viert wur­de, kön­nen al­le De­tails des Dia­gram­mes geän­dert wer­den. Im Fol­gen­den sind die Me­nu­punk­te auf­ge­zählt. Um sie ken­nen­zu­ler­nen ist es das Beste, wenn Sie aus­gie­big da­mit her­um­spie­len.

Screenshot
Dia­gramm mit Se­kun­dä­rach­se
Down­load: ODS | XLS | PDF
For­mat - Da­ten­be­reich
legt fest, wel­che Da­ten dar­ge­stellt wer­den. Ein­stel­lun­gen im Bei­spiel:
  • Da­ten­rei­he in Spal­ten
  • Erste Zei­le als Be­schif­tung: Ein
    Wenn die Zel­len "Dreh­mo­ment" und "Leistung" im Da­ten­be­reich ein­ge­bun­den sind, wer­den die Tex­te für die Le­gen­de über­nom­men. Im Bei­spiel ist die Le­gen­de al­ler­dings aus­ge­schal­tet.
  • Erste Spal­te als Be­schrif­tung: Ein
    Über­nimmt die Zah­len oder Tex­te in der ersten Spal­te für die Be­schrif­tung der x-Ach­se. Hier sind es die Dreh­zahl­wer­te 0,500,1000 U/­min.
For­mat - Dia­gram­mop­tio­nen
legt die Art des Dia­gram­mes fest. (⇒ Bei­spie­le für y-Dia­gram­me )
Ein­fü­gen - Ti­tel  /  For­mat - Ti­tel
für die Ti­tel "Ver­bren­nungs­mo­tor", "Dreh­mo­ment.." und "Dreh­zahl..".
Ein­fü­gen - Git­ter  /  For­mat - Git­ter
Im Bei­spiel ist das Git­ter der x-Ach­se aus­ge­schal­tet.
Ein­fü­gen - Le­gen­de  /  For­mat - Le­gen­de
Dient der Zuord­nung der Kur­ven zu den Da­ten. Im Bei­spiel ist die Le­gen­de aus­ge­schal­tet.
For­mat - Dia­gramm­flä­che
legt Far­ben, Um­gren­zung usw. des gan­zen Dia­gram­mes fest. Ein­stel­lun­gen im Bei­spiel:
  • Flä­che - Fül­lung - Far­be: weiß
    Wenn man kei­ne Far­be wählt, scheint das Rau­ten­muster der Zel­len durch das Dia­gramm durch.
For­mat - Dia­gramm­wand
legt Far­ben, Um­gren­zung usw. des Dia­gram­mes zwi­schen x- und y-Ach­se fest. Ein­stel­lun­gen im Bei­spiel:
  • Flä­che - Fül­lung: kei­ne
    Mit den Vor­ga­beeinstel­lun­gen wird die Dia­gramm­wand meis­tens grau dar­ge­stellt, aber das senkt den Kon­trast des Dia­gram­mes und er­höht Druck­kosten.
Kon­text­me­nu auf ei­ner Kur­ve im Dia­gramm - Ob­jek­tei­gen­schaf­ten
Nach ei­nem rech­ten Maus­klick auf ei­ner Kur­ve kann man un­ter Ob­jek­tei­gen­schaf­ten ein­stel­len:
  • Li­nie
    Strichstär­ken, Far­ben und Li­nie­nar­ten der ge­wähl­ten Li­nie.
  • Da­ten­be­schrif­tung
    Hier wird an­ge­ge­ben, wo­mit die Li­nie be­schrif­tet wird. Mög­lich sind die y-Da­ten­wer­te oder ein Be­schrif­tungstext aus ei­ner zu­sätz­li­chen Da­ten­rei­he. Die Be­schrif­tung wird dort an­ge­zeigt, wo der Da­ten­punkt liegt.
  • Zei­chen und Schrif­tef­fekt
    For­ma­te der Be­schrif­tung.
  • Sta­tis­tik
    Hier sind Ein­stel­lun­gen zum Nä­he­rungs­ver­fah­ren für die Kur­ven mög­lich.
  • Op­tio­nen
    Sind not­wen­dig, wenn man ei­ne Kur­ve an der se­kun­dä­ren y-Ach­se (rech­te Ska­le) aus­rich­ten möch­te.
For­mat - Ach­sen
Ein­stel­lun­gen im Bei­spiel für die lin­ke y-Ach­se (schwarz):
  • Schrif­tef­fekt - Schrift­far­be: schwarz
  • Be­schrif­tung - Be­schrif­tung an­zei­gen: Ein
  • Ska­lie­rung - Ma­xi­mum: 400
    Drückt die schwar­ze Dreh­mo­ment­kur­ve nach un­ten.
  • Ska­lie­rung - Haup­tin­ter­vall: 50
    Stellt an der Ach­se in 50er-Schrit­ten dar.
  • Ska­lie­rung - Hilf­sin­ter­vall: 5
    Teilt die Haup­tin­ter­val­le in 5 gleich gro­ße Hilf­sin­ter­val­le, die im nächsten Punkt der Stri­chauf­zäh­lung durch kur­ze Li­nien mar­kiert wer­den.
  • Ska­lie­rung - Haupt-/Hilf­sin­ter­vall: Au­ßen
Die rech­te y-Ach­se (blau) ruft man in zwei Schrit­ten auf, wo­bei der erste Schritt ent­fal­len kann:
  • Ein­fü­gen - Ach­sen - Se­kun­dä­re Ach­sen - y-Ach­se: Ein
  • Kon­text­me­nu auf ei­ner Kur­ve im Dia­gramm - Ob­jek­tei­gen­schaf­ten - Op­tio­nen - Da­ten­rei­he aus­rich­ten an - Se­kun­dä­re y-Ach­se: Ein
Die Be­schrif­tung der Ach­sen mit Zah­len und Ein­hei­ten ist auf zwei We­gen mög­lich: Ent­we­der man for­ma­tiert die Da­ten­rei­hen be­reits mit Ein­hei­ten (⇒ Zah­len­for­ma­te ) und über­nimmt das "Quel­len­for­mat" in das Dia­gramm, oder man for­ma­tiert wie im Bei­spiel die Zah­len im Dia­gramm:
  • For­mat - Ach­sen - y-Ach­se - Zah­len - Quel­len­for­mat: Aus - For­mat-Co­de: 0" Nm"
Die x-Ach­se kann im Bei­spiel nicht ska­liert wer­den, da es sich um ein y-Dia­gramm han­delt. Wenn man die x-Ach­se ska­lie­ren möch­te, muss man ein xy-Dia­gramm da­raus ma­chen. (⇒ xy-Dia­gram­me )

    7.3    xy-Dia­gram­me    

Screenshot
T, s-Dia­gramm von Was­ser
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Auf den ersten Blick bie­ten xy-Dia­gram­me we­ni­ger Mög­lich­kei­ten als y-Dia­gram­me, da sie nur Li­nien und Punk­te darstel­len kön­nen. Bei ge­nau­erer Be­trach­tung sind sie aber we­sent­lich viel­sei­ti­ger, weil sie be­lie­bi­ge Li­nien zeich­nen kön­nen. Da­mit ist - zu­min­destens theo­re­tisch - je­des Dia­gramm mög­lich.

Ein xy-Dia­gramm zeich­net Li­nien oder Punk­te nach Koor­di­na­ten. Da­für sind min­destens 2 Da­ten­rei­hen für die x-y-Wer­te­paa­re nö­tig. Wer­te­paa­re ste­hen ne­be­nei­nan­der.

Wenn man meh­re­re Li­nien­zü­ge in ei­nem Dia­gramm darstel­len möch­te, ver­wen­det man für die x-Wer­te nur ei­ne ein­zi­ge Spal­te, wäh­rend je­de Kur­ve ei­ne ei­ge­ne Spal­te für die y-Wer­te er­hält.
Auch in xy-Dia­gram­men kann ei­ne zu­sätz­li­che Da­ten­rei­he mit Zah­len oder Tex­ten für die Be­schrif­tung ein­ge­fügt wer­den. Die­se Be­schrif­tung wird aber nicht an der x-Ach­se an­ge­zeigt, son­dern an der Po­si­tion des zu­ge­hö­ri­gen Wer­te­paa­res im Dia­gramm. Die Zah­len­wer­te an den x- und y-Ach­sen wird aus den Wer­ten ge­bil­det, die sich aus den x-y-Wer­te­paa­ren er­ge­ben.

Die x-Ach­se kann bei xy-Dia­gram­men ska­liert wer­den, d.h. größ­ter und kleinster Wert Wert der Ska­le, Ska­le­nabstän­de usw. kön­nen ma­nuell ver­än­dert wer­den.

Bei­spiel für ein xy-Dia­gramm

Screenshot
Da­ten­be­reich für das Pha­sen­dia­gramm
Screenshot
Sche­ma­ti­sches Pha­sen­dia­gramm
für ei­ne Zweistof­fle­gie­rung
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Im Bei­spiel sind die fol­gen­den Ein­stel­lun­gen ge­wählt

  • Da­ten­be­reich B3: M8
    Die Spal­ten A und N die­nen nur der Er­klä­rung und wer­den im Dia­gramm nicht be­nö­tigt.
  • Da­ten­rei­he in Zei­len
  • Erste Zei­le als Be­schrif­tung: Ein
    Da­durch kön­nen die hell­blau un­ter­leg­ten Tex­te in der obersten Zei­le 3 als Be­schrif­tung des Dia­gram­mes ver­wen­det wer­den. Wie das geht, steht et­was wei­ter un­ten.
  • Die nächste Zei­le, in die­sem Fall Zei­le 4 zwi­schen Al und Si, wird au­to­ma­tisch als Da­ten­rei­he für die x-Wer­te in­ter­pre­tiert. Al­le Li­nien ver­wen­den die­sel­be x-Da­ten­rei­he. x-Wer­te dür­fen mehr­fach und in je­der be­lie­bi­gen Rei­hen­fol­ge vor­kom­men. Die Rei­hen­fol­ge der x-y-Wer­te bestimmt den Ver­lauf ei­ner Li­nie.
  • Die fol­gen­den 4 Zei­len ent­hal­ten 4 y-Da­ten­rei­hen für 4 Li­nien­zü­ge.
    • Li­nie 1 (Li­qui­dus­li­nie) ver­läuft von (0%; 660°C) über (12%; 577°C) bis zu (30%; 750°C). Die Li­nie wird nicht vollstän­dig dar­ge­stellt, weil das Ma­xi­mum der x-Ach­se auf 0,2 ska­liert wur­de. Das Pha­sen­dia­gramm wird al­so nur bis 20% Si­li­ziu­man­teil dar­ge­stellt.
    • Li­nie 2 (So­li­dus­li­nie) ver­läuft von (0%; 577°C) bis zu (30%; 577°C) und ist auch nicht vollstän­dig dar­ge­stellt.
    • Li­nie 3 in Zei­le 7 dient da­zu, Be­schrif­tung ins Dia­gramm zu brin­gen. Die Li­nie selbst ist in ih­ren Ob­jek­tei­gen­schaf­ten un­sicht­bar und mit An­zei­ge der Be­schrif­tung ein­ge­stellt. Mit die­ser Konstruk­tion kann man in ei­nem Dia­gramm an je­der be­lie­bi­gen Stel­le Text un­ter­brin­gen. Im Bei­spiel steht der Text "Schmel­ze" über der "Koor­di­na­te" (10%; 650°C).
    • Li­nie 4 (Eu­tek­ti­kum) ver­läuft sen­krecht von (12%; 577°C) bis (12%; 0°C). Auch sie wird nicht vollstän­dig dar­ge­stellt, weil die y-Ach­sen mit dem Mi­ni­mum 550°C ska­liert sind.
  • Erste Spal­te als Be­schrif­tung: Aus
    Im Bei­spiel ha­ben die Spal­ten A und N kei­ne Funk­tion für das Dia­gramm.
  • Die Be­schrif­tung der x-Ach­se wird au­to­ma­tisch aus dem Da­ten­be­reich der x-Wer­te ge­bil­det. Da­bei kann die Ska­lie­rung der x-Ach­se (von.. bis in... -Schrit­ten) bei xy-Dia­gram­men ma­ni­pu­liert wer­den (⇒ Ach­sen ska­lie­ren . Bei y-Dia­gram­men ist das nicht mög­lich.

    7.4 y-Dia­gramm und xy-Dia­gramm im Ver­gleich    

y-Dia­gram­me für (ein­deu­ti­ge) Funk­tio­nen

xy-Dia­gram­me für Re­la­tio­nen (mehr­deu­ti­ge Funk­tio­nen)

Ty­pi­scher Ver­tre­ter ei­nes y-Dia­gram­mes ist das Bal­ken­dia­gramm, das ei­ne Rei­he von Zah­len gra­fisch dar­stellt. Die Ab­stän­de zwi­schen den Bal­ken sind gleich­mä­ßig.

Ein xy-Dia­gramm zeich­net Punk­te oder Li­nien im Dia­gramm nach Koor­di­na­ten. Da­mit sind - theo­re­tisch - be­lie­bi­ge Li­nien­ver­läu­fe mög­lich.

Säulendiagramm
Bei­spiel für ein y-Dia­gramm
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xy-Diagramm
Bei­spiel für ein xy-Dia­gramm:
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Für ein y-Dia­gramm be­nö­tigt man in ei­ner Ta­bel­len­kal­ku­la­tion nur ei­ne(! ) Da­ten­rei­he, und zwar für die y-Wer­te, die mit gleich­mä­ßi­gen Ab­stän­den dar­ge­stellt wer­den.
Wenn die Da­ten als Li­nien­dia­gramm dar­ge­stellt wer­den, ist das Li­nien­dia­gramm äu­ßer­lich leicht mit ei­nem xy-Dia­gramm zu ver­wech­seln. Tat­säch­lich sind aber nur Kur­ven­ver­läu­fe von ei­ner Sei­te des Dia­gram­mes zur an­de­ren oh­ne Um­kehr mög­lich (Funk­tio­nen).

Für ein xy-Dia­gramm be­nö­tigt man in ei­ner Ta­bel­len­kal­ku­la­tion min­destens 2 Da­ten­rei­hen, die als x-y-Wer­te­paa­re (Koor­di­na­ten) in­ter­pre­tiert wer­den.
Mit xy-Dia­gram­men sind be­lie­bi­ge Li­nien­ver­läu­fe mög­lich (Re­la­tio­nen).

y-Dia­gram­me kön­nen je nach Ver­sion der Ta­bel­len­kal­ku­la­tion als Li­nien­dia­gramm, Säu­len­dia­gramm, Bal­ken­dia­gramm, Kreis­dia­gramm (Tor­ten­dia­gramm, Ku­chen­dia­gramm), Flä­chen­dia­gramm, Netz­dia­gramm usw. dar­ge­stellt wer­den. Da­bei va­riie­ren die De­tails, aber das oben ge­nann­te Prin­zip bleibt er­hal­ten.

xy-Dia­gram­me wer­den als Li­nien oder Punk­te dar­ge­stellt.

Es sind meh­re­re Kur­ven in ei­nem Dia­gramm mög­lich. Je­de Kur­ve be­nö­tigt ei­ne ei­ge­ne Da­ten­rei­he für ih­re y-Wer­te. Wenn zwei y-Da­ten ne­be­nei­nan­der ste­hen, wer­den sie den­sel­ben x-Wer­ten zu­geord­net.

Wenn man meh­re­re Li­nien­zü­ge in ei­nem Dia­gramm darstel­len möch­te, ver­wen­det man für je­de Kur­ve ei­ne ei­ge­ne Spal­te mit y-Wer­ten. Die x-Wer­te ste­hen für al­le Koor­di­na­ten in ei­ner ein­zi­gen Spal­te.

Wenn in ei­ner zu­sätz­li­chen Rei­he Zah­len oder Tex­te für die x-Ach­se an­ge­ge­ben sind, die­nen die­se nur der Be­schrif­tung, än­dern aber nicht den Li­nien­ver­lauf. Die y-Ach­se wird mit den Zah­len­wer­ten be­schrif­tet, die sich aus den y-Wer­ten er­ge­ben.

Auch in xy-Dia­gram­men kann ei­ne zu­sätz­li­che Da­ten­rei­he mit Zah­len oder Tex­ten für die Be­schrif­tung ein­ge­fügt wer­den. Die­se Be­schrif­tung wird aber nicht an der x-Ach­se an­ge­zeigt, son­dern an der Po­si­tion des zu­ge­hö­ri­gen Wer­te­paa­res im Dia­gramm. Die Zah­len­wer­te an den x- und y-Ach­sen wird aus den Wer­ten ge­bil­det, die sich aus den x-y-Wer­te­paa­ren er­ge­ben.

Die x-Ach­se kann bei y-Dia­gram­men nicht hän­disch ska­liert wer­den.

Die x-Ach­se kann bei xy-Dia­gram­men ma­nuell ska­liert wer­den. Ein­stell­bar sind größ­ter und kleinster Wert Wert der Ska­le, Ska­le­nabstän­de, In­ter­vall­mar­kie­run­gen usw.

For­mel­mä­ßig wer­den y-Dia­gram­me mit Funk­tio­nen bzw. ein­deu­ti­gen Funk­tio­nen be­schrie­ben. In ein­deu­ti­gen Funk­tio­nen gibt es für je­den x-Wert nicht mehr als ei­nen y-Wert. Ih­re Kur­ve ver­läuft in ei­nem Dia­gramm von ei­ner Sei­te zur an­de­ren, kann aber nie­mals um­keh­ren.

For­mel­mä­ßig wer­den xy-Dia­gram­me mit Re­la­tio­nen bzw. mehr­deu­ti­gen Funk­tio­nen be­schrie­ben. In Re­la­tio­nen kann es für je­den x-Wert meh­re­re y-Wer­te ge­ben und ih­re Kur­ve kann be­lie­big im Dia­gramm ver­lau­fen.

    7.5   Wei­te­re Bei­spie­le    

Übung " Nor­mal­ver­tei­lung "

Auf­ga­be: Erstel­len Sie ein Ar­beits­blatt zur Aus­wer­tung Nor­mal­ver­teil­ter Mess­rei­hen.
Ar­beits­blatt: PDF mit aus­führ­li­cher Ar­beit­san­lei­tung
Muster­lö­sung: PDF, OpenOf­fi­ce2, Ex­cel97 .

Übung " Ope­ra­tion­scha­rak­te­risti­ken von AQL-An­wei­sun­gen "

Auf­ga­be: Erstel­len Sie ei­ne Gra­fik zur Darstel­lung von Ope­ra­tion­scha­rak­te­risti­ken von AQL-An­wei­sun­gen.
Ar­beits­blatt: PDF mit aus­führ­li­cher Ar­beit­san­lei­tung
Muster­lö­sung: PDF, OpenOf­fi­ce1, Ex­cel97 .

    7.6   Pro­ble­me    

So viel ich sonst von OpenOf­fi­ce hal­te, aber bei Dia­gram­men hat es noch Nach­hol­be­darf. Die Be­die­nung hat sich in den letz­ten Ver­sio­nen zwar deut­lich ver­ein­facht, so­dass die Dia­gram­me jetzt re­la­tiv kom­for­ta­bel er­stellt wer­den kön­nen, aber sen­si­bel sind Dia­gram­me im­mer noch. (2008).

Mein Pro­blem ist, dass ich kom­ple­xe Dia­gram­me er­stellt ha­be und sie ko­pie­ren möch­te, um Va­rian­ten von ih­nen zu er­zeu­gen. Da muckt OpenOf­fi­ce bis hin zu re­pro­du­zier­ba­ren Ab­stür­zen. Un­ter Beach­tung der fol­gen­den Re­geln hat es dann doch noch ge­klappt:

  • Wenn man ein Dia­gramm in­ner­halb ei­nes Ta­bel­len­blat­tes ko­piert, be­zieht sich die Ko­pie im­mer auf den ur­sprün­gli­chen Da­ten­be­reich. Die Än­de­rung des Da­ten­be­rei­ches kann ganz schön um­ständ­lich sein, wenn das Dia­gramm nicht sehr ein­fach ist.
  • Wenn man ein Ta­bel­len­blatt mit ei­nem Dia­gramm per "Ta­bel­le ver­schie­ben/­ko­pie­ren" in­ner­halb der­sel­ben Da­tei ko­pie­ren möch­te, gilt das glei­che. Das ko­pier­te Dia­gramm greift auf die ur­sprün­gli­chen Da­ten im ur­sprün­gli­chen Ta­bel­len­blatt zu­rück.
  • Man muss das Ta­bel­len­blatt mit dem Dia­gramm in ei­ne an­de­re Da­tei ko­pie­ren, um ei­ne wir­kli­che Ko­pie zu er­hal­ten, die sich auch auf die Ko­pie der Da­ten be­zieht. Wäh­len Sie da­zu "Ta­bel­le ver­schie­ben/­ko­pie­ren - Ins Do­ku­ment". Lei­der tre­ten dann im­mer noch ge­nü­gend Pro­ble­me auf:
    • Da ich es er­lebt ha­be, dass beim Ko­pie­ren auch das ur­sprün­gli­che Dia­gramm ver­murkst wur­de, ko­pie­re ich nur noch aus ei­ner Ko­pie der Da­tei. Um wei­te­re Pro­ble­me zu be­sei­ti­gen, lö­sche ich auch al­le an­de­ren Ta­bel­len­blät­ter aus die­ser Da­tei, bis nur noch das Ta­bel­len­blatt mit dem zu ko­pie­ren­den Dia­gramm vor­han­den ist.
    • Vor dem Ko­pie­ren in ei­ne an­de­re Da­tei be­nen­ne ich das Ta­bel­len­blatt schon so um, wie es in der an­de­ren Da­tei hei­ßen soll. Um­be­nen­nen von Ta­bel­len­blät­tern mit Dia­gram­men führt näm­lich ge­le­gent­lich zu Pro­ble­men, ins­be­son­de­re wenn man da­bei Feh­ler macht. In Da­teien mit nur ei­nem Ta­bel­len­blatt tra­ten die­se Pro­ble­me bei mir nicht auf.
    • Noch ei­nes selt­sa­me Ma­cke: Das Ta­bel­len­blatt mit dem Dia­gramm muss in der Ziel­da­tei un­be­dingt ans En­de der Ta­bel­len ge­stellt wer­den, sonst macht OO Pro­ble­me bei den Dia­gram­men. Tü­cki­scher­wei­se sieht man die­se Pro­ble­me nicht so­fort, son­dern erst, wenn man ver­sucht, das ko­pier­te Dia­gramm zu for­ma­tie­ren.
    • Am si­chersten ist es, die Va­rian­ten des Dia­gram­mes in je­weils ei­ge­nen Da­teien zu erstel­len und dann nach und nach in ei­ne neu an­ge­leg­te Da­tei zu ko­pie­ren.

Das ist al­les ziem­lich lästig, aber kein Grund, bei MS zu blei­ben. Das hat auch ge­nü­gend Ma­cken, eben an­de­re. Und bei OO bleibt im­mer noch die Hoff­nung auf die nächste Ver­sion.

    8 Zu­sam­men­spiel von Text und Zah­len    

Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen un­ter­schei­den Text und Zah­len ( → Zel­le­nin­hal­te ) und rea­gie­ren auch un­ter­schied­lich auf sie. In die­sem Ka­pi­tel geht es da­rum, ei­ni­ge Grenz­über­gän­ge zwi­schen Text und Zah­len zu zei­gen.

    8.1   Text und Zahl in ei­ner Zel­le   

Man kann Zah­len in Tex­te um­wan­deln und da­nach wie Tex­te be­han­deln. Da­mit kön­nen be­lie­bi­ge Tex­te und Zah­len in ei­ner Zel­le dar­ge­stellt wer­den.

Screenshot
Text und ak­tuel­les Da­tum in ei­ner Zel­le
  • HEUTE() setzt das ak­tuel­le Da­tum ein
  • TEXT(Zahl; For­mat) wan­delt das Da­tum in ei­nen Text um
  • "TT.MM.JJJJ" legt fest, in wel­chem For­mat das Da­tum an­ge­ge­ben wird ( → Da­tum und Zeit )
  • "Stand: " Zei­chen zwi­schen An­füh­rungs­zei­chen wer­den im­mer als Text in­ter­pre­tiert
  • & ver­bin­det zwei Tex­te.

    8.2   Zah­len mit Ma­ßein­hei­ten   

Für In­ge­nieu­re und Na­tur­wis­sen­schaft­ler ge­hö­ren Zahl und Ein­heit selbst­ver­ständ­lich zu­sam­men, aber Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen tun sich da­mit noch schwer. Wenn man mit Ein­hei­ten rech­nen muss, ist die ein­fachste Lö­sung im­mer noch, die Ein­hei­ten als Tex­te in ge­trenn­ten Zel­len zu ver­wal­ten. Wenn sich die Ein­hei­ten beim Rech­nen nicht än­dern, z.B. Wäh­run­gen, kann man sie auch durch For­ma­tie­rung darstel­len.

Neue­re Ver­sio­nen bie­ten Funk­tio­nen, mit de­nen Zah­len für an­de­re Ein­hei­ten um­ge­rech­net wer­den kön­nen.

  • =UMWANDELN_ADD(100;"cm";"in")
    Er­geb­nis: 39,37
    be­deu­tet: 100 cm = 39,97 inch
  • Mög­li­che Ma­ßein­hei­ten sind
    • Mas­se: g, sg, lbm, u, ozm, sto­ne, ton, grain, pweight, hweight, sh­weight
    • Län­ge: m, mi, Nmi, in, ft, yd, ang, Pi­ca, ell, par­sec
    • Zeit: yr, day, hr, mn, sec
    • Druck: Pa, atm, mmHg, Torr, psi
    • Kraft: N, dyn, pond
    • Ener­gie: J, e, c, cal, eV, HPh, Wh, BTU
    • Leistung: W, HP, PS
    • Feldstär­ke: T, ga
    • Tem­pe­ra­tur: C, F, K, Reau, Rank
    • Vo­lu­men: l, tsp, tbs, oz, cup, pt, qt, gal, m3, mi3, Nmi3, in3, ft3, yd3, ang3, Pi­ca3, bar­rel, bus­hel, reg­ton, Schoo­ner, Mid­dy, Glass
    • Flä­che: m2, mi2, Nmi2, in2, ft2, yd2, ang2, Pi­ca2, Mor­gen, ar, acre, ha
    • Ge­schwin­dig­keit: m/s, m/h, mph, kn, admkn
  • Mög­li­che Prä­fi­xe für die Grö­ße­nord­nung
    • ver­klei­nernd: d, c, m, u, n, p, f, a, z, y
    • ver­grö­ßernd: e, h, k, M, G, T, P, E, Z, Y
Wenn Zah­len und Ein­hei­ten in se­pa­ra­ten Zel­len ste­hen, kann man die An­ga­ben ele­gant in =UMWANDELN_ADD() über­neh­men.
Man kann die Ein­heit auch über das → Zah­len­for­mat in der glei­chen Zel­le wie die Zahl an­zei­gen.
Zah­len­for­ma­te ver­än­dern nur die Darstel­lung der Zahl, nicht ih­ren Wert. Bei Wäh­run­gen spielt das kei­ne Rol­le, weil sich die­se bei Be­rech­nun­gen nicht än­dern. Oder ver­wen­det je­mand die Ein­heit €²? ;-)
Übung " Ka­len­der "

Auf­ga­be: Erstel­len Sie ei­nen Ka­len­der.
Ar­beits­blatt: PDF mit aus­führ­li­cher Ar­beit­san­lei­tung
Muster­lö­sung: PDF, OpenOf­fi­ce1 .

    9 Gra­fi­sche­Ele­men­te    

    10 For­mat­vor­la­gen    

Beim For­ma­tie­ren un­ter­schei­det man har­te und wei­che For­ma­tie­rung. Ein Bei­spiel für har­te For­ma­tie­rung ist, wenn man je­de Über­schrift ein­zeln fett for­ma­tiert. Wei­che For­ma­tie­rung ist, wenn man je­der Über­schrift ei­ne For­mat­vor­la­ge zu­weist und in der For­mat­vor­la­ge das For­mat fett an­gibt. Bei­de Über­schrif­ten se­hen gleich aus, aber der Un­ter­schied wird deut­lich, wenn man al­le Über­schrif­ten von fett auf kur­siv än­dern will. Har­te For­ma­tie­run­gen müs­sen ein­zeln geän­dert wer­den, bei wei­chen For­ma­tie­run­gen ge­nügt es, die For­mat­vor­la­ge zu än­dern (⇒ For­mat­vor­la­gen ).
Wei­che For­ma­tie­run­gen funk­tio­nie­ren so ähn­lich wie La­yer oder Stil­vor­la­gen in CAD-Pro­gram­men undCSS-Vor­la­gen in HTML-Tex­ten. For­mat­vor­la­gen gibt es auch in Text­ver­ar­bei­tung­spro­gram­men wie StarWord, OpenOf­fi­ce oder MS-Word.

Es ge­hört zu ei­nem gu­ten Pro­gram­mierstil, In­halt und Form zu tren­nen. Dies kann mit For­mat­vor­la­gen er­reicht wer­den, da sie die For­ma­tie­rung au­ßer­halb des ei­gent­li­chen Tex­tes fest­le­gen. Der erste Nutz­nie­ßer ei­nes sol­chen Pro­gram­miersti­les ist der Pro­gram­mie­rer selbst, denn er er­leich­tert sich da­mit die Pfle­ge sei­ner Sei­ten. Wei­te­re Nutz­nie­ßer sind z.B. Seh­be­hin­der­te, die sich den Text von spe­ziel­len Pro­gram­men vor­le­sen las­sen. Sie müs­sen näm­lich nicht wis­sen, wel­che Far­be und Grö­ße ein Text hat, son­dern ob es sich um ei­ne Über­schrift, ei­nen Nor­mal­text, ein Zi­tat, ei­ne Her­vor­he­bung o.ä. han­delt. Die­se In­for­ma­tion kann man in For­mat­vor­la­gen fin­den.

    11 Be­ding­te For­ma­te    

    12 Da­ten­bank­funk­tion    

= INDEX (..)

= SVERWEIS(..)

3D-Ma­trix

    13 Zir­kel­schluss - Be­rech­nung von Glei­chungs­sys­te­men    

    14 Da­ten sor­tie­ren und aus­wäh­len    

    14.1 ma­nuel­les Sor­tie­ren    

Screenshot
Na­mens­liste zum Sor­tie­ren mar­kie­ren

Oft ge­nug müs­sen No­ten in an­de­re Listen über­tra­gen wer­den. Da ist es tü­ckisch, wenn ei­ne Liste nicht ex­akt alp­ha­be­tisch sor­tiert ist.

Sor­tie­ren Sie Listen im­mer au­to­ma­tisch, um Feh­ler zu ver­mei­den.

  • Mar­kie­ren Sie die gan­zen Zei­len, die sor­tiert wer­den sol­len, in­dem Sie mit ge­drück­ter lin­ker Maustaste über die Zei­len­num­mern fah­ren.
  • Wäh­len Sie in der Me­nü­leiste Da­ten - Sor­tie­ren.. - Sor­tier­kri­te­rien - Sor­tie­ren nach: Spal­te B - OK

Auf­pas­sen: Im Du­den wird Hän­del zwi­schen Han­del und han­del­bar sor­tiert, und nicht bei Haen­del. Viele Pro­gram­me, auch äl­te­re Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen oder neue­re Schul­ver­wal­tung­spro­gram­me, ma­chen das falsch, und wer da nicht auf­passt, hat leicht die No­ten falsch über­tra­gen.

Tipp: Ge­wöh­nen Sie sich an, vor dem Sor­tie­ren im­mer gan­ze Zei­len zu mar­kie­ren, in­dem Sie mit der Maus über die Zei­len­num­mern fah­ren. Wenn Sie dies nicht tun und ein­mal ei­ne Spal­te ver­ges­sen, wird die­se nicht mit­sor­tiert, und Sie wer­den mer­ken, dass die rich­ti­gen No­ten bei den fal­schen Schü­lern är­ger­lich sind.

    14.2 Da­ten­satz ma­nuell per Drop­down­liste aus­wäh­len    

Screenshot
Werk­stoff aus ei­ner Ta­bel­le per Listen­feld wäh­len
zu­ge­hö­ri­ge Zug­festig­keit mit =SVERWEIS() her­aus­zie­hen

Wer häu­fig mit ta­bel­lier­ten Wer­ten ar­bei­tet, liegt bei ei­ner Ta­bel­len­kal­ku­la­tio­nen na­tür­lich rich­tig. Dort müs­sen die Da­ten­sät­ze nicht hän­disch ab­ge­tippt wer­den, son­dern kön­nen per Listen­feld aus­ge­wählt wer­den. Die be­nö­tig­ten Ta­bel­len­wer­te kön­nen zB. mit dem Be­fehl =SVERWEIS() aus der Ta­bel­le ent­nom­men wer­den.
Im Bild rechts wird der Werk­stoff S235JR per Listen­feld aus­ge­wählt und die zu­ge­hö­ri­ge Zug­festig­keit per =SVERWEIS() au­to­ma­tisch er­gänzt.

Listen­feld ein­fü­gen

OpenOf­fi­ce

  • Mar­kie­ren Sie ei­ne Zel­le, hier A3
  • Da­ten - Gül­tig­keit - Kri­te­rien -
    • Zu­las­sen: Zell­be­reich
    • Quel­le: C3: C6
  • Da­ten - Gül­tig­keit - Ein­ga­be­hil­fe
    Hier kön­nen Sie Hin­wei­se ein­ge­ben, die er­schei­nen, wenn man mit der Maus über das Listen­feld fährt.

MS-Ex­cel

  • Mar­kie­ren Sie ei­ne Zel­le, hier A3
  • Da­ten - Gül­tig­keit - Ein­stel­lun­gen / Gül­tig­keits­kri­te­rien
    • Zu­las­sen: Liste
    • Quel­le: C3: C6
  • Da­ten - Gül­tig­keit - Ein­ga­be­mel­dung
    Hier kön­nen Sie Hin­wei­se ein­ge­ben, die er­schei­nen, wenn man mit der Maus über das Listen­feld fährt.

Bei bei­den Pro­gram­men passt sich die Quel­le­nan­ga­be des Listen­fel­des nicht an, wenn die Werk­stoff­ta­bel­le spä­ter durch Ein­fü­gen von Zei­len er­wei­tert wird. Das ist lästig, weil das Hin­zu­fü­gen von Zei­len oder Spal­ten sonst ein be­que­mes Mit­tel ist, Ta­bel­len zu er­wei­tern oh­ne sich um die For­meln mit Adress­be­rei­chen küm­mern zu müs­sen.
Man kann das Pro­blem um­ge­hen, in­dem man dem Be­reich ei­nen Na­men gibt und den Be­reichs­na­men ver­wen­det.

Zu­ge­hö­ri­gen Ta­bel­len­wert mit =SVERWEIS() aus der Ta­bel­le ent­neh­men ("Zug­festig­keit 340")

B3: =SVERWEIS(A3;C3: F6;3;0)

  • A3: ent­nimmt den ge­wähl­ten Wert S235JR aus dem Listen­feld und sucht ihn in der ersten Spal­te der Ta­bel­le C3: F6
  • C3: F6: ent­hält die Werk­stoff­ta­bel­le
  • 3: ent­nimmt den Zel­lin­halt aus der drit­ten Spal­te der Ta­bel­le (und der Zei­le, in der S235JR steht). Im Bild ist es die Zel­le E4 mit dem Wert 340.
  • 0: be­deu­tet, dass die Werk­stoff­ta­bel­le nicht alp­ha­be­tisch sor­tiert ist.

Tipp : Hin­ter­le­gen Sie Ta­bel­len far­blich, da­mit Sie wis­sen, wo sie an­fan­gen und auf­hö­ren. Ver­wen­den Sie auch nur For­meln mit Adress­be­rei­chen, zB = SUMME(C1: C3) statt =C1+C2+C3, denn die Adress­be­rei­che pas­sen sich an, wenn Sie die Ta­bel­len durch Ein­fü­gen von Zei­len oder Spal­ten er­wei­tern.

Ta­bel­len­blatt " Listen­feld "

Im Bild oben se­hen Sie ei­ne Werk­stoff­ta­bel­le. Aus der Werk­stoff­ta­bel­le soll mit­tels ei­nes Listen­fel­des ein Werk­stoff aus­ge­wählt wer­den. Für den ge­wähl­ten Werk­stoff soll die Zug­festig­keit an­ge­zeigt wer­den. Na­tür­lich könn­te man mit der Zug­festi­ge­kit auch wei­te­re Berch­nun­gen durch­füh­ren.

Muster­lö­sung: Li­breOf­fi­ce, Ex­cel97 .

    14.3 Wer­te aus Ta­bel­len her­aus­zie­hen    

Übung " Ma­trix­funk­tio­nen "

Häu­fig ist es nö­tig, Wer­te aus ei­ner Ta­bel­le her­aus­zu­zie­hen, z.B. die Prei­se für ei­ne Ar­ti­kel­num­mer, die Zug­festig­keit für ei­nen Werk­stoff oder den Flan­ken­durch­mes­ser für ei­ne bestimm­te Ge­win­de­grö­ße.
Im Übungs­blatt wird die Auf­ga­be ge­stellt, dass nach Ein­ga­be ei­ner Post­leit­zahl in den Nach­bar­zel­len Orts­na­me und Vor­wahl au­to­ma­tisch über­nom­men wer­den.
Zur Lö­sung wer­den zwei Ver­fah­ren an­ge­bo­ten. Das erste Ver­fah­ren mit =VERGLEICH(), =ADRESSE() und =INDIREKT() ist kom­pli­ziert, aber viel­sei­tig. Das zwei­te Ver­fah­ren mit =SVERWEIS() bzw. =WVERWEIS() ist ein­fa­cher und für die meis­ten An­wen­dungs­fäl­le völ­lig aus­rei­chend.
Ar­beits­blatt: PDF mit aus­führ­li­cher Ar­beit­san­lei­tung
Muster­lö­sung: OpenOf­fi­ce2, Ex­cel97 .

Screenshot

    14.4 Ta­bel­le au­to­ma­tisch nach Punk­ten sor­tie­ren  

Übung " Tur­nier­plan mit Ta­bel­le "

Sie wol­len ei­ne Ta­bel­le sor­tiert in ei­ne an­de­re Ta­bel­le über­tra­gen, zB. ei­ne Sport­ta­bel­le erstel­len?
Im Ta­bel­len­blatt fin­den Sie ein Bei­spiel da­für.
Die Sor­tie­rung er­folgt mit der Funk­tion =RANG(), die sor­tier­te Über­tra­gung mit der FUNKTION =SVERWEIS().
Muster­lö­sung mit kur­zer Be­schrei­bung: Li­breOf­fi­ce, Ex­cel97 .

    14.5 Nur bestimm­te Zel­len zäh­len oder sum­mie­ren  

Wie hoch sind die Um­sät­zen ins­ge­samt an Mon­ta­gen? Wie oft kommt das Wort "Blei­stift" in ei­ner Liste vor? Die­se Fra­gen beant­wor­ten die die Be­feh­le =SUMMEWENN(..) und =ZÄHLENWENN(..), oh­ne dass man Mon­tag oder Blei­stift mit =WENN(..) aus­sor­tiert. Bei­spie­le: ODS / XLT

Screenshot

Im Bild rechts wird ei­ne Rei­he von Zu­falls­zah­len ge­ne­riert. Es soll er­mit­telt wer­den, wie groß der An­zahl der ne­ga­ti­ven Zah­len und wie groß die Sum­me der po­si­ti­ven Zah­len ist.

=ZÄHLENWENN(A1: F12;"<0")
zählt im Be­reich A1: F12 die An­zahl der­je­ni­gen Zel­len, de­ren In­halt klei­ner als 0 ist.

  • Das Such­kri­te­rium muss als Text ge­schrie­ben wer­den, des­halb steht es in An­füh­rungs­zei­chen.
  • Wenn das Such­kri­te­rium nicht fest­steht, kann man es auch aus an­de­ren Zel­len ho­len.
    Bei­spiel: =ZÄHLENWENN(A1: F12;"<"&G1)
    zählt al­le Zel­len, de­ren In­halt klei­ner ist als der In­halt der Zel­le G1.
    Beach­ten Sie den Tex­to­pe­ra­tor & (kauf­män­ni­sches UND), der "<" mit G1 als Text ver­bin­det.
  • Wei­te­re Bei­spie­le fin­den Sie in der Hil­fe­funk­tion von Ope­nof­fi­ce un­ter dem Stich­wort "Zäh­len­wenn".

=SUMMEWENN(A1: F7;">=0";A1: F7)
sum­miert die­je­ni­gen Zu­falls­zah­len, die grö­ßer oder gleich 0 sind.

  • Das Such­kri­te­rium "=2" muss als Text ge­schrie­ben wer­den, des­halb steht es in An­füh­rungs­zei­chen.
  • Wenn im Be­reich B3: I3 das Such­kri­te­rium "=2" zu­trifft, wird der in B4: I4 kor­re­spon­die­ren­de In­halt zur Sum­me hin­zu­ge­fügt.
  • Li­bre­of­fi­ce num­me­riert die Wo­chen­ta­ge ab dem Sonn­tag, al­so steht 2 für ei­nen Mon­tag.
Screenshot

=SUMMEWENN(B3: I3;"=2";B4: I4)
sum­miert die­je­ni­gen Um­sät­ze in der Um­satz­ta­bel­le, über de­nen ei­ne "2" steht.

  • Das Such­kri­te­rium "=2" muss als Text ge­schrie­ben wer­den, des­halb steht es in An­füh­rungs­zei­chen.
  • Wenn im Be­reich B3: I3 das Such­kri­te­rium "=2" zu­trifft, wird der in B4: I4 kor­re­spon­die­ren­de In­halt zur Sum­me hin­zu­ge­fügt.
  • Li­bre­of­fi­ce num­me­riert die Wo­chen­ta­ge ab dem Sonn­tag, al­so steht 2 für ei­nen Mon­tag.

    14.6 Ma­trix / Ma­tri­zen tran­spo­nie­ren (Zei­len und Spal­ten ver­tau­schen)  

Screenshot

Die Be­feh­le =INDIREKT() und =ADRESSE kann man auch ver­wen­den, um ei­ne Ma­trix zu tran­spo­nie­ren, d.h. ih­re Zei­len und Spal­ten zu ver­tau­schen.

Im Bild rechts steht die ur­sprün­gli­che Ma­trix gelb hin­ter­legt im Adress­be­reich C5: D9. Rechts da­ne­ben steht die tran­spo­nier­te Ma­trix grün hin­ter­legt im Adress­be­reich G5: K6. Die blauen Be­rei­che die­nen der Be­zeich­nung von Zei­len und Spal­ten und ge­hö­ren streng ge­nom­men nicht zu den Ma­tri­zen, wur­den aber ge­nau­so tran­spo­niert.

  • Wo die ur­sprün­gli­che Ma­trix (gelb) liegt, wird links oben von der tran­spo­nier­ten Ma­trix (grün) im Feld F4 durch die Adres­se B4 (links oben von der ur­sprün­gli­chen Ma­trix) de­fi­niert. Man kann die Adres­se B4 oder $B$4 ma­nuell Hand ein­ge­ben, oder mit ei­ner For­mel wie hier
    F4: =ADRESSE(ZEILE(B4);SPALTE(B4))
  • Die Zel­len wer­den mit ei­ner ko­pier­fä­hi­gen For­mel tran­spo­niert, hier das Bei­spiel aus der Zel­le H5 der Ta­bel­len­kal­ku­la­tion (bzw. B1 der grü­nen Ma­trix):
    H5: =INDIREKT(ADRESSE(ZEILE(INDIREKT($F$4))+SPALTE(H5)-SPALTE($F$4);SPALTE(INDIREKT($F$4))+ZEILE(H5)-ZEILE($F$4)))
    Die Zel­le H5 muss nur noch in den ge­wünsch­ten Be­reich ko­piert wer­den.
  • Bei­spiel: ODS / XLS
    Hin­weis: Wenn Sie die Muster­lö­sung per Ko­pie­ren und Ein­fü­gen über­tra­gen, müs­sen Sie die Adres­sen $F$4 in­ner­halb ei­ner For­mel an­pas­sen und die­se dann ko­pie­ren.

    An­hang A: Feh­ler­mel­dun­gen in den Zel­len    

Feh­ler­mel­dun­genOpenOf­fi­ce / StarOf­fi­ceMS Ex­cel
Spal­te zu schmal#########
Di­vi­sion durch 0Err: 503#DIV/0!
Ein­ga­be liegt nicht im sinn­vol­len Be­reich (z.B. Wur­zel aus ei­ner ne­ga­ti­ven Zahl)Err: 502#ZAHL!
Ein­ga­be hat den fal­schen Typ (z.B. Mul­ti­pli­ka­tion mit ei­nem Text)#Wert?
Un­be­kann­te Funk­tion (z.B. durch Tipp­feh­ler)#na­me?
Feh­ler in der Funk­tion (z.B. zu we­ni­ge Ar­gu­men­te: =wenn(a1<0;"Wert ist klei­ner als Null"); es fehlt die An­ga­be für Wert grö­ßer/­gleich Null)#NV#NV

In StarOf­fi­ce fin­det man die vollstän­di­ge Liste der Feh­ler­co­des (Err: ..) un­ter dem Stich­wort "Err" in Hil­fe - index. Wenn der ro­te Punkt in der Sym­bol­leiste der Hil­fe ge­drückt ist, bleibt der ak­tuel­le Hil­fe­text er­hal­ten, an­sonsten ver­sucht die Hil­fe mit Ih­ren Ein­ga­ben Schritt zu hal­ten.

In Ex­cel fin­det man die Feh­ler­co­des un­ter dem Stich­wort der Feh­ler­mel­dung, z.B. "#Null! " eben­falls in Hil­fe - index

Wei­te­re Feh­ler: Ver­schwun­den ( Leiste, Zahl )

   An­hang B: Ar­beits­tech­nik­en    

Zur ef­fi­zien­ten Erstel­lung und Be­ar­bei­tung grö­ße­rer Ta­bel­len­blät­ter soll­te man die ver­schie­de­nen zeit­spa­ren­den Tech­nik­en ken­nen. So­weit die Tech­nik­en im vor­he­ri­gen Ka­pi­teln schon be­schrie­ben wur­den, sind sie hier nur noch ver­linkt.

  • Zel­len ko­pie­ren
  • Zel­len ver­schie­ben
  • For­meln ein­ge­ben sie­he Ka­pi­tel Ein­ga­be von For­meln
  • Zei­len und Spal­ten ein­fü­gen

    B.1 noch leer    

    B.2 Zel­len ver­schie­ben    

Ko­pie­ren in an­gren­zen­de Be­rei­che

Will man Zel­len in an­gren­zen­de Zei­len oder Spal­ten ko­pie­ren, kann man sie am klei­nen Rech­teck, das rechts un­ten am mar­kier­ten Be­reich liegt, grei­fen und zie­hen. Wenn in den Zel­len nur Tex­te oder Zah­len ste­hen, wer­den die­se manch­mal fort­ge­führt.

Übung "Ko­pie­ren" ( Lö­sun­gen im Down­load­be­reich ). Auf­ga­be: Schrei­ben Sie ei­ne 1 in Zel­le A1, ein "A" in Zel­le B1, und "Mo" in Zel­le C1, und ko­pie­ren Sie die 3 Zel­len nach un­ten: Die Zel­le A1 wird ko­piert in 1,2 3,4..; Die Zel­le B1 wird ko­piert in Mo, Di, Mi, Do; die Zel­le C1 bleibt un­ver­än­dert in A; A; A..

Die Sor­tier­listen (das au­to­ma­ti­sche Zäh­len) kann an­ge­passt wer­den, man kann so­gar ei­ge­ne Sor­tier­listen er­zeu­gen in:

  • Ex­cel: Ex­tras - Op­tio­nen - Au­toAus­fül­len
  • StarOf­fi­ce: Ex­tras - Op­tio­nen - Ta­bel­len­do­ku­ment - Sor­tier­liste

Wo man das au­to­ma­ti­sche Zäh­len aus­schal­ten kann, weiß ich nicht, aber ich be­hel­fe mir mit der fol­gen­den Ko­pier­tech­nik.

Ko­pie­ren in nicht an­gren­zen­de Be­rei­che (in Zwi­schen­spei­cher ko­pie­ren, neuen Be­reich mar­kie­ren, ein­fü­gen)

Ko­pie­ren klappt auch mit meh­re­ren Zel­len gleich­zei­tig.

Übung: erstel­len Sie ei­ne Ma­trix mit 2x3 zel­len, schrei­ben sie ne­be­nei­nan­der 1,3, 5 und dar­un­ter a, b, c. Ko­pie­ren Sie die Ma­trix nach un­ten, nach rechts und in nicht an­gren­zen­de Be­rei­che. Beo­bach­ten Sie das Ver­hal­ten.

    B.3 Zel­len und Spal­ten ein­fü­gen    

Screenshot

Wenn man ein Ta­bel­len­blatt zum Aus­wer­ten von Da­ten an­legt, soll­te man den Da­ten­be­reich far­blich mar­kie­ren. So ver­mei­det man, ver­se­hent­lich Da­ten in ei­nen Be­reich zu schrei­ben, der nicht aus­ge­wer­tet wird. Den Da­ten­be­reich kann man nach­trä­glich er­wei­tern, in­dem man zwi­schen­drin Zei­len oder Spal­ten er­gänzt; For­meln, die Zell­be­rei­che aus­wer­ten, pas­sen sich da­bei au­to­ma­tisch an, z.B. =SUMMEWENN(..) im Bild.

In Li­breOf­fi­ce 5.0 muss man bei der Er­wei­te­rung des Da­ten­be­rei­ches al­ler­dings auf­pas­sen: Dia­gram­me er­wei­tern ih­ren Da­ten­be­reich nicht, wenn man Zei­len ein­fü­gen, mit Spal­ten da­ge­gen funk­tio­niert es! ?

    C Um­fan­grei­che Ta­bel­len an­le­gen    

    C.1 Auf­tei­lung des Blat­tes    

Wenn man den Be­scheid vom Fi­nan­zamt oder die Rech­nung von der Ver­si­che­rung geöff­net hat, geht der erste Blick auf das Blatt nach rechts un­ten, weil dort das Wich­tigste steht: Der Be­trag der Erstat­tung bzw. der For­de­rung.
An die­se Blat­tauf­tei­lung hat man sich so ge­wöhnt, dass man nicht mehr dar­über nach­denkt. Sie ist aber kei­ne na­tür­li­che Auf­tei­lung, son­dern ei­ne Fol­ge der mit­te­leu­ro­päi­schen Buch­füh­rungs­tech­nik­en. Seit Er­fin­dung der­sel­ben durch ita­lie­ni­sche Ban­kiers schreibt man links die Er­läu­te­rung und rechts die Be­trä­ge. Die Sum­me der Be­trä­ge schreibt man rechts dar­un­ter, weil das be­son­ders günstig für das Ad­die­ren von Hand ist.
Auf ein­zel­nen (Pa­pier-)Blät­tern ist die­se An­or­dung so­wohl prak­tisch als auch über­sicht­lich, und so ha­ben wir uns jahr­hun­der­te­lang da­ran ge­wöhnt.

Aber ein Ta­bel­len­blatt kann bis 65536 Zei­len ent­hal­ten, und wenn man dort das Er­geb­nis rechts un­ten sucht, muss man ei­ne me­ter­lan­ge Buch­rol­le ab­wi­ckeln (Die Äl­te­ren erin­nern sich: -). Au­ßer­dem ad­diert die Ta­bel­len­kal­ku­la­tion nicht mehr nach Adam Rie­se, son­dern mit AMD oder In­tel, und es ist ihr gleich­gül­tig, wo­hin sie das Er­geb­nis schrei­ben soll.

Die­se Er­kennt­nis­se soll­ten Sie in die Gestal­tung Ih­res Ta­bel­len­blat­tes ein­flie­ßen las­sen:

Die wich­tigsten Fel­der müs­sen leicht er­reich­bar sein.

Wich­tig sind die Ein­ga­be­fel­der und die Aus­ga­be­fel­der, d.h. die Er­geb­nis­se. Un­ter Um­stän­den ge­hö­ren auch Dia­gram­me da­zu. Ideal ist es, wenn sie di­rekt auf ei­nem Bild­schirm sicht­bar sind. Wenn dies nicht mög­lich ist, muss man die al­ler­wich­tigsten Er­geb­nis­se aus­wäh­len und so­fort sicht­bar prä­sen­tie­ren.

Werk­stoff­ta­bel­len, Ne­ben­rech­nun­gen, lan­ge Da­ten­rei­hen usw. kann man aus dem Sicht­be­reich ver­ban­nen. Gut geeig­net sind da­zu wei­te­re Ta­bel­len­blät­ter in ei­ner Map­pe, die aber be­namst sein müs­sen, da­mit man sie im Be­darfs­fall leicht fin­det.

    C.2 kom­pli­zier­te For­meln auf­bauen    

Theo­re­tisch kann man me­ter­lan­ge For­meln di­rekt in die For­me­lein­ga­be-Leiste ein­tip­pen, aber je kom­pli­zier­ter die For­mel wird, desto mehr Feh­ler macht man und desto un­über­sicht­li­cher wird die Feh­ler­su­che - wenn man den Feh­ler über­haupt be­merkt. Es gibt für je­den Pro­gram­mie­rer ei­ne in­di­vi­duel­le Gren­ze, ab der er mit sys­te­ma­ti­scher Vor­ge­hens­wei­se Zeit spart ge­gen­über dem schnel­len Ein­tip­pen (und der fol­gen­den Feh­ler­su­che). Ich emp­feh­le im Zwei­fels­fal­le lie­ber et­was mehr sys­te­ma­ti­sches Vor­ge­hen.

Als Bei­spiel dient ei­ne For­mel aus der Übung "Ma­trix­funk­tio­nen" bei Übungs­bei­spie­le
=INDIREKT(ADRESSE(22+VERGLEICH(B4;$A$23: $A$40;0);2;1))

Die gan­ze For­mel ist aus meh­re­ren ein­zel­nen For­meln ver­schach­telt und für den Un­geüb­ten schon ziem­lich un­über­sicht­lich. Zur Ent­wick­lung ei­ner sol­chen For­mel emp­feh­le ich die fol­gen­de Vor­ge­hens­wei­se:

  • Er­pro­ben Sie die For­meln an ein­fa­chen Bei­spie­len, de­ren Er­geb­nis sie ken­nen.
  • Bauen Sie die For­mel schritt­wei­se von in­nen nach au­ßen in ge­trenn­ten Zel­len auf und testen Sie je­den Zwi­schen­schritt gründ­lich. Bei­spiel:
    • B6: =VERGLEICH(B4;$A$23: $A$40;0)
      (in Zel­le B6 steht die For­mel...
    • B7: =ADRESSE(22+B6;2;1)
    • B8: =INDIREKT(B7)
  • Wenn die ein­zel­nen For­meln gründ­lich ge­testet sind und funk­tio­nie­ren, setzt man sie zu­sam­men. Da­bei be­ginnt man von au­ßen nach in­nen, bzw. bei der vor­ste­hen­den For­meln von un­ten nach oben. Um zu ver­mei­den, dass das Pro­gramm re­la­ti­ve Adres­sen ver­biegt, ko­piert man nicht die Zel­le, son­dern die Zei­chen­fol­ge der For­mel in der For­mel-Ein­ga­be­zei­le.
  • Mar­kie­ren und ko­pie­ren Sie die Zei­chen­fol­ge der For­mel =INDIREKT(B7) in der Ein­ga­be­zei­le der Zel­le B8.
  • Fü­gen Sie die Zei­chen­fol­ge in der Ein­ga­be­zei­le der Zel­le B4 ein.
  • Mar­kie­ren und ko­pie­ren Sie die Zei­chen­fol­ge der For­mel ADRESSE(22+B6;2;1) oh­ne Gleich­heits­zei­chen in der Ein­ga­be­zei­le der Zel­le B7.
  • Set­zen Sie die ADRESSE-For­mel aus B7 in die INDIREKT-For­mel an­stel­le des Be­zu­ges B7 ein.
  • Die zu­sam­men­ge­setz­te For­mel sieht jetzt so aus:
  • Set­zen Sie jetzt die VERGLEICH-For­mel aus der Zel­le B6 an die Stel­le der Ge­samt-For­mel, wo B6 steht.
  • Man setzt al­so ei­ne ver­schach­tel­te For­mel zu­sam­men, in­dem man je­den Zell­be­zug durch die For­mel er­setzt, die in der be­tref­fen­den Zel­le steht. Wich­tig ist, dass man das Gleich­heits­zeich­nen nur bei der ersten For­mel über­trägt. Da­nach kann man das Ver­fah­ren for­mell wei­ter füh­ren und macht mit et­was Übung kei­ne Feh­ler mehr.

    C.3 Ta­bel­len er­wei­tern    

Bild fehlt lei­der noch
Die gel­be Ta­bel­le ent­hält die Ur­wer­te für das Dia­gramm

Das Dia­gramm im Bild stellt die Ver­tei­lung der No­ten dar, die in der gelb un­ter­leg­ten Ta­bel­le ein­ge­tra­gen sind. Für die No­ten­ver­tei­lung ei­ner an­de­ren Klas­se er­stellt man das Dia­gramm na­tür­lich nicht neu, son­dern ko­piert das gan­ze Ta­bel­len­blatt. Wenn die an­de­re Klas­se grö­ßer ist, muss die gel­be Ta­bel­le ver­grö­ßert wer­den.

Die schlech­te Met­ho­de zum Ver­grö­ßern der gel­ben Ta­bel­le ist es, al­le For­meln zu än­dern, die sich auf die gel­be Ta­bel­le be­zie­hen. Im Bei­spiel müsste man da­zu her­aus­fin­den, dass die gel­ben Ur­wer­te erst im grü­nen Be­reich klas­siert wer­den müs­sen, be­vor im Dia­gramm ei­ne Ver­tei­lung dar­ge­stellt wer­den kann. An­schlie­ßend müsste man in funk­tio­nie­ren­de For­meln ein­grei­fen, und da­von ist im­mer ab­zu­ra­ten.

Die ein­fa­che­re Met­ho­de zum Ver­grö­ßern der gel­ben Ta­bel­le ist es, neue Zei­len bzw. Spal­ten in die Ta­bel­le ein­zu­fü­gen. Beim Ein­fü­gen wer­den al­le For­meln au­to­ma­tisch an die grö­ße­re Ta­bel­le an­ge­passt, und man braucht den Auf­bau der For­meln gar nicht zu ken­nen.

Im Bei­spiel fährt man über die Zei­len­num­mern 14 bis 18 und wählt mit ei­nem rech­ten Maus­klick das Kon­text­me­nu - Zel­len ein­fü­gen, um 5 neue Zei­len ein­zu­fü­gen. Wich­tig ist es, nicht die erste und letz­te Zei­le/­Spal­te zu mar­kie­ren, weil es dann manch­mal zu Pro­ble­men kommt.

Übri­gens sind mei­ne Ta­bel­len meist far­big hin­ter­legt, da­mit ich ih­re Gren­zen leich­ter wie­der fin­de. Die Far­be wird beim Zel­len ein­fü­gen eben­falls au­to­ma­tisch er­wei­tert.

    C.4 For­mu­la­re    

Hop­pla, Bild ver­schwun­den...
En­ges Zel­len­raster für kom­pli­zier­te For­mu­la­re (oh­ne Git­ter­li­nien)

For­mu­la­re ent­hal­ten For­mu­lar­fel­der, die oft un­ter­stri­chen oder um­rahmt sind.

Wenn die­se For­mu­lar­fel­der re­gel­mä­ßig an­geord­net sein sol­len, kann man für je­des For­mu­lar­feld ei­ne Zel­le vor­se­hen. Die Grö­ße der For­mu­lar­fel­der kann man dann mit der Grö­ße der Zel­le ver­än­dern .

Wenn man ver­schie­den gro­ße For­mu­lar­fel­der in kom­pli­zier­ter An­ord­nung be­nö­tigt, ist die­ses Ver­fah­ren nicht sinn­voll, weil die Brei­te über­ein­an­der lie­gen­der For­mu­lar­fel­der nicht un­ab­hän­gig vo­nei­nan­der ver­stellt wer­den kann.

In die­sem Fall ist es sinn­voll, mit ei­nem eng­ma­schi­gen Raster zu be­gin­nen und die­ses Raster nicht mehr zu ver­än­dern. Die For­mu­lar­fel­der er­zeugt man dann durch Zu­sam­men­fas­sen von Zel­len .

Wenn man wie im Bild die Git­ter­li­nien nicht be­nö­tigt, ist es noch nicht mal nö­tig, die Zel­len zu­sam­men­zu­fas­sen. Es ge­nügt, die ge­wünsch­ten Zel­len zu mar­kie­ren und dann mit Li­nien und Rah­men zu ver­se­hen.

Ge­plan­te Er­wei­te­run­gen

  • Ko­pier­tech­nik­en
  • Zah­len­rei­hen
  • rel. / abs. Adres­sie­rung
  • SUMME(..) statt I1 + I2 +...
    • leich­ter zu le­sen, we­ni­ger Feh­ler
    • er­wei­ter­bar: Zei­len und Spal­ten ein­fü­gen
  • Ge­schick­tes An­ord­nen in Ta­bel­len
  • Do­ku­men­ta­tion
  • Mit leicht über­prüf­ba­ren Zah­len testen
  • Sum­men nach oben
  • For­ma­tie­ren so spät wie mög­lich
  • Kom­men­tie­ren Sie ein Ta­bel­len­blatt im­mer so, dass es auch ei­ne an­de­re Per­son oder Sie selbst in 2 Jah­ren ver­ste­hen.
  • Mar­kie­ren Sie Ein­ga­be­fel­der, da­mit man sie schnell fin­det.
  • Sper­ren Sie Be­rech­nungs­fel­der, in de­nen nichts ein­ge­ge­ben wer­den muss.

   An­hang D: nu­me­ri­sche Feh­ler der Pro­gram­me    

    D1:  =Ganz­zahl()    

Die Funk­tion =Ganz­zahl() schnei­det von ei­ner Zahl die Kom­mastel­len ab, =Ganz­zahl(2,7) er­gibt 2.

Pro­ble­me kön­nen auf­tre­ten, wenn ei­ne vor­her­ge­hen­den Rech­nung in­tern ein Er­geb­nis wie 1,9999999999999999999 er­ge­ben hat. Nach au­ßen tritt die Ab­wei­chung nicht auf, weil die­se Zahl als 2 dar­ge­stellt wird. Auch bei wei­te­ren Be­rech­nun­gen mit die­ser Zahl tritt kein Pro­blem auf, weil die Ab­wei­chung sehr klein ist bzw. durch in­ter­ne Run­dung­sal­go­rith­men kor­ri­giert wird.

Nur bei =Ganz­zahl(1,9999999999999999999) kann aus ei­ner 2 plötz­lich ei­ne 1 wer­den und da­mit das Er­geb­nis deut­lich ver­fäl­schen.
Lö­sen kann man dies Pro­blem, in­dem man zum Ar­gu­ment in­ner­halb =Ganz­zahl() ei­nen sehr klei­nen Wert ad­diert. Zum Bei­spiel er­gibt =Ganz­zahl(1,9999999999999999999+0,000001) das rich­ti­ge Er­geb­nis 2.

Ein Bei­spiel für die­sen Feh­ler, der bei MS Ex­cel97 und OpenOf­fi­ce1.0 bzw. StarOf­fi­ce6.0 auf­tritt, fin­den Sie in der Übung Sam­mel­bestel­lung .

    D2:  =Bi­nomVer­t()    

In MS Ex­cel 97 rech­net die Funk­tion für die un­tere Sum­men­wahr­schein­lich­keit der Bi­no­mial­ver­tei­lung nicht kor­rekt. Beim Ereig­ni­san­teil p=0 wird in ei­ni­gen Fäl­len die un­tere Sum­men­wahr­schein­lich­keit 0 statt 1 be­rech­net. Zum Bei­spiel gibt die Funk­tion =BINOMVERT(2;32;0;1) das Er­geb­nis 0 statt 1. Man kann das Pro­blem lö­sen, in­dem man mit p=0,000001 rech­net.

Bei­spiel: Bi­no­mia­le_Ver­tei­lung.XLS . OpenOf­fi­ce / StarOf­fi­ce ma­chen die­sen Feh­ler nicht.

    D3:   =Hyp­geomVer­t()    

OpenOf­fi­ce1.0 bzw. StarOf­fi­ce6.0 be­rech­net die For­mel =Hyp­geomVer­t(1;4;152;10000) nicht kor­rekt. Die For­mel rech­net erst dann kor­rekt, wenn man den Wert 152 auf min­destens 142 ver­klei­nert.

Bei­spiel: hy­per­geo­me­tri­sche_Ver­tei­lung.ods . MS-Ex­cel macht die­sen Feh­ler nicht.

   An­hang E ver­wen­de­te Be­grif­fe    

ab­so­lu­te Adres­se ; be­ding­te For­ma­te ; For­ma­tie­ren ; For­mat­vor­la­ge ; Funk­tions­leiste ; har­te For­ma­tie­rung ; Hoch­kom­ma ; kauf­män­ni­sches Und; Kon­text­me­nü; Me­nü­leiste, Re­chen­leiste ; re­la­ti­ve Adres­se ; RMK ; Spal­ten­köp­fe; Sta­tus­leiste ; String ; Sym­bol­leiste ; Ta­bel­le ; Va­ria­ble ; wei­che For­ma­tie­rung ; Zah­len­for­mat ; Zei­chen­ket­te ; Zei­len­köp­fe; Zel­le ;

   An­hang F - Funk­tio­nen    

    F.1  Sta­tis­tik    

Nor­mal­ver­tei­lung

Mit­tel­wert und Stan­dard­ab­wei­chung

Mit­tel­wert und Stan­dard­ab­wei­chung sind die Pa­ra­me­ter ei­ner Nor­mal­ver­teil­ten Mess­rei­he. Wenn sie be­kannt sind, kann man viele Beur­tei­lun­gen und Aus­wer­tun­gen vor­neh­men, oh­ne je­des­mal mit un­ter Um­stän­den tau­sen­den von Mess­wer­ten rech­nen zu müs­sen.
In der Pra­xis sind Mess­rei­hen aber sel­ten ge­nau Nor­mal­ver­teilt, des­halb kann man auf die Ur­wer­te nicht ganz ver­zich­ten.

  • =Mit­tel­wert(Wer­te­liste)
    be­rech­net den Mit­tel­wert ei­ner Liste
  • =STDABW(Wer­te­liste)
    be­rech­net die Stan­dard­ab­wei­chung ei­ner Liste mit dem in Eu­ro­pa übli­chen Tei­ler n-1
  • =STDABWN(Wer­te­liste)
    be­rech­net die Stan­dard­ab­wei­chung ei­ner Liste mit dem Tei­ler n

Sum­men­häu­fig­keit

Sum­men­häu­fig­kei­ten beant­wor­ten zB. die Fra­gen, wie viele Pro­zent ei­ner Nor­mal­ver­teil­ten Pro­duk­tion, von der Mit­tel­wert und Stan­dard­ab­wei­chung be­kannt sind, un­ter­halb, ober­halb oder zwi­schen zwei Grenz­wer­ten lie­gen.

  • =NORMVERT(Grenz­wert; Mit­tel­wert; Stan­dard­ab­wei­chung; WAHR)
    un­tere Sum­men­häu­fig­keit be­rech­net, wel­cher An­teil ei­ner Nor­mal­ver­teil­ten Rei­he ei­nen klei­ne­ren Wert als der Grenz­wert hat. Da­mit kann er­mit­telt wer­den, wie groß der An­teil ei­ner Nor­mal­ver­teil­ten Fer­ti­gung un­ter­halb des un­ter­en (To­le­ranz-)Grenz­wer­tes ist.
  • =1-NORMVERT(Grenz­wert; Mit­tel­wert; Stan­dard­ab­wei­chung; WAHR)
    obe­re Sum­men­häu­fig­keit be­rech­net, wel­cher An­teil ei­ner Nor­mal­ver­teil­ten Rei­he ei­nen grö­ße­ren Wert als der Grenz­wert hat. Da­mit kann er­mit­telt wer­den, wie groß der An­teil ei­ner Nor­mal­ver­teil­ten Fer­ti­gung ober­halb des obe­ren (To­le­ranz-)Grenz­wer­tes ist.
  • =NORMVERT(obe­rer Grenz­wert; Mit­tel­wert; Stan­dard­ab­wei­chung; WAHR) -
    NORMVERT(obe­rer Grenz­wert; Mit­tel­wert; Stan­dard­ab­wei­chung; WAHR)
    be­rech­net, wel­cher An­teil ei­ner Nor­mal­ver­teil­ten Rei­he zwi­schen den Grenz­wer­ten liegt. Da­mit kann er­mit­telt wer­den, wie groß der An­teil ei­ner Nor­mal­ver­teil­ten Fer­ti­gung in­ner­halb der (To­le­ranz-)Grenz­wer­te liegt.

Um­kehr­funk­tion der Sum­men­häu­fig­keit

Die Um­kehr­funk­tion der Sum­men­häu­fig­keit beant­wor­tet zB. die Fra­gen, wo ei­ne Gren­ze lie­gen muss, da­mit 90% der Fer­ti­gung dar­un­ter liegt.

  • =NORMINV(Un­ter­schrei­tung­san­teil; Mit­tel­wert; Stan­dard­ab­wei­chung)
    be­rech­net die Gren­ze so, dass ge­ra­de der Un­ter­schrei­tung­san­teil, zB. in Pro­zent, dar­un­ter liegt.
    Bei­spiel: In der Fer­ti­gungs­tech­nik mit sta­tis­ti­scher Pro­zess­re­ge­lung be­nö­tigt man die Gren­zen, in­ner­halb de­rer 95% (99%) der Fer­ti­gung lie­gen. Da die Nor­mal­ver­tei­lung sym­me­trisch ist, heißt das, dass 2,5% (0,5%) un­ter­halb des un­ter­en Grenz­wer­tes lie­gen. 2,5% (0,5%) wer­den des­halb als Un­ter­schrei­tung­san­teil ein­ge­setzt.
  • =NORMINV(1-Über­schrei­tung­san­teil; Mit­tel­wert; Stan­dard­ab­wei­chung)
    be­rech­net die Gren­ze so, dass ge­ra­de der Über­schrei­tung­san­teil dar­über liegt.

   An­hang G wei­te­re_Ue­bun­gen    

    G.1   Da­ten­bank­funk­tio­nen    

Auf­ga­be:
Ge­ge­ben: Liste für Ein­fach-Stich­pro­ben­plä­ne nach AQL. Es han­delt sich um ei­ne Liste der Art
Bei Lie­fer­men­gen von 26 bis 50 Stück ent­nimmt man ei­ne Stich­pro­be von 5 Stück
Bei Lie­fer­men­gen von 51 bis 90 Stück ent­nimmt man ei­ne Stich­pro­be von 20 Stück.
Ein­ga­be: Lie­fer­men­ge, z.B. 55
Aus­ga­be: Stich­pro­be­num­fang
Funk­tio­nen: =DBAus­zug()
Lö­sun­gen mit An­lei­tung: PDF, Li­breOf­fi­ce, Ex­cel97

    G.2   Ka­len­der    

The­men: Da­tums­for­ma­te, stark ver­schach­tel­te Funk­tio­nen, be­ding­te For­ma­te, Da­ten­bank­funk­tio­nen
An­lei­tung: PDF
Muster­lö­sung: ODS | PDF

    G.3   Spie­le    

The­men: in Ta­bel­len­funk­tio­nen ein­ge­bau­te Spie­le
Funk­tio­nen: ver­steck­te Funk­tio­nen
An­lei­tung: PDF

Links für ver­steck­te Spie­le, für

    G.4  Wei­te­re Blät­ter oh­ne gro­ße Er­klä­run­gen    

  • Span­nungs-Deh­nungs-Dia­gram­me: Mal eben Wer­te­paa­re für ei­ne Auf­ga­be zum Zug­ver­such fin­den? Die­se Blatt schätzt Span­nungs-Deh­nungs-Wer­te­paa­re aus den Fes­tig­keits­wer­ten (E, Rp0,2, Re, Rm, A) ei­nes Werk­stof­fes ab und stellt sie als Dia­gramm dar. Es sind Werk­stof­fe mit und oh­ne aus­ge­präg­ter Streck­gren­ze mög­lich. Die Span­nungs-Deh­nungs-Wer­te­paa­re wer­den mit den An­ga­ben für die Zug­pro­be auch in Kraft-Ver­län­ge­rungs-Wer­te­paa­re um­ge­rech­net und dar­ge­stellt. In ei­nem wei­te­ren Blatt kön­nen ge­ge­be­ne Wer­te­paa­re auch inei­nan­der um­ge­rech­net wer­den.
    For­ma­te: Li­breOf­fi­ce, MS-Ex­cel97 .
  • Link: das Si­nus-Pro­jekt mit Ex­cel der Ober­schu­le Lu­cken­wal­de . (08/2010)
  • Link: Ein um­fan­grei­ches Skript mit dem The­ma "Grund­zü­ge der Da­te­naus­wer­tung mit Ex­cel und OpenOf­fi­ce" fin­den Sie auf der Sei­te von Jan Schmidt mit DeTe . (06/2009)
  • Link zu Dr. Bomm­hardt: Ar­beits­blät­ter zu MS Ex­cel und an­de­ren Pro­gram­men, be­vor­zugt aus dem Nah­rungs­be­reich. (10/2007)
  • Net­school.at von Re­na­te + Ernst Frey: Kur­se zu StarOf­fi­ce und MS-Of­fi­ce (Text­ver­ar­bei­tung und Ta­bel­len­kal­ku­la­tion). (10/2003)
  • Die­ter Hei­dorn: Ein­füh­rung­skurs und Übungs­bei­spie­len zu StarCalc. (10/2003)
  • Hel­mut Ko­horst: Ex­cel-Lö­sun­gen zur Sto­chastik und zur gra­fi­schen Darstel­lung von Funk­tio­nen. (04/2006)
  • Link: OpenOf­fi­ce.­de: Hier kann man OpenOf­fi­ce kosten­los her­un­ter la­den und er­hält Hil­fe. (02/2005)
  • Link: Wer­ner Roth bie­tet um­fas­sen­de In­for­ma­tio­nen zu StarOf­fi­ce. (04/2002)